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Mir ist es die Tage passiert, das ich auf meinem Android Handy mit Titanium Backup zwar ein Backup aller meiner Apps und Einstellungen erstellt habe, jedoch habe ich bei der Übertragung der erstellten Dateien nur den Ordner /sdcard/TitaniumBackup übertragen habe. Titanium Backup erkennt jedoch nicht automatisch das sich dort Backups befinden, wenn es diese nicht selbst erstellt hat (tatsächlich hat diese ja eine Titanium Backup Instanz auf einem anderen Gerät erstellt). Sie werden daher nicht in den Wiederherstellungsoptionen angezeigt.

Damit Titanium Backup diese erkennt, muss man in der App zu „Menü > Allgemein“ wechseln und dort „Anwendungsliste auffrischen“ wählen.

Anschließend stehen die Backups zur Verfügung.

… als wenn der Kram unter MacOSX nicht dadurch, das jeder Installer seine eigene Prozedur zur Installation mitbringt, undurchsichtig genug wäre, ist das erste Fenster welches mir angezeigt wird, nachdem ich Outlook für Mac installiert habe folgender:

Office4Mac Fail

Office4Mac Fail

Ja, welchen nehme ich denn bloß … ? Egal, haben alle keine Funktion! 😉 Und ohne diese Registrierung fällt die weitere Outlook-Erfahrung leider komplett in’s Wasser; auch Neustarten bringt nichts. Wieder einmal: Danke, Apple, für eine weitere CD teuren Software-Mülls in meinem Regal.

Jaaaa – also ich betreibe ja seit einigen Jahren diesen Server. Seit dem letzten Umzug im August 2010 läuft er unter einem bei Strato angemietetem „Dedicated Power-Server MR (v5.4)“. Dabei handelt es sich um „echte“ Hardware, nicht um ein virtualisiertes System. Schon länger reicht dieses recht spartanisch ausgestattete System nicht mehr wirklich für die Anforderungen. Aktuell laufen 8 nicht ganz inaktive Homepages auf der Maschine (keine statischen HTML Dateien: PHP Scriptseiten wie WordPress, TYPO3, phpBB Foren, etc.), er ist Mailserver für etwa 9 Domains (samt Spamfilter), berechnet Statistiken, das System selbst (Gentoo Linux -> Software wird kompiliert) will auch gewartet werden, …

Kurz: Das Teil hat einiges zu tun! Dabei war nichtmal unbedingt der Prozessor das Problem, sondern RAM und Storage. Das ganze System ist recht betagt, wie wir gleich noch sehen werden. Neben diesen Diensten mit 1 GB RAM auch noch gescheit einen MySQL Server darauf zu betreiben „geht“ technisch zwar, macht aber nicht wirklich Spass.
Es musste also ein zweiter Server als MySQL Host her. Seitdem laufen diese Seiten auf 2 Servern. Seitdem denke ich jedoch auch, das der Basis-Server nicht mehr wirklich rentabel funktioniert. Also habe ich mal die Fühler nach günstigeren Angeboten ausgestreckt. Kriterien waren dabei:

  • Speicherplatz mindestens 50 GB ( ~ 30 aktuell verwendet )
  • Möglichkeit ein Gentoo / Funtoo auf dem System installieren zu können
  • CPU und RAM mehr / schneller als aktuell
  • Preis sollte geringer sein als aktuell
  • Keine Mindestvertragslaufzeit

Ob das ganze virtuell oder physikalisch ist, ist mir dabei erstmal egal.

Ich bin also letztendlich auf die vServer der Firma netcup aufmerksam geworden. Server4You, Domain Factory und (wieder) Strato haben zwar auch atraktive Angebote, jedoch schneiden sie (für meine Anforderungen) leider „schlechter“* ab als netcup:

*:
Kurzes Vorwort zu „schlechter“: Um fair zu bleiben: Ich habe hier nur reine Zahlen aus den Angeboten verglichen. Ich habe mich nicht in jedem Angebot eingelogged und die Performance so detailiert verglichen wie zwischen netcup und Strato. Jedoch: Wenn die Anbieter die absolute Performance Ihrer Produkte in’s Feld führen möchten, sollten Sie diese Zahlen mit in die Angebote aufnehmen.
PS: @Alle Hoster: Sollte irgendwer daran interessiert sein, das ich deren Angebot hier kostenlos Re-Evaluiere: Über mein Mailformular könne Sie mir gerne unverbindliche Probezugänge zu Ihren Produkten mit der Bitte um Tests zukommen lassen 😉

