Category: Privates Leben

Manchmal hat man es im Alltag mit Dingen zu tun, da steht man selbst wenn man es Live vor sich sieht fassungs- und sprachlos davor und fragt sich … eigentlich garnichts mehr. Für manche Dinge gibt es einfach keine Worte; man sucht sie trotzdem, weil man es nicht einfach so stehen lassen KANN.
So mir gerade wieder geschehen; meine Hilflosigkeit ein geeignetes Wort dafür zu finden, möchte ich verarbeiten, indem ich hier berichte was geschehen ist und trage die Hoffnung, das es jemand anderem den gleichen Ärger ersparen möge.

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Nur ein kleiner Quick-Tipp, denn ich jedoch jedes Mal wieder suche:

Wenn man Perl Module aus dem CPAN Archiv installieren möchte, geht das wie folgt:

perl -MCPAN -e ‚install Algorithm::Diff‘

„Algorithm::Diff“ ist dabei durch die das korrekte Modul zu ersetzen.

Ein Blog, in dem nicht geblogged wird, ist doof! Also – hier wir gehen:

Kindle Touch WLAN

Kindle Touch WLAN

Ich habe mir einen Kindle Touch WLAN (ohne 3G) gekauft. Per 3G verbunden zu sein ist, zumal das eine 1x Zahlung für die Datenverbindung ist, sehr cool! Aber als Android-Nutzer, in welchem man das Tethering aktivieren kann, finde ich das dennoch unnötig rausgeschmissenes Geld. Dabei verbindet sich das Handy, welches heutzutage eh meistens eine Datenflatrate hat, mit dem Internet und stellt „sich selbst“ gleichzeitig per WLAN als AccessPoint zur Verfügung. Dieses WLAN kann der Kindle Touch ja dann wiederum ganz normal nutzen und Vóila: Hat man fast dieselbe Lösung für lau! 🙂

Das Gerät ist echt geil! Der Akku hält ewig! Einfach: Ewig! Zudem ist der auch noch Hammer schnell wieder aufgeladen: Ich wollte mit Calibre mal testweise 5 Bücher auf das Gerät kopieren. Dazu habe ich den Kindle länger als nötig am PC angeschlossen gelassen (~50 Minuten). Als ich den abziehe: Akku voll 😀

Warum braucht man mit Smartphones und Tablets eigentlich noch einen eBook Reader?„, habe ich mich bis vor kurzem gefragt. Zumal ich ja mit dem Samsung Note so ziemlich das größte Handy haben dürfte, das es auf der Welt gibt. Menschen, mit einem Tablet sind noch besser dran. Und am PC hat man sowieso immer alles was man braucht. DENKSTE!
Der Maßgebliche Unterschied ist zweierlei. Zum einen:

  1. Die Akkulaufzeit
    Stand-by hält das Gerät mehrere Monate durch. Es zeigt dann einen statischen Bildschirmschoner an, welcher keinen Strom benötigt. Nur die Standby geschaltete Elektronik im Gerät verbraucht dann noch minimal Strom. Überhaupt benötigt diese E-Paper-Technologie wohl nur Strom, wenn es neu aufgebaut werden muss; z.B. wenn man umblättert. Bei 2-3 Stunden lesen am Tag und fleißigem Blättern hält der Akku trotzdem noch 2-4 Wochen durch! Welches Tablet oder Notebook kann da mithalten?
  2. Die Displaytechnik
    Es ist unglaublich: Ich muss sagen, ich kann das nicht anders beschreiben als mit dem Begriff „elektronisches Papier“. Man erwartet immer das es spiegelt, oder das man, sobald die Sonne darauf fällt, nichts mehr erkennt, wie bei Handys oder Monitoren halt. Aber stattdessen sieht es aus wie eine echte Buchseite: Es wird eher besser erkennbar als das es stört. Das ist echt Wahnsinn! Wie geschaffen für Bus und Bahn (wo irgendwie immer Sonne reinfällt) oder den Garten.

Einzig zwei Nachteile habe ich gefunden:

  1. Die Displaytechnik
    Nein, kein Schreibfehler: Der große Vorteil wird in dunklen Räumen zum Nachteil. Wenn ich sage „wie eine echte Buchseite“, dann meine ich das auch: Wenn man ein normales Buch nicht mehr erkennen kann, kann man mit dem E-Reader auch nichts mehr anfangen. Jedoch gibt es Zubehör für das Gerät: Ich habe mir eine Hülle gekauft, die das Gerät zum einen auch in einem Rucksack oder der Tasche vor Beschädigungen schützen und die zum anderen eine eingebaute Leselampe hat. Strom dafür holt sie sich direkt aus dem Kindle, der extra für sowas Kontakte auf der Rückseite hat.
    Zudem kann das Gerät halt ausschließlich Graustufen anzeigen. Schaut man sich ein farbiges PDF an, kann es schonmal sein, das die Kontraste in Bildern nicht wirklich gut sind.
  2. PDF Support
    Der Kindle  kann PDF Dateien anzeigen, jedoch neben der Einschränkung, das er keine Farben anzeigen kann, bietet er leider auch keine wirklich gute Zoomfunktion, so das das lesen eindeutig weniger angenehm ausfällt als die extra dafür gemachten EPUB oder MOBI E-Book-Formate. Man muss sich vorstellen, das ein Buch, welches z.B. große oder keine DIN-A-Irgendwas – Maße hat, passend auf das Display skaliert werden müssen. Dabei wird die Schrift teilweise schon arg klein, so das man eigentlich schon fast mit dem Zoom arbeiten muss. Und das Scrollen zu richtigen Position gestaltet sich durch eine gewisse Trägheit des Displays schon recht schwierig.

