Teamspeak3 Server unter Gentoo/Funtoo Linux mit MySQL installieren

Hallo zusammen,

das Gentoo/Funtoo Paket 'media-sound/teamspeak-server-bin' benötigt noch MySQL 5.1; dieses ist jedoch im ebuild nicht richtig aufgelöst, so das es nicht als Installationsbedingung aufgelistet wird. Installiert man das Paket, setzt in der Datei '/etc/teamspeak3-server/server.conf' 'dbplugin=ts3db_mysql' (um die Einstellungen statt in einer SQLite-DB in einer MySQL-DB zu speichern) und versucht dann den TeamSpeak3 Server zu starten, bekommt man im Log folgende Meldung:

|INFO |ServerLibPriv | | TeamSpeak 3 Server 3.0.5 (2012-04-23 04:46:12)
|INFO |DatabaseQuery | | Please make sure you use the supplied ts3server_minimal_runscript.sh to run the server, or set LD_LIBRARY_PATH yourself
|CRITICAL|DatabaseQuery | | unable to load database plugin library "libts3db_mysql.so", halting!

LD_LIBRARY_PATH ist aber (im Init-Script) schon auf das Verzeichnis gesetzt, in welchem die Datei libts3db_mysql.so liegt: /opt/teamspeak3-server/, also was soll die Meldung?
Das ganze wird klar, wenn man sich mit ldd einmal die  shared library dependencies der Datei /opt/teamspeak3-server/libts3db_mysql.so anzeigen lässt:

ldd /opt/teamspeak3-server/libts3db_mysql.so
linux-vdso.so.1 =>  (0x00007fff4efa4000)
libmysqlclient.so.15 => not found
libstdc++.so.6 => /usr/lib/gcc/x86_64-pc-linux-gnu/4.3.4/libstdc++.so.6 (0x00007f17f2bc0000)
libm.so.6 => /lib/libm.so.6 (0x00007f17f293d000)
libgcc_s.so.1 => /lib/libgcc_s.so.1 (0x00007f17f2727000)
libc.so.6 => /lib/libc.so.6 (0x00007f17f23ca000)
/lib64/ld-linux-x86-64.so.2 (0x00007f17f30fd000)

Es fehlt also die Datei libmysqlclient.so.15 ; diese ist jedoch leider nur in MySQL 5.1 enthalten. Nun hat man zwei Möglichkeiten:

  1. Man installiert und betreibt MySQL 5.1 . Dann löst sich das Problem ohne weiteres Zutun, jedoch finde ich es blöd sich von einem einzigen Programm eine veraltete MySQL Version aufzwingen zu lassen.
  2. Man besorgt sich die libmysqlclient.so.15.0.0 Datei von einem Build-Chain kompatiblen System (gleiche GCC Version, gleiche Arch, etc.). Das geht z.B. indem man erst MySQL in Version 5.1 installiertst, die Datei wegkopiert und wieder die MySQL Version, die man eigentlich haben möchte installiert.

Sofern man sich für Variante 2 entscheidet, kopiert man, während MySQL 5.1 installiert ist, die Datei /usr/lib64/mysql/libmysqlclient.so.15.0.0 nach /usr/local/lib/, erstellt einen Symlink von /usr/local/lib/libmysqlclient.so.15 auf /usr/local/lib/libmysqlclient.so.15.0.0 und installiert anschließend wieder die eigentliche Version von MySQL.

Hat man dieses alles erledigt, sollte sich der Teamspeak3 Server problemlos starten lassen.

Nachzulesen ist das ganze außerdem im Gentoo Forum. Auf die Idee gebracht hat mich der Blogeintrag von Alexander Winkler.

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Meine ersten Funtoo ebuilds sind in Flora! :D

Um zu erklären, was das bedeutet, muss ich ganz kurz ausholen...

