Es ist jetzt 23:17 Uhr am 28.04.2006 und Lena (noch) Hecht und Marc (für immer!) Richter sitzen gemeinsam bei mir auf der Couch. Eben habe ich von Lena ein "Von wegen!!" ins Ohr geraunt bekommen, weil ich geschrieben habe, das sie "noch" Hecht heißt.

So geht das irgendwie immer zwischen uns. Diese Umgangsweise miteinander finden wir beide sehr schön. Eben weil es ein paar Dinge gibt, die uns zur Zeit durch den Kopf gehen, und die zu schön und zu ungewöhnlich sind um sie einfach in Vergessenheit geraten zu lassen, haben wir uns entschieden, dieses Blog gemeinsam dazu zu nutzen, um eine Art "Beziehungstagebuch" zu führen.

Wir kennen uns jetzt seit August/September 2003 aus der Berufschule, dem HNBK (Heinz Nixdorf BerufsKolleg). Lena war zu dato bereits seit einem Jahr auf dieser Schule, hat dieses erste Jahr jedoch bereits freiwillig wiederholt, da sie (bedingt durch häufige Krankheit) in diesem ersten Jahr zuviel des Schulstoffes versäumt hatte.

Diesem (im Nachhinein) glücklichem Umstand hatten wir es zu verdanken, das wir seitdem dieselbe Klasse für Fachinformatiker für Systemintegration besucht haben.

Leider hatten wir jedoch nie wirklich viel miteinander zu tun, bis auf das Schulkollegenhafte "Hallo, weisste wie XYZ geht, oder Kannste das?". Männlein und Weiblein haben üblicherweise eher weniger miteinander zu tun. Ist es anders, kommen von Kollegen in der Regel immer gleich "Verliebt, verlobt, verheiratet" - Neckereien. Diese ist man natürlich immer eher bemüht zu vermeiden.

Dazu kam noch, das Lena zu dieser Zeit noch mit Sascha zusammen war. Ich wusste nur "die Dame ist vergeben", und hatte deswegen keinerlei Versuche gestartet sie außer als Schulkollegin näher kennen zu lernen. Die Trennung hatte ich nicht mitbekommen, so das ich eigentlich die ganze Schulzeit über davon ausgegangen war, das Lena vergeben ist.

Ich bin Lena offenbar zunächst zwar durch meine damals sehr langen Haare (bis unterhalb des Schulterblatts) aufgefallen, jedoch traute sie sich nicht die "Männer unter sich" Clique aus Alexander, Timur, Darda, Klusemann, usw. zu korrumpieren. Des weiteren war ich ihr dadurch aufgefallen, das ich regelmäßig mit meiner seitlich geschnürten Lederhose in die Schule kam, und das ich mich einmal bei einem Referat mit frei wählbarem Thema dafür entschieden hatte, über Tabletops (BattleTech) zu Referieren. Dieses fand sie als Rollenspielerin natürlich ganz toll. :)

Hätten wir damals nur ein wenig mehr voneinander gewusst, vor allem, wann der andere jeweils Single war, hätte zumindest ich diese Gelegenheit sie kennen zu lernen schon früher genutzt.

Beschweren wollen wir uns jedoch beide nicht, da unser zusammenkommen und letztlich das ganze drumherum nicht romantischer hätte ablaufen können.

Zu diesem Zeitpunkt sind wir genau einen Monat und 8 Tage zusammen. Das Datum unseres Zusammenkommens ist der 20. März 2006. Jedoch nur für uns.

Für alle anderen sind wir erst seit gestern, dem 27. April 2006 zusammen.

Dieses kam wie folgt:
Wie haben wir uns nun eigentlich überhaupt näher kennen gelernt? Ganz einfach: Dadurch, das wir beide in der Schule nicht die besten sind, habe ich Lena gefragt, was sie vom gemeinsamen Lernen für die Abschlussprüfung am 9. Mai 2006 hält. Das ich ausgerechnet sie gefragt habe, hat sie zwar sehr verwundert, da sie, wie gesagt, auch keine Leuchte in dem Bereich ist, jedoch hat sie zugestimmt. Ich habe deswegen ausgerechnet sie gefragt, weil mit den anderen aus unserer Klasse kein Lernen möglich ist. Es geht dann permanent so "Ööööööh - kein Bock", oder "Nääää - heute kann ich nicht", etc. Bei Lena hatte ich das Gefühl, das sie einfach genauso wie ich daran interessiert ist, diese Ausbildung zu packen. Außerdem wollte ich, zugegebenermaßen, diese letzte Möglichkeit nutzen sie doch noch wenigstens näher kennen zu lernen.