Wie auch immer: Ich finde das Teil super! Mir fällt auf, das ich das lesen darauf auch viel angenehmer empfinde als auf dem Notebook-Display. Technische Dokumentationen oder Lehrbücher liest man damit sehr angenehm. Alleine dafür lohnt es sich für mich!

Wer lieber eine größere Auswahl an Geräten haben möchte sollte allerdings noch ein paar Monate warten: Wenn man sich auf Amazon.com umschaut, entdeckt man viel mehr Geräte als es auf dem deutschen Markt bislang zu kaufen gibt. Darunter auch ein Modell mit 9,7 Zoll E-Paper-Display (der Kindle Touch hat 6 Zoll), auf dem das PDF Problem sicher etwas weniger unangenehm auffallen dürfte und ein Modell mit Farb-(LED-)-Display. Allerdings kostet das größere Modell (Kindle DX) auch mehr als das Dreifache und ist durch die Größe natürlich auch unhandlicher. Das Fabmodell (Kindle Fire) hat wieder den Nachteil, das der Akku nur rund 8 Stunden hält und dürfte überdies auch wieder deutlich anfälliger für Sonneneinfall sein; auch dieses Modell kostet fast doppelt soviel wie der Kindle Touch. Ehe man sich das Kindle Fire zulegt, sollte man meiner Meinung nach also doch eher zu einem Tablet greifen. Diese sind auch nicht maßgeblich teurer und bieten darüberhinaus jedoch viel mehr Möglichkeiten.

Ich finde den Touch zur Zeit die beste Wahl bei einem Preis der voll OK geht. Gerade wer häufig liest dürfte mit den günstigeren E-Books auch das Geld bald wieder drin haben, da diese meist deutlich günstiger angeboten werden als die Printversion. Aber auch vollkommene Sparfüchse kommen auf Ihre Kosten, kann man sich doch auch anderweitig „organisierte“ Bücher völlig kostenlos auf das Gerät laden … 😉

Jaaaa – also ich betreibe ja seit einigen Jahren diesen Server. Seit dem letzten Umzug im August 2010 läuft er unter einem bei Strato angemietetem „Dedicated Power-Server MR (v5.4)“. Dabei handelt es sich um „echte“ Hardware, nicht um ein virtualisiertes System. Schon länger reicht dieses recht spartanisch ausgestattete System nicht mehr wirklich für die Anforderungen. Aktuell laufen 8 nicht ganz inaktive Homepages auf der Maschine (keine statischen HTML Dateien: PHP Scriptseiten wie WordPress, TYPO3, phpBB Foren, etc.), er ist Mailserver für etwa 9 Domains (samt Spamfilter), berechnet Statistiken, das System selbst (Gentoo Linux -> Software wird kompiliert) will auch gewartet werden, …

Kurz: Das Teil hat einiges zu tun! Dabei war nichtmal unbedingt der Prozessor das Problem, sondern RAM und Storage. Das ganze System ist recht betagt, wie wir gleich noch sehen werden. Neben diesen Diensten mit 1 GB RAM auch noch gescheit einen MySQL Server darauf zu betreiben „geht“ technisch zwar, macht aber nicht wirklich Spass.
Es musste also ein zweiter Server als MySQL Host her. Seitdem laufen diese Seiten auf 2 Servern. Seitdem denke ich jedoch auch, das der Basis-Server nicht mehr wirklich rentabel funktioniert. Also habe ich mal die Fühler nach günstigeren Angeboten ausgestreckt. Kriterien waren dabei:

  • Speicherplatz mindestens 50 GB ( ~ 30 aktuell verwendet )
  • Möglichkeit ein Gentoo / Funtoo auf dem System installieren zu können
  • CPU und RAM mehr / schneller als aktuell
  • Preis sollte geringer sein als aktuell
  • Keine Mindestvertragslaufzeit

Ob das ganze virtuell oder physikalisch ist, ist mir dabei erstmal egal.

Ich bin also letztendlich auf die vServer der Firma netcup aufmerksam geworden. Server4You, Domain Factory und (wieder) Strato haben zwar auch atraktive Angebote, jedoch schneiden sie (für meine Anforderungen) leider „schlechter“* ab als netcup:

*:
Kurzes Vorwort zu „schlechter“: Um fair zu bleiben: Ich habe hier nur reine Zahlen aus den Angeboten verglichen. Ich habe mich nicht in jedem Angebot eingelogged und die Performance so detailiert verglichen wie zwischen netcup und Strato. Jedoch: Wenn die Anbieter die absolute Performance Ihrer Produkte in’s Feld führen möchten, sollten Sie diese Zahlen mit in die Angebote aufnehmen.
PS: @Alle Hoster: Sollte irgendwer daran interessiert sein, das ich deren Angebot hier kostenlos Re-Evaluiere: Über mein Mailformular könne Sie mir gerne unverbindliche Probezugänge zu Ihren Produkten mit der Bitte um Tests zukommen lassen 😉