Als ich vor vielen Jahren mit Linux angefangen habe, stolperte ich ziemlich bald über Gentoo Linux. Damals konnte ich aber weder den Wert dieser Distribution ermessen, noch kam ich als absoluter Linuxeinsteiger damit zurecht. Also habe ich sie damals recht bald wieder fallen lassen.
Nachdem ich inzwischen jedoch einige Jahre mit diesem Fachgebiet auf dem Buckel habe, keimte vor ein paar Jahren das Interesse an dieser Distribution wieder auf. So läuft seit knapp 13 Monaten dieser Server auch unter Gentoo Linux.
In dieser Zeit stand ich natürlich auch ab und an mal auf dem Schlauch und musste mich, als Google, das Gentoo Forum und IRC nicht mehr helfen konnten, des Gentoo Bugtrackers bedienen. Und genau hier machte ich Erfahrungen, welche mich enttäuschten. Oft, wenn ich auf diesem Wege mit den Gentoo Entwicklern in Kontakt treten musste, wurde ich enttäuscht. So sind zwei Bugs, die ich vor fast 2 Monaten und über 4 Monaten eingetragen habe, bis heute nicht final bearbeitet und geschlossen worden. Den Vogel abgeschossen hat aber der Gentoo Bug 363675, bei dem ich über 1,5 Monate der einzige gewesen bin, der den auch nur angesehen hat. Und dabei ging es nicht etwa um irgendeinen Schönheitsfehler: Ich konnte den GNU C Compiler (gcc) nahezu garnicht mehr benutzen. Das bedeutet im Falle von Gentoo Linux, das man nahezu kein Paket mehr installieren kann. Als ob das nicht ärgerlich genug wäre: Auch Sicherheitsupdates sind so natürlich nicht mehr möglich. Als ich mir nicht mehr zu helfen wusste, habe ich dasselbe Problem im Bugtracker vom gcc direkt eingestellt. Nach sage und schreibe 3 Minuten und 42 Sekunden hat einer der dortigen Entwickler mein Problem gelöst!
Es stellte sich letzten Endes heraus, das es sich um ein lokales Problem bei mir gehandelt hatte, jedoch hat sich ja kein Mensch den Bug gründlich genug angeschaut um das wissen zu können. Wäre es ein globales Problem am gcc gewesen, wäre eine nichtbeachtung eines Bugs in dieser Kategorie fatal gewesen!
Als ich das dann im verlinktem Gentoo Bug 363675 mal so angemerkt habe, bekam ich folgende Antwort:

{#comment_text_10} it's a volunteer system. if you dont like how it works, then step up and help. expecting people to help you isnt how things work.

Mit anderen Worten also: Da Gentoo ein System von Freiwilligen ist, darf man sich nicht beschweren. Grundsätzlich natürlich richtig. Jedoch zwei Punkte dazu (was mich ganz dezent dann auch wieder zum eigentlichen Thema zurückführt :D ):