So kam es, das wir uns am 21. Februar 2006 das erste Mal zum lernen trafen. Als wir so gelernt haben, sprachen wir natürlich zwischendurch auch mal über unser Privatleben. Hierbei kam auch heraus, das wir beide Single sind, und es eigentlich keinen Grund gibt, sich nicht näher kennen zu lernen, wie ich und auch Lena es sich sicher über die 2,5 Jahre Berufschule hinweg schon öfter gewünscht hätten.

Zwischen dem 21. Februar und dem 17. März 2006 haben wir viel privat miteinander gesprochen. Trotz alledem haben wir, entgegen anders lautender Unterstellungen seitens Alexander Wieringer und Patrick Klusemann (Schulkollegen), unheimlich produktiv, fleißig und viel gelernt. Wir haben auch unheimliche Fortschritte im Verständnis gemacht. Da wir uns Fahrzeit sparen wollten, die gegenseitige Gesellschaft unheimlich angenehm fanden und obendrein beide Erwachsen sind, haben wir abwechselnd beieinander geschlafen. Im selben Bett zwar, jedoch ohne das viel passiert ist. Das einzige was in dieser Zeit gewesen ist, war das wir uns gegenseitig gestreichelt haben, uns gegenseitig als Kuscheltiere benutzten und ich mich öfter nicht beherrschen konnte und an Lenas Hals und Ohren geknabbert habe.

Am 17. März 2006 waren wir bei Lena zu hause. Als wir mal wieder etwas zusammen gekuschelt hatten (bei 80 cm Bettbreite nicht weiter verwunderlich), begann Lena gedanken- und schlafversunken mir über den Hintern zu streicheln. Zwar freute mich das ungemein, da ich da bereits deutlich mehr für Lena empfunden hatte als nur Freundschaft, jedoch wurde ich dadurch auch sehr erregt, so das ich ihr sagen musste, was das, was sie da gerade tut für Auswirkungen hat. Schließlich wollte ich mich nicht umdrehen und sie dabei einfach mir einem erregten Penis konfrontieren. Ihr war das sehr peinlich und sie dachte hierdurch einen Schritt zu weit gegangen zu sein und was wir bis dahin hatten zerstört zu haben.

Am Abend des 18. März 2006 dachte ich meinerseits, das ich das, was sich da anbahnt durch ungestümtheit kaputt gemacht hätte, da ich Lena mehrere dunkle Knutschflecken am Hals zugefügt hatte. Das ist etwas viel für einen Schulkollegen, jedoch fand sie das zum Glück eher amüsant.

Als wir am 20. März 2006 wieder bei mir geschlafen hatten, konnte ich nicht anders, als Lena in meine Arme zu nehmen und zu küssen. Meine Hände wanderten in Körperregionen, welche man als Kollege normalerweise nicht berührt und ihre Hände taten dasselbe bei mir. Ich fragte sie, ob sie sich bereit fühlte Sex mit mir zu haben, jedoch war sie zu unsicher und bat mich, zu warten. Da ich es ihr angeboten hatte, sich zu entscheiden, habe ich dieses Nein hingenommen und ihr gesagt, das ich ihr alle Zeit der Welt lassen werde sich zu entscheiden und ihre Gefühle zu ordnen. Bereits einen Tag später war dieses offenbar geschehen, und wir haben miteinander geschlafen. Seitdem sind wir inoffiziell ein Paar.

Seit wann und warum wir offiziell ein Paar sind, was dahinter steckt und wie es dazu kam, erzählen wir morgen, oder die Tage. Wenn die ganze Geschichte einmal erzählt ist, führen wir dieses Tagebuch regelmäßig um keine einzige dieser wunderbaren Erinnerungen zu verlieren.

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