Es ist mal wieder so weit: Nach über 20 Jahren findet 2011 in Deutschland mal wieder eine Volkszählung statt. Zuletzt gab es diese in Deutschland 1987; in der damaligen DDR 1981.
Ich finde diese Maßnahme grundsätzlich gut! Mich würde nur mal interessieren, wie viele Menschen tatsächlich in der BRD leben. Nur jetzt kommt der (in meinen Augen) Witz: Das wird diese Volkszählung garnicht hergeben! Wie wird nämlich gezählt? Es wird lediglich das Melderegister und andere Verwaltungsregister ausgewertet. Anschliessend wird in einem 7% bis 8% der Datensätze stichprobenartig geprüft, ob die Zahlen überhaupt aussagekräftig, bzw. wie aussagekräftig sie sind.
Ausserdem werden Eigentümer von Wohngebäuden schriftlich befragt werden.

Ich denke nicht, das diese Erhebung auch nur annähernd aussagekräftig sein wird. Wer sich beispielsweise illegal in Deutschland aufhält, und das werden in meinen Augen garnicht so wenige sein, werden kaum so dumm sein und in irgendwelchen Melderegistern auftauchen. Man stelle sich das mal vor: Haust 364 Tage im Jahr unter der Badewanne, um bei Kontrollen nicht entdeckt zu werden und an dem einen Tag, wo diese Person Freigang hat, rennt sie zum Amt und beantragt Sozialhilfe ;D

Der ganze Spass wird die BRD ca. 528 Millionen Euro kosten!! Hallo? Was soll denn daran so teuer sein? Für den Preis kann man ja fast über ganz Deutschland eine 1-tägige Ausgangssperre verhängen und Pro Stadtteil 100 Zähler engagieren, die sich durch die Wohnungen klingeln ... So hätte man wenigstens zuverlässige Zahlen, aber auch die 3rd-Reich-Stimmung zurück ... :P

Was will ich eigentlich sagen?
Eigentlich nur, das mich eine zuverlässige Volkszählung zwar auch interessieren würde, jedoch das ich die Aussagekraft des Ergebnises mit dem geplantem Vorgehen schon jetzt anzweifle.. Zudem finde ich es schade um das Geld, das in ein falsch angegangenes Vorgehen fliesst ...

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