  1. Wenn ich das selber hätte lösen können, hätte ich wohl kaum einen Bug dazu erstellt.
  2. Ich möchte ja gerne helfen, aber die Einstiegshürde bei Gentoo ist leider sehr hoch!
Es haben sich in der jüngsten Vergangenheit mehrere Dinge ereignet bei denen ich mich frage, ob die [Gentoo Foundation](http://en.wikipedia.org/wiki/Gentoo_Foundation "Wiki Eintrag der Gentoo Foundation") den Karren absichtlich an die Wand fahren will. Viele Entwickler beschwerten sich in jüngster Vergangenheit darüber, das ihnen vom Gentoo Linux Council, den Leitern und Koordinatoren also, völlig hanebüchene und fachfremde Vorgaben gemacht werden, wie Software zu entwickeln ist und wie die Workflows dazu auszusehen haben. Das kann ich mir gut vorstellen; wie eben beschrieben scheinen die Entwickler ja mit den Anfragen völlig überfordert zu sein. ... was ja nichts mit Unfähigkeit, sondern mehr mit mangelnder Organisation zu tun hat. Umso unverständlicher ist es, das Hilfsangebote am laufendem Band ausgeschlagen werden. Das sieht man besonders drastisch am Beispiel von [Daniel Robbins](http://en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Robbins "Wikipedia Eintrag zu Daniel Robbins"):
Daniel Robbins hat Gentoo Linux erschaffen. Bevor er im Mai 2005 bei Microsoft anfing, gründete er die [Gentoo Foundation](http://en.wikipedia.org/wiki/Gentoo_Foundation "Wiki Eintrag der Gentoo Foundation") und übergab das Projekt an diese. Die Gründe hierfür waren wohl zu gleichen Teilen, das er zum einen fürchtete sein neuer Arbeitgeber Microsoft könnte einen negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Distribution haben und zum anderen wollte er mehr Zeit für seine Familie haben.
Als er dann im Februar 2007 wieder als Entwickler für Gentoo anfing, wurden ihm, als geistigem Vater der Distribution, so viele Steine in den Weg gelegt, das er bereits einen Monat später seine Arbeit an Gentoo Linux wieder einstellte und 2008 schließlich sein aktuelles Projekt initialisierte: [Funtoo Linux](http://www.funtoo.org/wiki/Welcome "Homepage der Linuxdistribution Funtoo"); einen Fork von Gentoo Linux.
Inzwischen hat Funtoo viele Anhänger und ein sehr fähiges Entwicklerteam, an dessen Spitze Daniel Robbins steht, der (ähnlich zu Linus Torvalds über den Kernel) als gutmütiger Diktator die Marschrichtung der Distribution vorgibt und dessen Entwicklung koordiniert.
Noch hängen Funtoo und Gentoo zwar eng zusammen, jedoch driften (nicht zuletzt wegen größerer Fortschritte bei Funtoo) die beiden immer weiter auseinander. Wie das bei einem Fork nunmal so ist.
Ich habe mich daher dafür entschieden meine Freizeit und mein Engagement lieber in Funtoo Linux zu investieren ehe ich zunächst Monatelang den Leuten und Infos von Gentoo Linux hinterherlaufe, nur damit meine Beteiligungen dann im Sande verlaufen. Man sehe sich nur einmal den [Gentoo Bug \#228343](https://bugs.gentoo.org/show_bug.cgi?id=228343 "Gentoo Bug #228343") an. Da wird den Entwicklern ein nahezu fertiges [TYPO3](http://typo3.org/ "Homepage vom CMS TYPO3") Paket geliefert und es kümmert sich einfach keiner drum! Das Paket für TYPO3 Version 4.2.1 wurde am 19.06.2008 eingereicht. Heute, 3 Jahre und 3 Monate später, hat der Bug nach wie vor den Status "CONFIRMED", was in etwa soviel bedeutet wie *"zur Kenntnis genommen - weitere Aktionen abwarten, bis wir das geprüft haben"*. Ist doch ein Scherz, oder? Wie gesagt: Völlig überlastet und unkoordiniert das Team.
Einer der Fortschritte von Funtoo Linux ist, das der Portage Tree, das bedeutet: Das Paketverzeichnis mit allen Installationsscripten, nun nicht mehr per rsync abgeglichen, sondern in einem git Repository gepflegt wird. Das macht das ganze einfacher zu warten, es gibt automatisch ein ChangeLog und eine History und es können mehr Personen einfacher miteinander an diesem Projekt arbeiten.
[Martin "golodhrim" Scholz](http://www.funtoo.org/wiki/User:Golodhrim "Funtoo Profil von Martin "golodhrim " Scholz") hat am [7. 7. 2011 mit einer super-Idee für eine neue Art des Overlays](http://groups.google.com/group/funtoo-dev/browse_thread/thread/c37339e78c641afc "Martin "golodhrim" Scholz Vorschlag für "flora" auf der Funtoo Google Group"), mit dem nahezu jedermann zur Entwicklung von Funtoo beitragen kann, einen Meilenstein (in meinen Augen) für die Distribution gelegt. Inzwischen ist die Idee umgesetzt, das ganze nennt sich "[flora](http://www.funtoo.org/wiki/Flora "Funtoo Wikieintrag zu "flora"")" und Martin Scholz wurde inzwischen von Daniel Robbins [zum Core Member für die Communityentwicklung und speziell zum vorantreiben von flora ernannt](http://groups.google.com/group/funtoo-dev/browse_thread/thread/f5b259a0a7be2945 "Daniel Robbins Mail an die Funtoo Mailingliste vom 17.9.").
Ich habe mich in den letzten Tagen mit der Funktionsweise und der Erstellung von (Ge|Fu)ntoo Paketen (ebuilds) beschäftigt und heute [meine erste Version das TYPO3 Paketes an flora übermittelt](https://github.com/funtoo/flora/commit/203bde9df309a5c1a13853329e7a01fa1f9190ef "Mein erster flora commit für das TYPO3 Paket in Funtoo"). Martin Scholz nimmt seine Aufgabe sehr ernst und ist ungeheuer fleissig! So hat er auch nur knapp eine Stunde später [meine Änderungen unverändert in flora übernommen](https://github.com/funtoo/flora/commit/c7d6f68535315365d40ea3705cc4825862abeaeb "Martin Scholz übernimmt mein TYPO3 Paket für Funtoo unverändert in flora").
Es ist zwar als PHP Paket nur ein vergleichsweise einfaches Paket, da die ganzen Kompilierungsvorgänge und was damit zusammenhängt dabei nicht berücksichtigt werden müssen, trotzdem ist es etwas völlig neues für mich. Gerade weil das vergleichweise einfach ist, bot es sich als erstes Paket besonders an. Ich hoffe, das ich mir dabei keinen groben Schnitzer erlaubt habe ... nicht das ich mich bei meinem Gesellenstück gleich vor der ganzen Community blamiere ... :D Naja, mehr als stundenlang hin-und-hertesten kann man ja nicht. Und zum Glück hat so ein PHP Paket ja in der Regel nicht das Potential irgendetwas wichtiges zu zerstören.
Ich bin mal gespannt ob, wann und wie das ganze schließlich im Portage Tree landet und ob Fehler gefunden werden.

