VPN as a Service - Der Anonymisierungsanbieter Hide.io

Es folgt ein Dauerwerbethread ... ;)

Aber wer mich und/oder das Blog hier kennt weiß, das ich nicht leichtfertig Mist empfehle oder hype. Ich bin wirklich von hide.io überzeugt und möchte diesem nicht mehr ganz jungem Startup daher gerne zu etwas mehr Verbreitung verhelfen. Da sich dieses vor dem Hintergrund aktuellen Zeitgeschehens (Stichworte: NSA-Überwachungsskandal, Edward Snowden, etc.) gerade aktueller den je ist, möchte ich gerne meinen kleinen Beitrag leisten.

Zunächst: Worum geht es überhaupt?

[caption id="attachment_1712" align="alignleft" width="150"]hide.io
Logo{.size-thumbnail .wp-image-1712 width="150" height="148"} hide.io Logo[/caption]

hide.io ist ein Dienstleister, der im Kern anbietet einem ein VPN bereitzustellen, mit welchem man, mit einer zufällig zur Verfügung gestellten IP, anonymisiert im Internet surfen kann, da sie nicht protokollieren welchem Kundenaccount zu welchem Zeitpunkt welche IP zugewiesen war. Somit kann man frei von der Leber weg, selbst in den krassesten Nazi-Foren spamen, Dateien herunterladen oder auch einfach nur, ohne von Amazon, Facebook, Google und Co. verfolgt zu werden (sauberen Cookiespeicher vorausgesetzt), frei im Netz surfen, ohne von diesen nervenden "Wer Axt kaufte, kaufte auch: Leichensack" - Geprösel schier in den Wahnsinn getrieben zu werden.

Auch Youtube - Videos werden, obwohl sie vom heiligen GEMA-Stuhl in Deutschland gesperrt wurden, wie von Zauberhand wieder abrufbar, weil man, laut der IP, für Youtube aus Holland, China, oder von weiß-der-Geier wo darauf zugreift. Recht praktisch.

Eigentlich ist das ganze eine recht einfache Technik, die jemandem in meinem Beruf nicht erklärt werden muß. Ich habe mir bei dem ganzen nur zwei Fragen gestellt:

  1. Seit kurzen werden alle ISP von Gesetzeswegen gezwungen Verbindungsdaten vorzuhalten; Stichwort: Voratsdatenspeicherung. Auf welcher rechtlichen Grundlage darf hide.io überhaupt keine solchen speichern und trotzdem Geschäfte in Deutschland machen?
  2. Wer garantiert mir, das nicht doch jemand die Daten abgreift oder diese doch, wie überall sonst auch, protokolliert werden?

Diese habe ich einfach an die Betreiber weiter gegeben und darauf, zumindest was Frage #1 betrifft, folgende Antwort erhalten:

Bernd (Support Desk)

01. Okt 07:34 (CEST)

Hallo,

wir haben unseren Hauptsitz in Hong Kong, und müssen uns an dortige Gesetze halten. Eine Vorratsdatenspeicherung, wie sie versucht wurde in Deutschland umzusetzen, gibt es dort nicht. Allerdings besteht in Deutschland ebenfalls keine Pflicht Verbindungsdaten zu speichern. Du spielst wahrscheinlich auf die Bestandsdatenauskunft an, aber davon sind wir nicht betroffen, da wir weder persönliche Daten, noch Verbindungsdaten speichern und diese Daten auch nicht zur Abrechnung benötigen. Das Problem liegt in Deutschland darin, dass die Daten nicht gespeichert werden müssten, aber sobald sie gespeichert werden (z.B. bei der Telekom 7 Tage) auch herausgegeben werden müssen.

Zu Frage #2 wird man natürlich, außer einem flattert irgendwann doch einmal ein Gerichtsbeschluss in den Briefkasten, nie eine ausreichend befriedigende Antwort erhalten. Dazu müsste man voll-transparente Einsichten in den Vertriebsablauf und das technische Setup des Anbieters erlangen, was nie geschehen wird.