  • Strato
    Das Angebot für „Dedicated Server“ ist zwar nach wie vor nahezu ungeschlagen gut was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht ( HighQ-Server XS ist sehr cool! ), jedoch hat man hier leider ( selbst als Stammkunde ) wenigstens 6 Monate Mindestvertragslaufzeit. Ebenso muss man 29,- € für die Grundeinrichtung bezahlen. Beides etwas, was ich nicht mehr möchte.
    Die vServer von Strato können (mich) da jedoch schon weniger überzeugen: Die Preise beginnen (mit powerServer A) bei 7,90 / Monat (was OK, aber mehr ist als bei netcup), der RAM beträgt nur 512 MB (statt 1 GB bei der Konkurenz), der Speicherplatz beträgt nur 25 GB (ebenfalls Markt-Schlusslicht), … nichts für mich.
  • Domain Factory / JiffyBox
    Domain Factory hat mit seinem „JiffyBox“ getauften vServer Angebot schon eine coole Sache am Start: Man meldet sich an und bezahlt erstmal nichts. Man kann in Minuten neue (v-)Server hochfahren, herunterfahren, einfrieren, löschen, klonen, … sehr cool! Man bezahlt dann nur für die Nutzung der tatsächlich genutzten Maschinen. Allerdings: Will man diese dauerhaft betreiben wird’s verhätnismäßig teuer: Selbst das günstigste Angebot kostet dann rund 14,90 € / Monat (0,02 ct pro Stunde * 744 Stunden pro Monat). Das ist für temporäre Präsenzen OK, aber auf Dauer gibt es günstigere Alternativen.
  • Server4You
    Für meine Anforderungen: Einfach zu teuer! 8,85 € / Monat für einen vServer mit 25 GB Storage: netcup ist auch hier wieder günstiger. Allerdings: Man kann deren Produkte unverbindlich 4 Tage lang testen und herausfinden, ob sie passen oder nicht. Allerdings scheidet das Angebot für mich wegen des Storage-/Preisverhältnisses aus.
  • netcup
    Ich habe mich für das Angebot vS Uranus light entschieden. Das ganze hat eigentlich alles was ich brauche, ist mit 6,99 € / Monat sehr günstig und deckt alle zuvor genannten Kriterien ab. Details folgen.

Was bei netcup sehr cool ist: Man kann das Angebot in Ruhe unter die Lupe nehmen (da monatlich kündbar). Ebenso hat man alle Zeit der Welt für eine Migration, da man für ~ 7 € / Monat ruhig mal einen bis zwei Monate diese Server parallel betreiben kann.

Für mich ist jetzt natürlich wichtig, das ich das, was bereits auf diesem Server besteht und läuft, übernehmen kann und dabei nichts merkbar langsamer wird. Also habe ich einmal einen Benchmark der beiden Systeme in den für mich relevanten Bereichen durchgeführt:

  1. Storage-Performance
  2. RAM-Performance
  3. CPU-Performance

Um dieses zu messen, habe ich auf dem aktuellen Server alle Dienste beendet (was die Downtime zwischen 15 und 23 Uhr am 01.04.2012 erklärt) und auf diesem wie dem netcup-System die folgenden Tests durchgeführt:

Im folgenden die Ergebnisse.
Zunächst einmal ein reiner Listenleistung-Vergleich:

Strato netcup
RAM
Typ DDR2 133 Unbekannt
Menge 1 GB 1 GB
HDD
Typ Hitachi HDT725025VLA380 Unbekannt
Größe 250 GB 80 GB
CPU
Typ AMD Opteron 1210 HE Intel Xeon CPU E5620
Anzahl 1×2 Cores (2) 4×4 Cores (16)
Geschwindigkeit (Liste) 1,8 GHz 2,5 GHz
Preis
29,90 € 6,99 €