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Einen eigenen Mozilla Weave/Sync-Server (unter Gentoo) betreiben

[caption id="attachment_874" align="alignright" width="150" caption="Logo der Firefox - Sync - Erweiterung"]Logo der Firefox -
Sync -
Erweiterung{.size-thumbnail .wp-image-874 width="150" height="150"}[/caption]

Yeah - Heute möchte ich Euch mal allen eine kleine Einführung in die Firefox-Extension (... was ist eigentlich ein "Plugin", was ein "Add-on" und was eine "Extension"?? O.O - Hab ich noch nie gerallt ;D ) "Sync" (früher: "Weave") geben.

Vielleicht kennt Ihr das: Ihr seid an einem neuen Rechner, startet Euren Firefox und merkt, wie sehr Ihr Euch eigentlich schon an Eure "Personas" (Theme), Bookmarks, History, Passwort- und Formularvervollständigung, etc. gewöhnt habt. Oder Ihr habt mehrere Rechner und irgendwie überall andere Bookmarks, das Kennwort, was Ihr gerade braucht, habt Ihr ausgerechnet auf dem System, vor dem Ihr gerade sitzt, noch nie eingegeben, und so weiter ...

Genau hier schafft "Sync" Abhilfe:

Es wird einfach auf allen Systemen als Firefox-Erweiterung installiert und kümmert sich im Hintergrund darum jegliche Daten, die sonst nur lokal gespeichert werden würden, auf einen Server hochzuladen. Alle Firefox...e synchronisieren sich dann stets mit den in diesem Profil gespeicherten Daten und ... was soll ich sagen: Ihr wollt das einfach nicht mehr missen! :)

Standardmäßig legt man sich bei Mozilla einen Weave-/Sync-Account an und konfiguriert seine Sync-Einstellungen hierfür; die Extension unterstützt einen mit passenden "Account Anlegen" / "Bestehenden Account verwenden" - Buttons.
Man wird hier - man kennt es - zunächst nach einem Usernamen und einem Passwort gefragt; im weiteren Verlauf des Setups zudem nach einem weiteren Passwort, welches zur Verschlüsselung der Daten auf den Mozilla - Servern dient. Diese Verschlüsselung soll diese doch schon sehr sensiblen Daten bei einer Kompromittierung der Mozilla Server schützen. Hier wird empfohlen ein anderes Passwort als das für den Account selbst zu verwenden. Klar - dieser Empfehlung nicht zu folgen wäre auch schon sehr dumm!