  • Strato
    Das Angebot für „Dedicated Server“ ist zwar nach wie vor nahezu ungeschlagen gut was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht ( HighQ-Server XS ist sehr cool! ), jedoch hat man hier leider ( selbst als Stammkunde ) wenigstens 6 Monate Mindestvertragslaufzeit. Ebenso muss man 29,- € für die Grundeinrichtung bezahlen. Beides etwas, was ich nicht mehr möchte.
    Die vServer von Strato können (mich) da jedoch schon weniger überzeugen: Die Preise beginnen (mit powerServer A) bei 7,90 / Monat (was OK, aber mehr ist als bei netcup), der RAM beträgt nur 512 MB (statt 1 GB bei der Konkurenz), der Speicherplatz beträgt nur 25 GB (ebenfalls Markt-Schlusslicht), … nichts für mich.
  • Domain Factory / JiffyBox
    Domain Factory hat mit seinem „JiffyBox“ getauften vServer Angebot schon eine coole Sache am Start: Man meldet sich an und bezahlt erstmal nichts. Man kann in Minuten neue (v-)Server hochfahren, herunterfahren, einfrieren, löschen, klonen, … sehr cool! Man bezahlt dann nur für die Nutzung der tatsächlich genutzten Maschinen. Allerdings: Will man diese dauerhaft betreiben wird’s verhätnismäßig teuer: Selbst das günstigste Angebot kostet dann rund 14,90 € / Monat (0,02 ct pro Stunde * 744 Stunden pro Monat). Das ist für temporäre Präsenzen OK, aber auf Dauer gibt es günstigere Alternativen.
  • Server4You
    Für meine Anforderungen: Einfach zu teuer! 8,85 € / Monat für einen vServer mit 25 GB Storage: netcup ist auch hier wieder günstiger. Allerdings: Man kann deren Produkte unverbindlich 4 Tage lang testen und herausfinden, ob sie passen oder nicht. Allerdings scheidet das Angebot für mich wegen des Storage-/Preisverhältnisses aus.
  • netcup
    Ich habe mich für das Angebot vS Uranus light entschieden. Das ganze hat eigentlich alles was ich brauche, ist mit 6,99 € / Monat sehr günstig und deckt alle zuvor genannten Kriterien ab. Details folgen.

Was bei netcup sehr cool ist: Man kann das Angebot in Ruhe unter die Lupe nehmen (da monatlich kündbar). Ebenso hat man alle Zeit der Welt für eine Migration, da man für ~ 7 € / Monat ruhig mal einen bis zwei Monate diese Server parallel betreiben kann.

Für mich ist jetzt natürlich wichtig, das ich das, was bereits auf diesem Server besteht und läuft, übernehmen kann und dabei nichts merkbar langsamer wird. Also habe ich einmal einen Benchmark der beiden Systeme in den für mich relevanten Bereichen durchgeführt:

  1. Storage-Performance
  2. RAM-Performance
  3. CPU-Performance

Um dieses zu messen, habe ich auf dem aktuellen Server alle Dienste beendet (was die Downtime zwischen 15 und 23 Uhr am 01.04.2012 erklärt) und auf diesem wie dem netcup-System die folgenden Tests durchgeführt:

Im folgenden die Ergebnisse.
Zunächst einmal ein reiner Listenleistung-Vergleich:

Strato netcup
RAM
Typ DDR2 133 Unbekannt
Menge 1 GB 1 GB
HDD
Typ Hitachi HDT725025VLA380 Unbekannt
Größe 250 GB 80 GB
CPU
Typ AMD Opteron 1210 HE Intel Xeon CPU E5620
Anzahl 1×2 Cores (2) 4×4 Cores (16)
Geschwindigkeit (Liste) 1,8 GHz 2,5 GHz
Preis
29,90 € 6,99 €

HDD ist zwar bei netcup deutlich kleiner als beim aktuellen Stratovertrag, aber für meine Anforderungen ausreichend.
Alles andere sieht laut Liste deutlich besser aus. OK, fairer weise muss man sagen, das das aktuelle Strato Angebot besser ist (HighQ-Server XS), aber für mich halt nicht so leicht zu wechseln wie zu netcup. Weder kann ich so lange günstig parallel fahren wie bei netcup, noch sehe ich die Notwendigkeit weiterhin monatlich fast 30 € zu bezahlen, wo es rund 7 € auch tun. So viel ist „Platz nach oben“ nun im privatem Sektor auch wieder nicht wert.

Kommen wir zu den Messergebnissen:

Als Messgrundlage dienen dd , bonnie++ (v1.96) und sysbench (v0.4.10).

Die ausgeführten Kommandos lauten:

  • sysbench –test=memory –memory-scope=$scope –memory-oper=$operation –memory-access-mode=$accessmode run
  • sysbench –test=cpu –num-threads=$numthreads –cpu-max-prime=20000 run
  • dd if=/dev/urandom of=benchfile bs=1024K count=1024
  • bonnie++ -u root | bon_csv2html

Die mit „$“-vorangestellten Werte zu sysbench findet man in folgender Tabelle nebst Ergebnissen:

Strato netcup
sysbench – RAM
$scope=global, $operation=read, $accessmode=seq 839.4359s 36.9148s
$scope=global, $operation=read, $accessmode=rnd 839.9471s 39.1572s
$scope=global, $operation=write, $accessmode=seq 869.6518s 66.8758s
$scope=global, $operation=write, $accessmode=rnd 848.0943s 41.8068s
$scope=local, $operation=read, $accessmode=seq 837.1526s 37.4726s
$scope=local, $operation=read, $accessmode=rnd 849.7811s 38.9301s
$scope=local, $operation=write, $accessmode=seq 877.9626s 67.3201s
$scope=local, $operation=write, $accessmode=rnd 852.2366s 40.9074s
sysbench – CPU
$numthreads=2 60.5573s 20.1742s
$numthreads=16 n/a 4.2365s

Wir sehen also schonmal zum Thema CPU und RAM: Das netcup vServer – System hat hier klar die Nase vorn! Der RAM ist rund 20x schneller als der des Strato-Systems und die CPU ist bei der Berechnung von Primzahlen bei „nur“ 2 von 16 möglichen, parallelen Threads ebenfalls etwa 3x schneller. Gesteht man der Primzahlenberechnung die zur Verfügung stehenden 16 parallelen Threads zu, ist sie beim netcup-System gar ca. 15x schneller.