HDD ist zwar bei netcup deutlich kleiner als beim aktuellen Stratovertrag, aber für meine Anforderungen ausreichend.
Alles andere sieht laut Liste deutlich besser aus. OK, fairer weise muss man sagen, das das aktuelle Strato Angebot besser ist (HighQ-Server XS), aber für mich halt nicht so leicht zu wechseln wie zu netcup. Weder kann ich so lange günstig parallel fahren wie bei netcup, noch sehe ich die Notwendigkeit weiterhin monatlich fast 30 € zu bezahlen, wo es rund 7 € auch tun. So viel ist „Platz nach oben“ nun im privatem Sektor auch wieder nicht wert.

Kommen wir zu den Messergebnissen:

Als Messgrundlage dienen dd , bonnie++ (v1.96) und sysbench (v0.4.10).

Die ausgeführten Kommandos lauten:

  • sysbench –test=memory –memory-scope=$scope –memory-oper=$operation –memory-access-mode=$accessmode run
  • sysbench –test=cpu –num-threads=$numthreads –cpu-max-prime=20000 run
  • dd if=/dev/urandom of=benchfile bs=1024K count=1024
  • bonnie++ -u root | bon_csv2html

Die mit „$“-vorangestellten Werte zu sysbench findet man in folgender Tabelle nebst Ergebnissen:

Strato netcup
sysbench – RAM
$scope=global, $operation=read, $accessmode=seq 839.4359s 36.9148s
$scope=global, $operation=read, $accessmode=rnd 839.9471s 39.1572s
$scope=global, $operation=write, $accessmode=seq 869.6518s 66.8758s
$scope=global, $operation=write, $accessmode=rnd 848.0943s 41.8068s
$scope=local, $operation=read, $accessmode=seq 837.1526s 37.4726s
$scope=local, $operation=read, $accessmode=rnd 849.7811s 38.9301s
$scope=local, $operation=write, $accessmode=seq 877.9626s 67.3201s
$scope=local, $operation=write, $accessmode=rnd 852.2366s 40.9074s
sysbench – CPU
$numthreads=2 60.5573s 20.1742s
$numthreads=16 n/a 4.2365s

Wir sehen also schonmal zum Thema CPU und RAM: Das netcup vServer – System hat hier klar die Nase vorn! Der RAM ist rund 20x schneller als der des Strato-Systems und die CPU ist bei der Berechnung von Primzahlen bei „nur“ 2 von 16 möglichen, parallelen Threads ebenfalls etwa 3x schneller. Gesteht man der Primzahlenberechnung die zur Verfügung stehenden 16 parallelen Threads zu, ist sie beim netcup-System gar ca. 15x schneller.

Im Bereich RAM und CPU also klarer Sieger: netcup vServer!

Schaut man sich an wie lange es dauert eine 1GB große Datei wegschreiben zu lassen gewinnt hingegen klar das Strato-System:

Strato netcup
dd – Benchmark
dd if=/dev/urandom of=benchfile bs=1024K count=1024 140 Sekunden 245 Sekunden

Der dd-Test zeigt eine Schreibperformance beim Strato-System, die rund 1,75x so schnell ist wie die des netcup vServers. Klar, das ist ein sehr realitätsferner Test, aber es folgt noch ein Test mit bonnie++, welcher diesen Eindruck unterstreicht:

Version 1.96 Sequential Output Sequential Input Random
Seeks
Sequential Create Random Create
Size Per Char Block Rewrite Per Char Block Num Files Create Read Delete Create Read Delete
K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU
netcup vServer
2G 559 95 118663 23 130356 15 2958 97 3083240 98 11990 168 16 86 0 +++++ +++ 92 0 1986 15 +++++ +++ 8211 58
Latency 33601us 6533us 14883us 15201us 3187us 5198us Latency 14321us 915us 73617us 1517ms 1302us 26563us

 

Version 1.96 Sequential Output Sequential Input Random
Seeks
Sequential Create Random Create
Size Per Char Block Rewrite Per Char Block Num Files Create Read Delete Create Read Delete
K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU K/sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU /sec % CPU
Strato Server
2G 276 99 50075 20 31729 14 1207 98 73802 15 411.0 10 16 16859 66 +++++ +++ 23837 73 18097 75 +++++ +++ 23827 73
Latency 50975us 1783ms 968ms 20773us 44806us 375ms Latency 11620us 2495us 2336us 307us 27us 356us

In puncto Storage hat also sowohl in Größe wie in Geschwindigkeit das (nicht-virtuelle) Strato-System klar die Nase vorn.