Ich selbst habe diese Methode lange Zeit verwendet (nur für private und nicht so sensible Daten, versteht sich!!). Mit jedem weiteren Passwort, welches in diesen Speicher wanderte, fühlte ich mich jedoch mehr und mehr verunsichert. Immerhin

sendet man hier Zugangsdaten zu wer-weiss-was für Systeme an einen Server, zu welchem man keinerlei Ahnung hat wer da eine Möglichkeit hat diese Daten einzusehen; ich muss zugeben nicht wirklich viel über die internen Strukturen der Mozilla Foundation zu wissen. Wenn diese Server gar irgendwann einmal von dritten kompromittiert werden (was dem besten Admin passieren kann), hat man spätestens dann ein wirklich ausgewachsenes Problem.

Heute wurde mir dieses unangenehme Gefühl zu belastend und ich habe mich einmal nach Alternativen umgesehen. Und Tatsache: Man kann, wie es sich für ein anständiges, freies System gehört, diese Serverkomponente auch auf seiner eigenen Infrastruktur betreiben! :)

Voraussetzungen schaffen

Damit dieses ganze System funktioniert, muss neben dem obligatorischem Apache Webserver auch ein PHP 5 mit den Modulen:

  • json
  • mbstring
  • SQLite ( 3! )

installiert sein. Das ist eigentlich schon alles, was zwingend vorhanden sein muss.
Idealerweise sollte man sich jedoch darüber bewusst sein, das hier hochsensible Daten durch's Internet geschickt werden und sowohl OpenSSL, wie auch ein passendes SSL Zertifikat im Apache einrichten. Wer meint er braucht das nicht: Ihr könnt mir Eure Logins auch vertrauensvoll direkt an mailYYYY@marc-richter.info mailen, ohne Euch hier die Mühe zu machen ... ;)

Achtung:

Unter Gentoo Linux war es zwingend erforderlich, das "dev-lang/php" mit dem USE-Flag "sqlite3" kompiliert wurde; "sqlite" allein genügte hier nicht, was mich bereits Stunden gekostet hat ... :P
Ich denke, dieses gilt es in ähnlicher Form auch unter anderen Distributionen zu beachten. Zu erkennen ist das fehlen oder das vorhandensein der Erweiterung in einer falschen Version daran, das nach dem Weave - Passwortdialog nur eine Meldung "Database unavailable" ausgegeben wird.

Einrichtung des "Weave Minimal Servers"

Das Setup des "vollen" Servers ist im Wiki des Mozilla Projektes dokumentiert. Beschrieben; allerdings wird direkt im er

sten Satz darauf hingewiesen, das wohl für die meisten Setups der "Minimal Server", einer alternativen Implementierung des ganzen von "tobyelliott", besser geeignet ist:

It is strongly recommended that you use the [Weave Minimal Server] rather than a full install.

Ich kann zum "Full Server" nichts sagen - ich habe diesen "Minimal Server" installiert! :) Das schafft mir schon ein deutlich besseres Gefühl, das ganze irgendwo liegen zu haben wo (unter normalen Umständen) nur ich drankomme. Vor einer Kompromittierung bin ich natürlich so auch nicht gefeit. Ich denke jedoch das ich mit meinem Server ein deutlich weniger lohnendes Ziel bin als die Mozilla - Systeme. Zumal ein Angreifer ja zunächst garnicht weiß wohin er sich auf so einem System wenden soll und was so alles auf dem Server liegt.
Wie auch immer: Es stellt in meinen Augen, aus meiner Sicht, eine deutlich bessere Lösung dar. Wenn sich jemand mit dem ganzen Kram nicht auskennt und somit viel wahrscheinlicher "Besuch" zu erwarten hat als ich, der ist bestimmt mit der bei Mozilla gehosteten Lösung besser bedient (oder es ganz sein zu lassen - was immer am sichersten ist ;) ). Ich möchte hier keinen dazu ermuntern seine privaten Daten quasi in eine Art Selbstbedienungstheke zu legen ;)

Eine Installation ist ganz einfach und ist in der Datei "README" im tar.gz - Archiv zum "Minimal Weave Server" beschrieben. Dennoch gibt es ein paar Stolperfallen, welche ich hier einmal Punkt für Punkt durchgehen möchte.