Im Bereich RAM und CPU also klarer Sieger: netcup vServer!

Schaut man sich an wie lange es dauert eine 1GB große Datei wegschreiben zu lassen gewinnt hingegen klar das Strato-System:

Strato netcup
dd – Benchmark
dd if=/dev/urandom of=benchfile bs=1024K count=1024 140 Sekunden 245 Sekunden

Der dd-Test zeigt eine Schreibperformance beim Strato-System, die rund 1,75x so schnell ist wie die des netcup vServers. Klar, das ist ein sehr realitätsferner Test, aber es folgt noch ein Test mit bonnie++, welcher diesen Eindruck unterstreicht:

Version 1.96 Sequential Output Sequential Input Random
Seeks
Sequential Create Random Create
Size Per Char Block Rewrite Per Char Block Num Files Create Read Delete Create Read Delete
K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU
netcup vServer
2G 559 95 118663 23 130356 15 2958 97 3083240 98 11990 168 16 86 0 +++++ +++ 92 0 1986 15 +++++ +++ 8211 58
Latency 33601us 6533us 14883us 15201us 3187us 5198us Latency 14321us 915us 73617us 1517ms 1302us 26563us

 

Version 1.96 Sequential Output Sequential Input Random
Seeks
Sequential Create Random Create
Size Per Char Block Rewrite Per Char Block Num Files Create Read Delete Create Read Delete
K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU
Strato Server
2G 276 99 50075 20 31729 14 1207 98 73802 15 411.0 10 16 16859 66 +++++ +++ 23837 73 18097 75 +++++ +++ 23827 73
Latency 50975us 1783ms 968ms 20773us 44806us 375ms Latency 11620us 2495us 2336us 307us 27us 356us

In puncto Storage hat also sowohl in Größe wie in Geschwindigkeit das (nicht-virtuelle) Strato-System klar die Nase vorn.

Wie sieht das ganze bei einem etwas realitätsnäherem Test aus? Zum Vergleich habe ich einmal den Gnu C Compiler (gcc) in Version 4.5.3 auf beiden Systemen kompiliert. Hier die Ergebnisse:

Strato netcup
Gnu C Compiler Kompilierung – Benchmark
Kompileren (emerge =sys-devel/gcc-4.5.3) 57m57.791s 24m55.387s

Ergo: Das netcup System ist hierbei gut doppelt so schnell.

Da das Ganze ja nun doch recht I/O – lastig werden wird, bin ich mir noch nicht ganz sicher ob das wirklich die richtige Entscheidung ist, das bestehende System gegen dieses netcup vServer System zu ersetzen. Wir werden sehen.

Soweit zumindest schonmal meine Analyse 🙂

Wie immer bin ich für Kritik offen und dankbar.

Ich habe gestern, am 26.3.2012 um 22:33 Uhr einen Artikel geschrieben. Das ist „einer dieser 08/15 – Artikel“, die einfach so nebenbei mal kommen und nicht wirklich etwas tiefgründigeres ausdrücken oder gar bewirken sollen. Jedoch schreibe ich darin etwas, was ich aus jetziger Sicht (rund 22 Stunden später) einfach um 180 Grad falsch dargestellt habe; zumindest konnte bei meiner nicht immer neutralen Schreibweise dieser Eindruck entstehen. Daher möchte ich hiermit so zu sagen sowohl eine Wiedergutmachung leisten, wie auch mein Gewissen beruhigen. Denn, auch wenn ich hier manchmal recht direkte Worte für bestimmte Dinge finde, schreibe ich jedoch stets die Wahrheit und nur Dinge, hinter denen ich zu 100% stehe.

Warum ich dafür einen neuen Artikel schreibe und nicht den ersten Artikel einfach profan verändere? Page Rank, Aufmerksamkeit auf neue Themen (Leute lesen sich einen nur leicht veränderten Artikel einfach kein zweites Mal durch), Langeweile, … wie auch immer 😉

In diesem Artikel habe ich mich unter anderem darüber enttäuscht gezeigt, das im Rahmen der Netways Puppet Schulung ein Raucherzimmer für mich gebucht wurde und das mir das unangenehm ist. Beim erneuten Lesen des Artikels bin ich richtig froh, das ich dazu gebracht wurde mir das nochmal anzusehen, denn selbst ohne folgendes Ereignis kann das Hotel nichts dazu, was für mich gebucht wurde.

Jedenfalls bin ich heute, einen Tag später gegen 12 Uhr, von Frau Tamara Zschiesche, der „Sales Executive“ des Hotels park inn in Nürnberg, angesprochen worden:

Sie: „Sie sind doch der Herr Richter, nicht?“
Ich: „Ähh – ja … ?“
Sie: „Mir ist zugetragen worden, das sie mit Ihrem Zimmer nicht zufrieden sind. Sie können direkt umziehen wenn Sie wollen.“
Ich (denkend, das jemand auf meiner Arbeit meinen Blog gelesen und sich beschwert hat): „Ähh – naja: Es ist halt ein Raucherzimmer. Aber beschwert habe ich mich nicht.“
Sie: „Nein nein – trotzdem: Wenn Sie wollen weise ich gleich den Zimmerservice an Ihre Sachen in ein Nichtraucherzimmer umzuräumen!“

Habe ich zwar lieber alleine gemacht, aber: … WOW! Ich habe wenig später auf meiner Arbeit angerufen um das zu klären – aber da konnte sich auch keiner einen Reim drauf machen.

