Ein Blog, in dem nicht geblogged wird, ist doof! Also - hier wir gehen:

[caption id="attachment_1217" align="alignright" width="300"]Kindle Touch
WLAN{.size-medium .wp-image-1217 width="300" height="264"} Kindle Touch WLAN[/caption]

Ich habe mir einen Kindle Touch WLAN (ohne 3G) gekauft. Per 3G verbunden zu sein ist, zumal das eine 1x Zahlung für die Datenverbindung ist, sehr cool! Aber als Android-Nutzer, in welchem man das Tethering aktivieren kann, finde ich das dennoch unnötig rausgeschmissenes Geld. Dabei verbindet sich das Handy, welches heutzutage eh meistens eine Datenflatrate hat, mit dem Internet und stellt "sich selbst" gleichzeitig per WLAN als AccessPoint zur Verfügung. Dieses WLAN kann der Kindle Touch ja dann wiederum ganz normal nutzen und Vóila: Hat man fast dieselbe Lösung für lau! :)

Das Gerät ist echt geil! Der Akku hält ewig! Einfach: Ewig! Zudem ist der auch noch Hammer schnell wieder aufgeladen: Ich wollte mit Calibre mal testweise 5 Bücher auf das Gerät kopieren. Dazu habe ich den Kindle länger als nötig am PC angeschlossen gelassen (\~50 Minuten). Als ich den abziehe: Akku voll :D

"Warum braucht man mit Smartphones und Tablets eigentlich noch einen eBook Reader?", habe ich mich bis vor kurzem gefragt. Zumal ich ja mit dem Samsung Note so ziemlich das größte Handy haben dürfte, das es auf der Welt gibt. Menschen, mit einem Tablet sind noch besser dran. Und am PC hat man sowieso immer alles was man braucht. DENKSTE!
Der Maßgebliche Unterschied ist zweierlei. Zum einen:

  1. Die Akkulaufzeit
    Stand-by hält das Gerät mehrere Monate durch. Es zeigt dann einen statischen Bildschirmschoner an, welcher keinen Strom benötigt. Nur die Standby geschaltete Elektronik im Gerät verbraucht dann noch minimal Strom. Überhaupt benötigt diese E-Paper-Technologie wohl nur Strom, wenn es neu aufgebaut werden muss; z.B. wenn man umblättert. Bei 2-3 Stunden lesen am Tag und fleißigem Blättern hält der Akku trotzdem noch 2-4 Wochen durch! Welches Tablet oder Notebook kann da mithalten?
  2. Die Displaytechnik
    Es ist unglaublich: Ich muss sagen, ich kann das nicht anders beschreiben als mit dem Begriff "elektronisches Papier". Man erwartet immer das es spiegelt, oder das man, sobald die Sonne darauf fällt, nichts mehr erkennt, wie bei Handys oder Monitoren halt. Aber stattdessen sieht es aus wie eine echte Buchseite: Es wird eher besser erkennbar als das es stört. Das ist echt Wahnsinn! Wie geschaffen für Bus und Bahn (wo irgendwie immer Sonne reinfällt) oder den Garten.

Einzig zwei Nachteile habe ich gefunden:

  1. Die Displaytechnik
    Nein, kein Schreibfehler: Der große Vorteil wird in dunklen Räumen zum Nachteil. Wenn ich sage "wie eine echte Buchseite", dann meine ich das auch: Wenn man ein normales Buch nicht mehr erkennen kann, kann man mit dem E-Reader auch nichts mehr anfangen. Jedoch gibt es Zubehör für das Gerät: Ich habe mir eine Hülle gekauft, die das Gerät zum einen auch in einem Rucksack oder der Tasche vor Beschädigungen schützen und die zum anderen eine eingebaute Leselampe hat. Strom dafür holt sie sich direkt aus dem Kindle, der extra für sowas Kontakte auf der Rückseite hat.
    Zudem kann das Gerät halt ausschließlich Graustufen anzeigen. Schaut man sich ein farbiges PDF an, kann es schonmal sein, das die Kontraste in Bildern nicht wirklich gut sind.
  2. PDF Support
    Der Kindle  kann PDF Dateien anzeigen, jedoch neben der Einschränkung, das er keine Farben anzeigen kann, bietet er leider auch keine wirklich gute Zoomfunktion, so das das lesen eindeutig weniger angenehm ausfällt als die extra dafür gemachten EPUB oder MOBI E-Book-Formate. Man muss sich vorstellen, das ein Buch, welches z.B. große oder keine DIN-A-Irgendwas - Maße hat, passend auf das Display skaliert werden müssen. Dabei wird die Schrift teilweise schon arg klein, so das man eigentlich schon fast mit dem Zoom arbeiten muss. Und das Scrollen zu richtigen Position gestaltet sich durch eine gewisse Trägheit des Displays schon recht schwierig.

Wie auch immer: Ich finde das Teil super! Mir fällt auf, das ich das lesen darauf auch viel angenehmer empfinde als auf dem Notebook-Display. Technische Dokumentationen oder Lehrbücher liest man damit sehr angenehm. Alleine dafür lohnt es sich für mich!

Wer lieber eine größere Auswahl an Geräten haben möchte sollte allerdings noch ein paar Monate warten: Wenn man sich auf Amazon.com umschaut, entdeckt man viel mehr Geräte als es auf dem deutschen Markt bislang zu kaufen gibt. Darunter auch ein Modell mit 9,7 Zoll E-Paper-Display (der Kindle Touch hat 6 Zoll), auf dem das PDF Problem sicher etwas weniger unangenehm auffallen dürfte und ein Modell mit Farb-(LED-)-Display. Allerdings kostet das größere Modell (Kindle DX) auch mehr als das Dreifache und ist durch die Größe natürlich auch unhandlicher. Das Fabmodell (Kindle Fire) hat wieder den Nachteil, das der Akku nur rund 8 Stunden hält und dürfte überdies auch wieder deutlich anfälliger für Sonneneinfall sein; auch dieses Modell kostet fast doppelt soviel wie der Kindle Touch. Ehe man sich das Kindle Fire zulegt, sollte man meiner Meinung nach also doch eher zu einem Tablet greifen. Diese sind auch nicht maßgeblich teurer und bieten darüberhinaus jedoch viel mehr Möglichkeiten.

Ich finde den Touch zur Zeit die beste Wahl bei einem Preis der voll OK geht. Gerade wer häufig liest dürfte mit den günstigeren E-Books auch das Geld bald wieder drin haben, da diese meist deutlich günstiger angeboten werden als die Printversion. Aber auch vollkommene Sparfüchse kommen auf Ihre Kosten, kann man sich doch auch anderweitig "organisierte" Bücher völlig kostenlos auf das Gerät laden ... ;)

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