Das ich hier das "Minimal Weave Server" - tar.gz - Archiv von der Originalseite zum Download anbiete, soll kein "mit fremden Federn schmücken" sein! Ich weise hier noch einmal ausdrücklich darauf hin, das die gesamte Arbeit, sowie also auch die Blumen und das Lob hierfür der Arbeit von "tobyelliott" zu verdanken ist!
Ich stelle die nur zusätzlich hier zur Verfügung, damit die Originalseite nicht irgendwann verschwindet oder der Link verwaist:

Eine Installation ist ganz einfach und ist in der Datei "README" im tar.gz - Archiv zum "Minimal Weave Server" beschrieben. Dennoch gibt es ein paar Stolperfallen, welche ich hier einmal Punkt für Punkt durchgehen möchte.

Das ich hier das "Minimal Weave Server" - tar.gz - Archiv von der Originalseite zum Download anbiete, soll kein "mit frem

den Federn schmücken" sein! Ich weise hier noch einmal ausdrücklich darauf hin, das die gesamte Arbeit, sowie also auch die Blumen und das Lob hierfür der Arbeit von "tobyelliott" zu verdanken ist!
Ich stelle die nur zusätzlich hier zur Verfügung, damit die Originalseite nicht irgendwann verschwindet oder der Link verwaist:

Download des "Minimal Weave Server" - tar.gz - Archives
(MD5 Checksumme: 5c1837c2690ddbb4a5b4c0860d5791e2)

In dem Archiv befinden sich 4 .php - Dateien. Diese müssen uns nicht weiter interessieren. Später wird lediglich das Script "create_user" interessant. Die Dateien müssen nur für den Apache-User lesbar gemacht werden und in einem dem Apache-Server zugänglichem Verzeichnis abgelegt werden; das Standardsetup geht davon aus, das die Daten aus Sicht des Webservers unter /weave/ erreichbar sind. Theoretisch sollte aber auch jeder andere Ort OK sein. Das Verzeichnis selbst muss (zumindest bis die SQLite - Datenbank angelegt ist) für den Apache schreibbar sein.

Meine Konfiguration, die ich zusätzlich in meine vhost-Datei eintragen musste, lautet exemplarisch wie folgt:

Alias /weave    "/home/marc/public_html/zoosau.de/weave_minimal/index.php"

<Directory /home/marc/public_html/zoosau.de/weave_minimal/>
Options -Indexes FollowSymLinks MultiViews
AllowOverride All
Order allow,deny
allow from all

</Directory>

Das hier scheinbar ein Verzeichnis ("/weave") auf eine Datei ("/home/marc/public_html/zoosau.de/weave_minimal/index.php") zeigt, ist kein Fehler, sondern absolut gewollt!
Das ganze ist natürlich im Kontext meiner SSL - Konfiguration definiert.

So, nun legt man zunächst die SQLite Datenbank an. Dieses geschieht zunächst auf ungewöhnliche Art und Weise: Man ruft in seinem Browser die folgende URL auf:

https://www.zoosau.de/weave/1.0/blah/info/collection

"www.zoosau.de" ersetzt Ihr dabei natürlich durch Eure Domain/IP.

Wie genau sich dieser Pfad hinter dem "/weave" zusammensetzt, habe ich nun nicht weiter recherchiert - interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht ;) Das Setup ist so simpel und funktioniert tadellos - da muss ich nicht alles so genau wissen. Wer gerne mehr wissen will (oder weiß?) der kann gerne Google verwenden, oder Tipps und Hinweise als Kommentar an diesen Beitrag anfügen; würde mich freuen!

Es sollte nun eine Passwortabfrage kommen - Die Ausgabe der Webseite lautet schlicht: "Weave". Hier kann man sich mit irgendetwas (die README spricht von Username: "blah", Passwort: "garbage"; das sollte aber völlig egal sein) anmelden; das Resultat sollte eine weitere Abfrage sein. Diese kann man schließlich abbrechen; Ziel war es lediglich, das hierdurch die SQLite Datenbank "weave_db" im Weave - Verzeichnis angelegt wird.

Nun können wir uns einen ersten User anlegen: Auf der Shell im Weave-Verzeichnis führt man dazu folgendes aus:

php create_user

Nun wird man mit selbsterklärenden Dialogen konfrontiert:

#> php create_user

(c)reate, (d)elete or change (p)assword: c
Please enter username: marcrichter
Please enter password: Mein super-geheimes Passwort
marcrichter created
#>

Anschließend ist der neue Server umgehend einsatzbereit.