Als ich „umgezogen“ bin konnte ich mir die Frage an Frau Zschiesche einfach nicht verkneifen, was denn nun dahinter steckt. Darauf musste sie lachen und meinte nur: „… sie haben einen Blog. Wir haben gewisse Monitorings auf solche Stichworte und Bewertungen.“.

Also erstmal: … nochmal WOW! Nicht nur das das „park inn Nürnberg“ nichts dafür kann, das ein Raucherzimmer für mich gebucht wurde und nicht nur das hier innerhalb von offenbar Stunden ein diesbezüglicher Blogeintrag, abseits der großen Plattformen wie Facebook, Holiday Check oder verschiedenen Blog-Hoster auf einem selbstgehostetem Blog gefunden und an die Leiterin des Hotels gemeldet wird: Auch die überdurchschnittlich faire und zuvorkommende Art und Weise wie diese damit umgeht (mit einer zeitnahen, problemlosen Umbelegung auf ein neues Nichtraucher-Zimmer nämlich) finde ich einfach nur krass! Sowohl technisch, wie auch von Seiten des Hotels. Also „park inn“ – Hotels? Zu 110% empfehlenswert!
Und in diesem speziellen Fall: Gleichwertig ein besonderes Dankeschön und Entschuldigung an das Nürnberger „park inn“ – Hotel auf der Sandstraße 2-8 !

Obwohl es, wie gesagt, nicht die Schuld des Hotels war, habe ich folgende Widmung im neuen Zimmer vorgefunden:

"park inn" Hotel Nürnberg - Zimmer 2 - Grussschreiben

"park inn" Hotel Nürnberg – Zimmer 2 – Grussschreiben

Ansonsten, hier noch zwei Bilder des neuen Zimmers. Es mag sein das das nur für mich so aussieht, da ich die frische Luft eines Nichtraucherzimmers zum Vergleich mit heranziehen kann, aber ich finde das die folgenden Bilder deutlich weniger Nikotin-Gelbstich haben als die im ersten Artikel 😉 :

"park inn" Hotel Nürnberg - Zimmer 2 - Fensterseite

"park inn" Hotel Nürnberg – Zimmer 2 – Fensterseite

"park inn" Hotel Nürnberg - Zimmer 2 - Türseite

"park inn" Hotel Nürnberg – Zimmer 2 – Türseite

UPDATE: Bitte diesen Artikel nicht lesen ohne darauf den zweiten Teil zu lesen!

Wie ihr ja eventuell wisst, bin ich zwischen Montag und Donnerstag abend in Nürnberg, um an der Puppet Schulung von Netaways teilzunehmen.

Das war mein erster Flug im Leben überhaupt, mit Ausnahme des einen Mals, als ich als … 10 jähriger oder so „im Reisegepäck“ meiner Mutter mit nach Griechenland geflogen bin. Der Check-In war easy und witzig: Ich habe doch glatt vergessen mein Penner-Gewürz (Tränengas) aus meiner Tasche zu nehmen und durfte das dann erstmal entsorgen gehen …  😉 Selbst schuld und sonst alles voll locker. Ich hatte einen großzügigen Puffer, also lief das alles auch stressfrei.

Der Flieger selbst sah komisch aus: Ich habe einen Riesenflieger erwartet, wo es alleine ’ne Stunde dauert, bis alle eingestiegen sind. Stattdessen sah das aber aus wie ein mit Sitzplätzen vollgestopfter Privatjet: es gab nicht so eine Schleuse, die an den Flieger rausgefahren wird und man ebenerdig zusteigt, sondern so eine typische Klapptreppe und man wurde bis vor den Flieger gefahren.
Hinter mir sass leider so ein Asi, der den Ruf von uns echten Metal-Fans leider im Rest der Bevölkerung runter reißt: Kopfhörer dauer-aufgedreht, so das er im Wartebereich des Gates vom Personal schon übel (aber angemessen) zur Sau gemacht wurde; was ihn aber keineswegs davon abgehalten hat dasselbe im Flieger wieder zu machen. Naja, was soll’s; der Flug selbst dauerte ja nur eine knappe Stunde, da kann man auch so einen kleinen Scheisser am leben lassen.

Was mich mal wieder total genervt hat war, wie sehr die Gesellschaft doch eigentlich Zombies ähnelt. Es wurden z.B. während des Fluges kleine Plastiktüten mit Saltletts – Gebäck ausgeteilt. Sofort: *knister, Knister, KNISTER …* alle packen den Scheiss aus und fangen an zu fressen; egal ob die Bock auf was zu knabbern haben, oder nicht. Es wird ausgeteilt, es ist umsonst, also: *Nom, nom* … Ich habe meine nicht angerührt: Hier der Beweis:

Meine ungeöffnete Bordnahrung

Meine ungeöffnete Bordnahrung

 

