Wie im Bericht zuvor angekündigt, werde ich diese neue Serie starten, die eine Art Logbuch zu meinen Erfahrungen beim Modden meiner Fritz Box Fon WLAN 7050 werden soll.

Jeden kleinen Erfolg, Misserfolg und neue Idee möchte ich hier gerne verewigen, um mir eine Referenz zu bieten, und anderen ein leicht verständliches Handbuch.

Was habe ich bisher gemacht?

Ich habe recherchiert.

Dabei bin ich auf diese, bisher hilfreichste Quelle, gestossen. Die Seite ist unheimlich schlecht geschrieben. Sehr amateurhaft und ich denke, das die wenigsten Autoren volljährig sind.

Egal - ich bin auch nicht unbedingt besser!

Was konnte ich hieraus lernen?:

Meine Fritz Box ist eine kleine Zicke ;) Man kriegt den telnet Server nicht wie bei den anderen per Telefoncode gestartet. Offenbar ist da erst garkein Daemon drin! Dieser wird beim hochladen einer Modifizierten Firmware nachinstalliert.

Zunächst einmal stellt man sicher, das man im Besitz des Webpasswortes der Box ist. Hierzu meldet man sich am besten direkt einmal an. Im lokalen Netzwerk gibt man einfach "fritz.box", oder die richtige IP der Box in das Adressfeld des Web-Browsers ein und meldet sich an.

Nun sollte sicherheitshalber ein Firmwareupdate der Box vorgenommen werden. Die folgenden Schritte setzen vorraus, das man im Fritz Box Webinterface die "Einstellungen - System - Ansicht - Expertenansicht aktivieren" - Option aktiviert hat.

Ist das der Fall, klickt man sich über "Einstellungen - System - Firmware-Update" zum Dialog "Automatisches Update". Hier hat man nicht viele Möglichkeiten: klickt auf "Neue Firmware suchen".

Wird eine gefunde, lasst sie installieren und startet die Box neu. Ihr werden durch alle notwendigen Schritte geleitet.

Nachdem nun alles auf dem neuesten Stand ist (dieses Logbuch basiert auf Firmware Version 14.04.33), geht es nun darum, einen telnet-Server auf das Ding zu kriegen.

Am besten, ihr ladet euch schonmal den Putty runter! (Bei Linux Usern unterstelle ich generell Kenntniss wie sie telnet und/oder SSH Sessions öffnen).

Nun versucht mal euch auf eure Fritz Box IP per Telnet zu verbinden - Es wird nicht klappen.

Dieses dient dem Vorher/Nachher - Vergleich :)

Nun ladet euch diese Datei herunter und speichert sie dort, wo ihr sie gut wieder findet (z.B. Desktop).

Hangelt euch nun im Fritz Box Webinterface wieder zu diesem Pfad: "Einstellungen - System - Firmware-Update", wählt aber dieses Mal "Firmware-Datei". Wählt das eben herunter geladene Script aus und klickt auf "Update starten".

Es folgt ein Hinweis, das es sich dabei um keine gültige Firmaware Datei handelt und das das System dabei ohne Garantieansprüche zerstört werden kann.

Nun, so ist das nunmal beim basteln ;)

Aber ich habe diesen Schritt gewagt und hatte keine Probleme. Achja: Ich hafte selbstverständlich auch für nichts!

Ausserdem werdet Ihr fortan mit folgendem Hinweis in eurem Web-Interface leben müssen:

Screenshot der Warnung nach
Update

Nachdem das blinken der LED aufgehört hat, probiert es nochmal mit dem Putty euch per telnet auf die Box zu schalten.

Nun werdet Ihr nach einem Passwort gefragt. Dieses ist dasselbe wie im Web Interface.

Gut, gut - nun will ich aber nicht, das die ganze Pracht nach dem nächsten Stromausfall wieder weg ist - was nun?

Also in den einschlägigen Foren stand, das man ein paar Moves machen muss, damit der Daemon beim nächsten Start wieder hochkommt.

Ich habe mir das Script /var/flash/debug.cfg im Dateisystem der Fritz Box mal angesehen. Für mein Verständniss sieht es es aus, als sei es bereits so, das es immer startet.

Einziges Problem wäre, wenn /var/flash ein flüchtiger Speicher wäre, dessen Inhalt einen Neustart nicht überlebt. Naja, da ich bereits einmal den Strom gezogen habe seitdem, denke ich das es kein flüchtiger Soeicher ist ;)

Ich muss mir das Script im "Image" mal ansehen. Was es genau tut. Ich habe was gelesen von, das es ein telnet Daemon Programm aus dem Internet herunterläd und dann installiert und startet.

Wenn dem so ist, würde ich das lieber gleich mit in das Pseudo Image legen, oder zumindest irgendwo, wo ich weiss das nichts mehr verändert wird.

Zwar scheint alles ganz gut zu funktionieren, ich möchte aber vermeiden, das die Seite von der der Daemon herunter geladen wird irgendwann nicht mehr erreichbar ist, oder, das (wie evtl. in diesem Fall geschehen, da auf einmal keine Vorkehrungen für ein automatisches starten mehr vorgenommen müssen) sich der Download-Teil irgendwann ändert, ohne das man es merkt und versäumt Dokus anzupassen oder ähnliches.

PS: HA! Ich habe einen Artikel gefunden, der teilweise Licht ins Dunkel von /var/flash bringt:

Wechseln Sie mit cd /var/flash zunächst das Verzeichnis. Hier finden Sie alle Konfigurationsdateien der Fritz!Box, die ihren Inhalt auch nach einem Reboot behalten. Mit dem Befehl echo "/usr/sbin/telnetd -l /sbin/ar7login" > /var/flash/debug.cfg schreiben Sie den Start des telnet-Daemons in die debug.cfg und binden ihn so fest in den Bootvorgang der Fritz!Box ein. Kontrollieren Sie den Eintrag mit einem cat debug.cfg . Dann können Sie die Fritz!Box mit /sbin/reboot neu starten, und der telnet-Login sollte anschließend immer noch möglich sein.

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