Einrichten des Firefox

Zunächst muss natürlich die Firefox-Erweiterung installiert werden. Wie das geht spare ich mir an dieser Stelle zu beschreiben, da sich dieses Wissen jeder eigeninitiativ aneignen kann.

Nach einem Neustart des Browsers kann man unter "Extras >> Sync >> Einstellungen" die Extension konfigurieren. Diese Einrichtung möchte ich mit einer Bilderstrecke begleiten:

[caption id="attachment_877" align="aligncenter" width="300" caption="Schritt 1 der Firefox Sync-Installation"]Schritt 1 der
Firefox
Sync-Installation{.size-medium .wp-image-877 width="300" height="237"}[/caption]

Man wird zunächst mit einem Begrüßungsdialog empfangen. Hier wählen wir die Option "I Have a Firefox-Sync Account".

[caption id="attachment_880" align="aligncenter" width="300" caption="Schritt 2 der Firefox Sync-Installation"]Schritt 2 der
Firefox
Sync-Installation{.size-medium .wp-image-880 width="300" height="237"}[/caption]

Im folgendem Dialog stellen wir die Standardvorgabe auf "Eigenen Server verwenden" um. Die möglichen Eingabeoptionen erweitern sich anschließend um das Feld "Server-URL".

[caption id="attachment_881" align="aligncenter" width="300" caption="Schritt 3 der Firefox Sync-Installation"]Schritt 3 der
Firefox
Sync-Installation{.size-medium .wp-image-881 width="300" height="237"}[/caption]

Hier geben wir nun folgendes ein:

  • Server-URL: https://www.zoosau.de/weave/
    (auch hier gilt wieder: Ersetzt "www.zoosau.de" durch Eure Domain/IP)
  • User Name: Den Usernamen, den Ihr beim Script "create_user" angegeben habt.
  • Passwort: Das Passwort, welches Ihr beim Script "create_user" angegeben habt.

[caption id="attachment_882" align="aligncenter" width="300" caption="Schritt 4 der Firefox Sync-Installation"]Schritt 4 der
Firefox
Sync-Installation{.size-medium .wp-image-882 width="300" height="237"}[/caption]

Hier gebt Ihr nun letztendlich den Sync-Key ein, welcher für die Verschlüsselung der Daten verwendet werden soll. Wie zuvor bereits erwähnt empfiehlt es sich hier dringend ein anderes Kennwort als das Login-Passwort zu verwenden, auch wenn dieses nicht zwingen vorgeschrieben wird.
Welche Daten übertragen werden sollen (wenn Ihr z.B. die Passworte von der Synchronisation ausschließen wollt), könnt Ihr dieses in diesem letzten Dialogfenster links unten über den Button "Sync-Options" einstellen.

Das war's schon! :) Wenn alles geklappt hat, sollte sich das kleine "Sync" - Symbol unten rechts in der Statuszeile des Firefox nun drehen und somit anzeigen, das Eure bisher in diesem Browser gespeicherten Daten in Euren Account hochgeladen werden.

So, ich hoffe Ihr fandet dieses Tutorial hilfreich und verständlich! Wie immer würde ich mich über Feedback freuen :)

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GuitarPro6 unter (Gentoo) Linux

Whooooho!

Ich habe eben herausgefunden wie man problemlos und nativ (ohne wine o.ä.) GuitarPro6 unter Linux zum laufen bringt! Zwar spezialisiere ich mich hier auf Gentoo Linux, die beschriebenen Schritte sollten aber adäquat auf allen Distributionen funktionieren.

Zunächst einmal läd man sich die Linuxversion von GuitarPro6 herunter. Diese liegt als .deb Paket für Ubuntu Linux vor. Um die Daten daraus zu entpacken, verwendet man am besten das Programm "ar":

mr@mrvaio \~/Downloads \$ ar x GuitarPro6-rev9063.deb
mr@mrvaio \~/Downloads \$ ls -l
insgesamt 84816
-rw-r--r-- 1 mr users 43419258 15. Feb 01:31 GuitarPro6-rev9063.deb
-rw-r--r-- 1 mr users    34121 15. Feb 01:33 control.tar.gz
-rw-r--r-- 1 mr users 43384944 15. Feb 01:33  data.tar.gz
-rw-r--r-- 1 mr users        4 15. Feb 01:33 debian-binary
mr@mrvaio \~/Downloads \$