Naja, auch egal. Die Taxifahrt war cool. Die Taxifahrerin hat gemerkt das ich im vorbeifahren total fasziniert diesen … mittelalterlichen Wall mitten durch Nürnberg angesehen habe. Da hat sie mir direkt noch eine kleine Hintergrundgeschichte der Stadt und den Sehenswürdigkeiten auf dem Weg gegeben. So auch (ungefragt!) wo das Rotlichtmilleu losgeht. Das lief in etwa so: „Und da, hinter dem Wall, da sind die Puffs und … oh, wir sind da!“. Mit anderen Worten: Das Hotel ist genau an der Puffmeile.
Naja, egal. Ich hatte, gerade angekommen, noch Hunger. Also machte ich mich auf den Weg in die Stadt … tote Hose. Was eigentlich gut ist: Ich habe keinen einzigen Dönergrill oder Pizzeria gefunden! Bei uns sind die ja häufiger als Wohnhäuser … dennoch fand ich nur ein Sausalitos. Da habe ich mir direkt eine Portion Hähnchen Fajitas, zwei Weizenbier und als Absacker einen Whiskey-Cola reingezogen 🙂

Auf dem Rückweg wollte ich mir diese echt coole Mauer reinziehen. Man muss sich das so vorstellen, das Hauptstraße, Mauer und Puffmeile genau parallel verlaufen. Also bin ich einfach kurzerhand durch die Puffmeile gelaufen; wohl als einziger auf der Welt, nur um sich die Mauer reinzuziehen ;D Mannomann – ich war in total schäbigen Straßenklamotten unterwegs: Jeansjacke, Kurze Hose, T-Shirt. Und trotzdem haben die Bordsteinschwalben fast Ihre Fenster eingeschlagen, weil da mal ein nicht-Asi (ich) langkommt … arme Schweine 😛

Naja, wie auch immer. Jetzt lege ich mich mal in’s Bett und ruhe mich aus, ehe morgen der Schulungsstress losgeht. Ich hoffe ich kann hier schlafen; die Blödmänner haben mir ein Raucherzimmer gebucht … 😛 Naja, sonst scheint alles OK zu sein hier.

 

Mein (Raucher-) Zimmer im "Park Inn Nürnberg"

Mein (Raucher-) Zimmer im "Park Inn Nürnberg"

 

Mein Bad im "Park Inn Nürnberg"

Mein Bad im "Park Inn Nürnberg"

UPDATE: Bitte diesen Artikel nicht lesen ohne darauf den zweiten Teil zu lesen!

Sauber! Ich bin ja erklärter Feind des Internet Explorers von Microsoft.

Nein, liebe Bürotussies: Das ist kein Betriebssystem. Das ist auch nicht der Dateimanager „Explorer“. Das ist der Browser, der fest in Windows eingebaut ist und sich über das kleine, lustige, blaue „e“ – Symbol starten lässt. Mir ist klar, das diese Info für Sprengstoff sorgt, aber ich und sämtliche User Help Desks stimmen da in Ihrer Meinung überein. Ihr wisst schon: Das sind die Leute, die diesen Beruf richtig gelernt haben und so …

Aber ich schweife ab! Auf jeden Fall hasse ich diesen Browser! Er ist langsam, unsicher, kann nichts, behindert den User wo er kann ohne dabei auch nur das leiseste bisschen Sicherheit herzustellen, unterstützt von allen Browsern die meisten W3C-Standards nicht und führt gleichzeitig die meisten an diesem Standard vorbeigehenden eigenen Tags ein, lässt sich mit normalen Mitteln in einem Windows nur in einer einzigen Version installieren, verhält sich jedoch in jeder Version anders und bringt stets nur für eine einzige Windowsversion die Unterstützung mit. Es ist ein absoluter Krampf Webseiten zu generieren, während man Rücksicht auf den Internet Explorer nimmt. Besonders, wenn man dieses für Kunden tut, der nach wie vor Windows NT4 oder Windows 2000 benutzt und der Internet Explorer, warum auch immer, der einzige Browser ist, der in der Firma benutzt werden darf. So eine Entscheidung kann nur von völlig fachfremden oder dummen Menschen gefällt werden, da jeder der sich sachlich mit so einem Für- und Wider auseinander setzt zu einer anderen Entscheidung kommen muss!

Obwohl der Internet Explorer fest in das Betriebssystem integriert ist und man ihn ohne wichtige Funktionen seines Windows Betriebssystems zu zerstören nicht deinstallieren kann, kommt diese Malware lediglich auf einen lächerlich kleinen Marktanteil zwischen Januar und September zwischen 28,5 und 31 % (Quelle Januar , Quelle September). http://www.browser-statistik.de bietet auch einen sehr übersichtlichen Verlauf der Marktanteilentwicklung über mehrere Jahre an. Besonders interessant hierbei ist, das der Chrome Browser z.B. erst seit August 2008 geführt wird. Klar: Vorher gab es den schlicht und ergreifend nicht 😉
Ich führe ja auch selbst Zugriffsstatistiken dieses Servers mit  Piwik und AWstats. Diese bestätigen erfreulicherweise einen starken Einbruch der Internet Explorer Zahlen zugunsten „echter“ Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox oder Opera. Diese zeichnen da sogar noch ein eindeutigeres Bild dazu, wie irrelevant der Internet Explorer inzwischen ist:

Browserstatistik von zoosau.de aus AWstats vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus AWstats vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus Piwik vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus Piwik vom laufendem Monat September am 16.09.2011

In diesem Zuge fiel mir eine sehr schöne und mutige Aktion der Firma QuoTec aus Ratingen auf: Sie stellen in Ihrer aktuellen Version der Software „QuoJob“ die Unterstützung des Internet Explorers völlig ein:

QuoTec schliesst den IE aus

QuoTec schliesst den IE aus

Finde ich sehr, sehr gut!
Können wir als Webagentur leider nicht wirklich bringen, da rund 30 % nunmal in vielen Fällen 30 % von einem potentiellen Kundenstamm sind. Und in vielen Bereichen können diese Zahlen viel größer sein. Aber ich werde diesem Beispiel zumindest privat nun folgen und zusätzlich dazu, das es mich einfach passiv nicht interessiert, ob der Internet Explorer meine Seiten richtig anzeigt oder nicht, dazu übergehen für Besucher mit Internet Explorer ein Popup oder ähnliches anzeigen lassen, welches auf den Status des Internet Explorers im weltweiten Vergleich und auf meinen Seiten heutzutage eingenommen hat.