Wie sieht das ganze bei einem etwas realitätsnäherem Test aus? Zum Vergleich habe ich einmal den Gnu C Compiler (gcc) in Version 4.5.3 auf beiden Systemen kompiliert. Hier die Ergebnisse:

Strato netcup
Gnu C Compiler Kompilierung – Benchmark
Kompileren (emerge =sys-devel/gcc-4.5.3) 57m57.791s 24m55.387s

Ergo: Das netcup System ist hierbei gut doppelt so schnell.

Da das Ganze ja nun doch recht I/O – lastig werden wird, bin ich mir noch nicht ganz sicher ob das wirklich die richtige Entscheidung ist, das bestehende System gegen dieses netcup vServer System zu ersetzen. Wir werden sehen.

Soweit zumindest schonmal meine Analyse 🙂

Wie immer bin ich für Kritik offen und dankbar.

Ich habe mir vergangene Woche das aktuelle Video-Training zu TYPO3 vom Galileo Computing Verlag namens „TYPO3 4.5 – Das umfassende Training“ bestellt und erhalten. Da das erste Video-Training zu 4.0 von Thomas Kötter ziemlich gut war, dachte ich man könne damit nichts falsch machen. TYPO3 4.0 ist vom Handling und daher wo man die einzelnen Einstellungen findet nunmal inzwischen eine ganz andere Sache als bei TYPO3 4.5. Von daher war es einfach mal Zeit das Wissen und die private Bibliothek aufzufrischen. Hinzu kommt noch, das das Werk von Thomas Kötter ein „Einstieg in TYPO3“ war und mit dem aktuell vorliegendem Erzeugnis ein „Umfassendes Training“ angeboten wird. „Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen„, dachte ich mir also.

Nun, da ich mir die erste halbe Stunde des neuen Video-Trainings angesehen habe, kann ich einfach nicht mehr weiter schauen! Der Inhalt mag ja ganz OK sein und auch vieles abdecken und vom Handwerkszeug her richtig und OK sein. Aber ich kann dem Sprecher einfach nicht mehr länger zuhören! Das ganze ist dermaßen hölzern gesprochen, gedehnt, voller Pausen an unpassendsten Stellen, das ich glaube wenn das anders gemacht worden wäre, müsste Galileo Computing eine Laufzeit von 8 statt 12 Stunden auf die Packung drucken.
Das fand ich sehr schade, da das Material an sich eigentlich ganz gut war. Nur was soll ich machen? Lautlos kann man dem ganzen nicht folgen. Evtl. empfinde ja auch nur ich das als so störend. Wie auch immer: Ich habe das zurück geschickt.

Jedenfalls hatte ich daher die  Idee, einfach selbst ein freies Video-Tutorial auf Youtube anzufangen! Ich bin mir ziemlich sicher, das das nicht besser werden wird, zumal mir selbstverständlich dieselben Skills von professionellen Sprechern abgehen und die Video- und Tonerzeugnisse natürlich nicht professionell aufgenommen und gemastert werden, jedoch verlange ich dafür auch keine 40 € !

Ihr findet das ganze auf meinem Youtube Channel. Bisher ist da erst ein einziges Intro Video, was eigentlich nicht mehr zeigt als mich, der genau diese Punkte so noch einmal erzählt, aber ich hoffe das ich da in den kommenden Wochen immer mehr hinzufügen kann.

Über Kommentare, konstruktive Kritik und Vorschläge würde ich mich freuen 🙂

Sauber! Ich bin ja erklärter Feind des Internet Explorers von Microsoft.