Aber mal ehrlich: Vor ein paar Jahren wurden Menschen, die das Gefühl hatten auf Schritt und Tritt belauscht und überwacht zu werden, bestenfalls belächelt. Seit Facebook ist das jedoch schlicht und ergreifend Realität; der Anbieter macht ja nichtmal ein Geheimnis daraus. Spätestens seit zuvor genanntem Überwachungsskandal ist jedoch klar: Das Internet ist nicht mehr was es einmal war und diese Furcht ist nicht mehr länger das Produkt eines paranoiden Geistes, sondern einfach das das Bewusstsein über die Tatsachen.
Natürlich weiß ich nicht, ob hide.io im Zweifelsfall wirklich keine Daten an Strafverfolgungsbehörden und andere weitergibt. Jedoch weiß ich, das es erstens auf keinen Fall schadet in Zeiten wie diesen mit so einem Verfahren die Nachverfolgbarkeit der eigenen Schritte im Internet komplizierter zu verschleiern als normal. Und zweitens: Spätestens nach der Gerichtsverhandlung gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber, die Firma Marketing Factory Consulting GmbH in Düsseldorf, welche mich in meiner Funktion als Abteilungsleiter der Systemadministration dazu aufgefordert hat, heimlich den Mail- und Chatverkehr der eigenen Mitarbeiter mitzuschneiden und einem mir nicht weiter kontrollierbarem Personenkreis zum lesen zur Verfügung zu stellen, weiß ich, das es auch ganz gehörig darauf ankommt Sachverhalte für die Richter schwerer nachvollziehbar zu machen. Der Richter an sich ist ein fauler Beamter, dem der tatsächliche Sachverhalt herzlich egal ist - wichtig ist nur, das möglichst wenig Papierkram zusammen kommt und alles schön undurchschaubar und mit technischem Firlefanz gespickt ist, damit er möglichst schnell abschalten und auf ein Papierkriegarmes Endergebnis hinarbeiten kann.
Letzteres ist, sobald der Begriff "VPN" fällt, aufreichend erreicht ;)

[caption id="attachment_1711" align="alignright" width="0"]hide.io
Schritt 3 in der ausführlichen Bild-für-Bild
Anleitung{.wp-image-1711 width="0" height="0"} hide.io Schritt 3 in der ausführlichen Bild-für-Bild Anleitung[/caption]

Was hide.io in meinen Augen ebenfalls vorbildlich macht ist die Schritt-für-Schritt gestaltete und bebilderte Einrichtung des Dienstes. Man wählt zunächst welches Betriebssystem man hat und in welchem Land man angeblich gerne sitzen würde und schon wird man mit einer bebilderten Anleitung versorgt, die man ohne technisches Know-How zu haben einfach durchklickt. Prima!

Also ich bin jetzt Kunde ; das Geld halte ich persönlich für gut angelegt! :) Man kann auch kostenlos alles erstmal in ruhe testen ehe man sich anmeldet.
Von mir eine klare Empfehlung!

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Firmenumzug morgen

Morgen zieht die Marketing Factory Consulting GmbH in Ihre neuen Büroräume in Düsseldorf. Für uns Tekkies bedeutet das doppelt- und dreifache Arbeit, da jeder von uns, zusätzlich zu dem, was jeder einzelne Mitarbeiter ohnehin zu schultern hat, die gesamte IT mit umziehen müssen. Bedeutet: Telefone, Server, Telefonanlage, bestimmt bleibt ein Großteil des Clientaufbaus ebenfalls an uns hängen, etc.

Trotzdem freue ich mich auf das neue Büro! Das sieht wirklich wunderbar aus und bietet zudem viele Vorzüge, die im alten Gebäude aufgrund der baulichen Vorgaben garnicht möglich gewesen wären. So ist die Technikabteilung, incl. Programmierern, die in aller Regel vorallem Ruhe für Ihre Arbeit brauchen, auf einer eignen Halb-Etage (ähnlich einer Gallerie) untergebracht. Ebenso ist das Büro schön hell, da die Wände nahezu ausschließlich aus großen Glasflächen bestehen. Ebenso haben wir nun endlich eine RFID Zugangsanlage, womit die Klingelorgien morgens und zum Ende der Mittagspause endlich der Vergangenheit angehören!

Bin mal gespannt ob morgen wirklich alle an einem Strang ziehen, oder ob sich mein Horrorszenario, das wir Techniker, nachdem alle Server- und Anlagenkomponenten installiert sind, uns auch noch dem Großteil des Arbeitsplatzaufbaus widmen müssen, erfüllen wird.

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