Also alles was recht ist: Die Düsseldorfer verlieren immer mehr den Bezug zur Realität. Ein Brötchen, belegt mit folgenden Zutaten:

 

  • 1 Brötchen
  • 1 Blatt Salat
  • 1 Scheibe vom geschnittenem Kochei
  • Krautsalat
  • 1 Scheibe Schlangengurke
  • 3 Hähnchenstreifen

kostet sage und schreibe 3,20 € ! Es gibt das auch in mehreren Backstuben in leicht gewandelter Form; da ist dann z.B. kein Krautsalat und keine Hähnchenstreifen drauf, dafür Thunfisch. Die Preise bewegen sich alle im gleichen Rahmen.

Ich war gestern aus Spass mal einkaufen und habe mir diese Zutaten gekauft. Ich habe nun Material für 16 Brötchen, belegt wie oben aufgelistet; lediglich das Ei fehlt und das Brötchen sind Backofen-Baguettes. Die Zutaten kosten, ausreichend für 16 solcher Brötchen (mit Überschuss):

 

Hähnchenstreifen: 3x 1,99 € = 5,97 €
Schlangengurke: 1x 0,49 € = 0,49 €
Eisbergsalat: 1x 0,69 € = 0,69 €
Krautsalat: 1x 3,59 € = 3,59 €
Ofenbaguette (4 Stk): 4x 0,35 € = 1,40 €

==========================================

Summe: 12,14 €

Geteilt durch 16 Brötchen: 0,76 € !!!

 

OK, ich habe jetzt mit den Brötchen etwas minderwertigere Zutaten gewählt als echte Brötchen (bei einigen Backstuben auch Ciabatta- oder Käsebrötchen). Jedoch kosten die Bäckereien diese Brötchensorten ja auch nicht die 70 ct. oder 1,20 €, die da ausgeschrieben stehen, sondern lediglich den Einkaufswert der ungebackenen Brötchen plus ein wenig Strom für den Backofen … Egal wie man rechnet: Man kommt nichtmal in die Region von 2 €, selbst wenn man die vollen 1,20 € für ein Käsebrötchen zu den 76 ct. dazurechnet.

 

Für 3,- € kriegt man einen guten Döner, mit warmem Fleisch, Salat, Kraut, Sossen, …. und so ein blödes Brötchen ist teurer! Ich kapiere das nicht … ich mache mir die auf jeden Fall in Zukunft mit o.g. Zutaten selber! 🙂

Jahaaa – irgendwann hat der Tennisschläger von Harley Benton (Hausmarke des Thomann Musik Versandes), im Set mit Aldi-Tüte (alias Gigbag) und iPod-Verstärker für 95,- €, halt mal ausgedient und was ordentliches muss her! Zumal das Gute preislich garnicht einmal so weit entfernt liegt, auch wenn ich in diesem Fall noch in den Genuss eines Sonderangebotes gekommen bin.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Rede ist von meiner neuen Gitarre, einer Ibanez GRGR-121 EX in schwarz.

Ibanez GRGR121EX mit Gigbag

Ibanez GRGR121EX mit Gigbag

Neu ist die nicht viel teurer als das Harley Benton Einsteigerset: Aktuell liegt sie bei 210,- €; allerdings ebenfalls mit Gigbag und Gurt. Alles was im Vergleich zum Harley Benton Einsteigerset fehlt ist ein Verstärker. Allerdings lässt sich der bei Harley Benton mitgelieferte auch nicht wirklich ohne zu kichern „Verstärker“ nennen. Der wird Produktionskosten von etwa 10-15,- € haben und „standalone“ kaufen würde sich glaube ich nicht mal ein Hartz 4 Empfänger das Teil. Dennoch rechne ich die 15,- € mal von den 95,- € ab: Sind 80,- € für Gitarre und Aldi-Tüte. Die Ibanez Gitarre ist also in etwa 130,- € teuer als das Harley Benton Model. Wenn man bedenkt, das man ohne weiteres auch 400-500,- für ein Einsteigermodell latzen kann, ist das eine gesunde und solide Verbesserung.

Achja: Und was hab ich bezahlt? 140,- €, weil ich das Instrument gebraucht gekauft habe. Normal mache ich sowas ja nicht; also: Von eBay hätte ich mir nie im Leben so ein empfindliches Teil gekauft. Aber … zum Glück , oder: leider, je nachdem, hört gerade ein guter Kumpel von mir auf Gitarre zu lernen. Und statt das die im Raum rumsteht, Staub und Rost ansetzt, habe ich sie ihm halt abgekauft 🙂 Da hat er mehr von und ich weiß, das die aus guten Händen stammt; haben wir beide was von!