Das tar.gz Archiv data.tar.gz entpackt man ganz einfach wie gehabt; das Archiv control.tar.gz, sowie die anderen Dateien werden nicht benötigt. Wir erhalten dadurch einmal die Symbole für "/usr/local/share/pixmaps" und das .desktop - File für "/usr/local/share/applications", sowie die eigentlichen Programmdateien. Man verschiebt einfach alles, was sich im entpackten Verzeichnis "usr/share" befindet einfach nach "/usr/local/share", sowie den Ordner GuitarPro6 aus "opt" nach "/opt".

Damit sind wir eigentlich schon fertig! Man muss nur eine handvoll Dinge bei der Benutzung beachten.

So muss man das Programm beispielsweise aus dem Verzeichnis "/opt/GuitarPro6" heraus starten, sonst findet es seine benötigten Dateien nicht:

mr@mrvaio \~/Downloads \$ cd /opt/GuitarPro6
mr@mrvaio /opt/GuitarPro6 \$ ./GuitarPro &

Guitar Pro bringt zudem Qt Libraries in einer anderen Version mit als sie bei den meisten aktuellen Distributionen beiliegt. Man erhält beim Start von GuitarPro6 daher folgende Fehlermeldung:

mr@mrvaio /opt/GuitarPro6 \$ ./GuitarPro
Cannot mix incompatible Qt libraries
Abgebrochen
mr@mrvaio /opt/GuitarPro6 \$

Dieses lässt sich leicht beheben: Alle Dateien, welche auf *Qt*.* passen, aus dem Verzeichnis "/opt/GuitarPro6" löschen.
Es erscheint dann beim starten zwar nach wie vor eine Fehlermeldung, das GuitarPro6 gegen eine andere Qt Version kompiliert wurde, jedoch kann man diese mit einem Klick auf "OK" gefahrlos schließen.
Anschließend muss man seinen Lizenzschlüssel eingeben. Der Haken, das man das gerne für alle User freischalten möchte, hat bei mir weder als unprivilegierter User, noch als root geklappt. Für beide musste ich einmal meinen Lizenzkey eingeben.

Was leider auch noch nicht funktioniert, ist das starten des Updaters aus dem Hilfemenü von GuitarPro6 heraus. Klickt man dieses an, passiert erstmal garnichts.
Man kann den Updater jedoch trotzdem verwenden, indem man die folgenden Schritte befolgt:

  1. Wenn der X Server als User läuft, "root" zunächst eine Berechtigung hierfür einräumen, indem man als der User folgendes ausführt: "xhost +root"
  2. In einer Konsole "root" werden
  3. cd /opt/GuitarPro6
  4. ./GPUpdater
  5. ./temp.GPUpdater

Der Updater sollte nun anfangen die Updates herunter zu laden. Das kann eine Weile dauern; bei mir waren es ca. 2 GB, da er auch noch die ganzen Soundbänke mit herunter läd.

Offiziell ist Ubuntu Linux das einzige unterstützte Linux und manches funktioniert, wie beschrieben, auf anderen noch nicht ganz rund. Man muss den Jungs von Arobas Music daher dennoch großen Respekt zollen! Zum einen hat jede Firma, die mit Ihren Produkten den Schritt zur Linuxunterstützung meinen Respekt verdient, da diese wunderbare Plattform leider trotz riesiger und stetig wachsender Verbreitung (gerade unter den kreativen Menschen) von den meisten Herstellern nach wie vor gemieden zu werden scheint. Zudem, wenn man bedenkt, das dieses das erste Release ist, welches sie für Linux rausbringen, muss ich sagen das schon erstaunlich viel funktioniert! Da kann man es verschmerzen, das derzeit nur eine Distribution offiziell unterstützt wird und es bei anderen derzeit noch kleinere Fehler gibt. Im normalen Betrieb konnte ich noch keinerlei Fehler feststellen. Verwendet man ein anderes Linux als empfohlen, muss man diese Abstriche halt hinnehmen.

Mein Fazit: Daumen hoch und weiter so! :)

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