Nein, liebe Bürotussies: Das ist kein Betriebssystem. Das ist auch nicht der Dateimanager „Explorer“. Das ist der Browser, der fest in Windows eingebaut ist und sich über das kleine, lustige, blaue „e“ – Symbol starten lässt. Mir ist klar, das diese Info für Sprengstoff sorgt, aber ich und sämtliche User Help Desks stimmen da in Ihrer Meinung überein. Ihr wisst schon: Das sind die Leute, die diesen Beruf richtig gelernt haben und so …

Aber ich schweife ab! Auf jeden Fall hasse ich diesen Browser! Er ist langsam, unsicher, kann nichts, behindert den User wo er kann ohne dabei auch nur das leiseste bisschen Sicherheit herzustellen, unterstützt von allen Browsern die meisten W3C-Standards nicht und führt gleichzeitig die meisten an diesem Standard vorbeigehenden eigenen Tags ein, lässt sich mit normalen Mitteln in einem Windows nur in einer einzigen Version installieren, verhält sich jedoch in jeder Version anders und bringt stets nur für eine einzige Windowsversion die Unterstützung mit. Es ist ein absoluter Krampf Webseiten zu generieren, während man Rücksicht auf den Internet Explorer nimmt. Besonders, wenn man dieses für Kunden tut, der nach wie vor Windows NT4 oder Windows 2000 benutzt und der Internet Explorer, warum auch immer, der einzige Browser ist, der in der Firma benutzt werden darf. So eine Entscheidung kann nur von völlig fachfremden oder dummen Menschen gefällt werden, da jeder der sich sachlich mit so einem Für- und Wider auseinander setzt zu einer anderen Entscheidung kommen muss!

Obwohl der Internet Explorer fest in das Betriebssystem integriert ist und man ihn ohne wichtige Funktionen seines Windows Betriebssystems zu zerstören nicht deinstallieren kann, kommt diese Malware lediglich auf einen lächerlich kleinen Marktanteil zwischen Januar und September zwischen 28,5 und 31 % (Quelle Januar , Quelle September). http://www.browser-statistik.de bietet auch einen sehr übersichtlichen Verlauf der Marktanteilentwicklung über mehrere Jahre an. Besonders interessant hierbei ist, das der Chrome Browser z.B. erst seit August 2008 geführt wird. Klar: Vorher gab es den schlicht und ergreifend nicht 😉
Ich führe ja auch selbst Zugriffsstatistiken dieses Servers mit  Piwik und AWstats. Diese bestätigen erfreulicherweise einen starken Einbruch der Internet Explorer Zahlen zugunsten „echter“ Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox oder Opera. Diese zeichnen da sogar noch ein eindeutigeres Bild dazu, wie irrelevant der Internet Explorer inzwischen ist:

Browserstatistik von zoosau.de aus AWstats vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus AWstats vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus Piwik vom laufendem Monat September am 16.09.2011

Browserstatistik von zoosau.de aus Piwik vom laufendem Monat September am 16.09.2011

In diesem Zuge fiel mir eine sehr schöne und mutige Aktion der Firma QuoTec aus Ratingen auf: Sie stellen in Ihrer aktuellen Version der Software „QuoJob“ die Unterstützung des Internet Explorers völlig ein:

QuoTec schliesst den IE aus

QuoTec schliesst den IE aus

Finde ich sehr, sehr gut!
Können wir als Webagentur leider nicht wirklich bringen, da rund 30 % nunmal in vielen Fällen 30 % von einem potentiellen Kundenstamm sind. Und in vielen Bereichen können diese Zahlen viel größer sein. Aber ich werde diesem Beispiel zumindest privat nun folgen und zusätzlich dazu, das es mich einfach passiv nicht interessiert, ob der Internet Explorer meine Seiten richtig anzeigt oder nicht, dazu übergehen für Besucher mit Internet Explorer ein Popup oder ähnliches anzeigen lassen, welches auf den Status des Internet Explorers im weltweiten Vergleich und auf meinen Seiten heutzutage eingenommen hat.