Man merkt direkt, das die Ibanez um Längen besser produziert ist, wenn man die nur in die Hand nimmt. Keine Kanten, keine Grate. Es liegt sogar ein richtiges Handbuch bei, das einem genau erklärt, wie man die pflegt, neue Saiten aufzieht, wie, warum und wann man die Halsspannung nachzustellen hat (als Laie: Garnicht! 😉 Aber da sich einige „mutige“ ja so und so nicht davon abhalten lassen, ist mir lieber es wird genau beschrieben als das diese Leute blind daran herumschrauben), etc.
Was mir besonders wichtig ist: Das Teil hat keine Whammy Bar mehr! Die Harley Benton hatte eines, da ich damals ja noch nicht wusste, ob man das braucht oder nicht und wenn man sich mal ein wenig damit beschäftigt, wie so eine Gitarre aufgebaut ist, dann wird einem schnell klar, das wenn es kein hochwertiges Tremolo-System ist, diese ganze Aufhängung nichts anderes ist als eine Feder, die kontinuierlich an den Saiten zieht. Handelt es sich hier nicht im ein sehr, sehr gutes System, werden die Saiten so sehr stark belastet. Ebenso läd diese lockere, auf Federspannung stehende Technik sehr dazu ein, das sich das ganze Instrument verstellt. Mal ehrlich: Wann braucht man schon mal ’nen Tremolo?? Ja wohl zu den seltensten Gelegenheiten. Da ist es mir doch wichtiger in den 99,99% der restlichen, Tremolo-freien Zeit ein akurat gestimmtes Instrument zu haben, dem keine Saite reißt 😉
Zweitens hat das Teil endlich gescheite Pickups! Schöne Humbucker, statt der Single Coils.

Peavey VYPYR 15

Peavey VYPYR 15

Weil gerade Ausverkauf war, habe ich ihm dann auch noch seinen Verstärker abgekauft; einen Peavey VYPYR 15. Ich brauchte eh noch einen zweiten für den Keller. Der wird in der Fachpresse sehr gelobt (Soundcheck Test 0904 , Guitar Amps Review Peavey VYPYR 15), ich finde den aber nur mäßig. Der Klang mag ganz gut überzeugen, aber die Bedienbarkeit ist ganz, ganz schrecklich! Man muss sich wie früher bei „Mortal Kombat“ ganze Kaskaden von Tastenkombinationen merken um die verschiedenen Filter zu editieren. Mag sein, das der Ton, sofern man ihn mit Hilfe des Handbuches irgendwann einmal eingestellt kriegt, dann sehr überzeugend ist, aber diese schlechte Haptik ist auf jeden Fall erstmal eine Motivations- und Spassbremse.

Egal, ist eh nur mein Zweit-AMP! Primär-AMP ist ein VOX VT30. Der hat einen Mix aus synthetischen Effekten und einer echten Röhre. Zudem eigentlich dieselben Effekte wie der Peavey VYPYR und leichter einstellbar. Ein weiteres, cooles Feature des Gerätes ist, das man die Ausgangsleistung des AMPs direkt an der Abzweigung zum Lautsprecher laut und leise stellen kann. So bleiben alle Verzerrungen und Effekte erhalten, nur die Lautstärke wird angepasst. Sehr nice für das heimische üben.

Eisregen Logo

Am 29.4.2011 war ich mit meinen guten Freunden, Alex und Marina, auf dem Hexentanz Open Air am Bostalsee im Sankt Wendeler Land. … etwa 333 km weit weg – ergab einen passenden Kilometerstand als wir wieder zuhause waren 😉 Das war ein Freitag und wir haben extra frei genommen, nur um Eisregen erleben zu können.

Wir kamen auf die Sekunde (!) passend an – kaum haben wir die Taschenkontrolle passiert, eröffneten Michael Roth und seine Truppe mit den ersten Tönen den musikalischen Tag. Zwar waren sie nicht die erste Band an diesem Tage, jedoch eigentlich die einzige, weswegen wir diese Strecke auf uns genommen haben. Es war ein super Auftritt! Aber ich habe selten so ein beschissenes Publikum erlebt wie da. Diese ganze auswendig gelernte und abgeguckte, neu-Metal Scheisse wie „Circle Pits„, „Wall of Death„, etc. geht mir ja an sich schon genug auf den Sack! Wenn aber Kinder, die normal keinen Ton rauskriegen, sich nunmal vorgenommen haben auf eben diesem einen Konzert ihrer „mein Leben ist scheisse“ Melancholie zu entkommen, dann wird das noch künstlicher in die Menge gezwungen. Bei den markanten Stellen mal mitsingen oder gröhlen: Keiner! Ich war der einzige und ja: Da kommt man sich genauso blöd bei vor, als klatscht man bei einer TV Show im Publikum als einziger. Aber lauthals „WALL-OF-DEATH!!! WALL-OF-DEATH!!!“ rufen, die Menge teilen und dann: NICHTS !!!! Sowas habe ich noch nicht erlebt: Einfach NICHTS . Das Feld schließt sich unverrichteter Dinge wieder … so ein armseeliger Haufen.

Aber egal: Ich fand den Auftritt der Band spitze!

So … und dann … es folgte die wohl schlechteste Leistung von Menschen auf einer Bühne seit dem Krippenspiel im Behindertenheim zu Zeiten von Contergan: Der Auftritt von Samsas Traum !! Ich habe mir ja schon viel Scheisse angesehen und vorallem: Angehört, aber das toppte echt alles bisher da gewesene: Ich gebe zu, das ich auf den Auftritt gespannt war, da ich eine Zeit lang sehr gerne Samsas Traum gehört habe. Aber so deutlich ist mit noch niemals vor Augen geführt worden, was man scheinbar im Studio alles machen kann.
Ich bin da im nachhinein echt immernoch Fassungs- und Sprachlos: Ich hatte den beiden vorher gesagt, das bei Samsas Traum nicht alles gut ist, das man sich aber vieles gut anhören kann. ALTER: Ich sass da auf der Wiese und habe mich geschämt !!! Unglaublich …