Irgendwie sind wir Menschen ja schon bei Zeiten etwas komisch gestrickt: Wir wollen uns zum Beispiel ein neues Auto kaufen, sind uns den Vorzügen der Neuanschaffung völlig bewusst und wägen das Für und Wider dieser Entscheidung sorgfältig ab. Doch wenn wir uns schließlich zu diesem Schritt entschlossen haben und uns vom alten Wagen trennen sollen, werden wir sentimental und lassen uns von Emotionen plagen, die einem fast das Gefühl geben man gibt ein lieb gewonnenes Familienmitglied in fremde Hände, bzw. gibt ihm den Gnadenschuss. Vergessen sind plötzlich die letzten vierstelligen Rechnungen für Verschleißreparaturen; wir haben ein schlechtes Gewissen gegenüber einer Sache und empfinden sogar Trauer. Da hilft einem auch die Erkenntnis, wie unsinnig solche Gefühle sind, nicht wirklich weiter.

Ähnliches habe ich eben beim letzten einloggen in die alte „Zoosau“ empfunden. zoosau.de war meine erste, eigene Domain. Ich habe sie seit 2003, also inzwischen über 7 Jahre. Zunächst lief sie ca. 2 oder 3 Jahre auf einem vServer von „Server4You“. Bereits für diesen Server bürgerte sich der Name „die Zoosau“ ein. „Ich lad’s dir nachher auf die Zoosau!“ – Solche und ähnliche Sätze machten dann im IRC Stammchannel und der Berufsschule die Runde. Dieser Name hat sich inzwischen sogar im professionellen Umfeld meiner Arbeitsstelle etabliert – jeder weiß was gemeint ist und keinem Stößt dieser Name mehr sauer auf. 😉
Auf diesem vServer stieß ich jedoch sehr schnell an dessen Grenzen. Schließlich konnte man ja nichtmal einen neuen Kernel kompilieren, da dieser mit closed source – Patches versehen war um auf der Virtualisierungsplattform laufen zu können. Sofern man seinen Server ordnungsgemäß gewartet und aktualisiert hat, füllten die Updates auch schnell ca. 1/4 der gesamten Festplattenkapazität, da die zugrunde liegende Virtualisierungsplattform nur „originale“ Dateien nicht von dem zur Verfügung stehenden Speicherplatz abgezogen hat. Kaum hat man ein Paket aktualisiert, war dieser Speicherplatz auf einmal „mehr“ belegt. Hat ein Paket von 1 MB Größe also ein älteres von 1 MB Größe überschrieben und hatte man zuvor … sagen wir 100 MB frei, so hatte man nach diesem Update nur noch 99 MB frei. Klingt komisch, war aber so!
Seit ca. 2006 bis heute bestand also „die Zoosau“ in der aktuellen Form eines Debian 4.0 Servers auf echter (wenn auch alter) Hardware. Was zunächst als reine Homepage-Maschine begonnen hat, hat sich auf diesem System schnell zu einer immer weiter wachsenden Spielwiese entwickelt, auf der ich ungeheuer viel gelernt habe. Jeden Tag kam ein wenig mehr zum Funktionsportfolio hinzu. Zu Mails, die per fetchmail auf den Server von meinen Freemail-Accounts geholt und gesammelt wurden, kamen schnell eigene Mailaccounts auf dem Server, die direkt angesteuert werden konnten. Zum lesen der Mails auf der Shell kamen schnell die Möglichkeiten diese per IMAP und Webmailer zu lesen. Ein Spamfilter, Datenbanken, Backupsysteme (dessen Konzept ich auf der Bacula Konferenz 2009 in Köln sogar als Gastredner präsentieren durfte (Präsentationsunterlagen Bacula Konferenz 2009 von Marc Richter fa. Marketing Factory Consulting GmbH – Punkt „Vorstellung der Lösung für extern gehostete (z.B. vServer) mit FTP – Backupspace“)), Monitoring der Last, Zugriffsstatistiken, etc. sollten folgen. Alle diese Themen konnte ich hier nicht nur nach 0815 – Schema „mal eben installieren“ sondern konnte mir stets die Zeit lassen, diese Programme wirklich zu verstehen; sowohl was die Funktion, wie auch was die Bedienung und Implementation angeht.
Um es kurz zu machen: In diesem System steckt mein ganzes KnowHow und auch ein Teil Herzblut. Fast alles was ich heute kann, habe ich hier gelernt. Zudem stellt es für mich so eine Art IT-Utopia dar, welches mir stets zum Vorbild und als Maßstab für weitere Systeme gereicht. In den nunmehr über 4 Jahren Dauerbetrieb komme ich (ohne die jüngsten Migrations-Downtimes) auf weniger als 2 Stunden kummulierte Ausfallzeit, trotz stetigem basteln im Hintergrund.

Inzwischen laufen insgesamt 8 produktive Seiten auf diesem Server. Mit allen Metadiensten wie Statistiken, Backups, etc. lief das System jedoch schon lange auf einer durchschnittlichen Load von ca. 0,8 . Zudem boten neue Server-Pakete für denselben Preis schlichtweg inzwischen … mehr: mehr Platz, mehr Inklusivtraffic, mehrere CPU-Kerne, schnellere CPU-Kerne, mehr RAM, etc. Last but not Least ist Debian 4.0 stable ja nun nicht mehr der jüngste Kandidat auf dem Markt, so das ich immer öfter, um an aktuellere Versionen einer Software zu kommen, händisch kompilieren musste. Und mit jedem Paket, welches ich so jenseits des Paketmanagements warten musste, wuchs der Aufwand, da man ja trotzdem auf aktuelle Sicherheitsprobleme Rücksicht nehmen muss (jajaja, man kann ja auch das testing oder unstable – Release nehmen oder gar mischen. Habe ich aber nie gute Erfahrungen mit gemacht).

Als ich mich eben um ca. 19.43 Uhr auf der alten Zoosau eingelogged habe, hatte ich schon ein komisches Gefühl und schlechtes Gewissen, da ich wusste, das ich das System, was mir jahrelang treue Dienste geleistet hat und auf dem ich eine Menge Spaß hatte, gleich binnen Sekunden zerstören werde.
Einmal eingelogged, habe ich zunächst alle persönlichen Daten gelöscht. Anschließend habe ich um 19.47 Uhr folgende „Schleife-of-Death“ losgetreten:

Da bleibt wohl nicht viel über … :'(
Tut mir irgendwie in der Seele weh. Zumal wenn ich sehe, das das ganze inzwischen schon 1 Stunde, 23 Minuten läuft und das System immer noch tapfer auf Pings reagiert.

Abschied von der alten Zoosau - h1322702

Abschied von der alten Zoosau – h1322702

1: Hier läuft die „Schleife of Death“
2: Hier antwortet das System immer noch tapfer auf Pings
3: Im Schatten der alten Zoosau, steht hier bereits die neue Zoosau Gewehr bei Fuß

Schon blöd – selbst wenn man sich das Auto, was unmittelbar nach dem eigenen vom Band gerollt ist, als Ersatz für das eigene kauft, fühlt man sich dennoch darin fremd und merkt, das es nicht dasselbe ist.
Ich habe jetzt alle Dienste übertragen, alle Dateien kopiert. Ja, sogar funktionieren tut alles. Schneller als vorher. Und dennoch fällt mir der Abschied schwer.

Naja, nun ist’s eh zu spät.
Auf zum letzten Shutdown – sofern das System den überhaupt noch hinbekommt 😉

Der Server, auf dem unter vielen anderen Seiten und Diensten, auch dieses Blog hier läuft, wird in den kommenden Tagen umgezogen. Zum einen sagt mir die aktuelle Linux-Distribution nicht mehr zu, zum anderen bietet mein Provider nach über 4 Jahren, in denen dieser Server in der aktuellen Form bereits besteht, für’s gleiche Geld inzwischen Server mit der doppelten Leistung und Ausstattung an. Die Gelegenheit ist also günstig.

Aktuell bereite ich im Hintergrund bereits das neue System vor. Wenn dieses soweit finalisiert wurde, wird es eine mehr oder weniger kurze Downtime geben, in der die Seiten umziehen. Entgegen dem professionellen Seitenhosting kann ich mir auf diesen Privatseiten ja bequem den Luxus gönnen und sagen: „It’s done, when it’s done!“ 😉

Ich weiß, das diese Seite mal nicht erreichbar sein könnte, trifft tausende da draußen schwer. .. , aber die Berufsehre gebietet es mir irgendwie diese erste Downtime über mehr als 5 Minuten überhaupt nach über 4 Jahren als geplant anzukündigen 😉