Ärger mit meinem Vermieter

Am Donnerstag habe ich einen dreiseitiges Einschreiben an meinen Vermieter, die GAGFAH GROUP, verschickt.
Ich hatte zwischen Juni und Juli diesen Jahres bereits schon einmal einen scheinbar nicht enden wollenden Kampf mit der Gesellschaft, in dem es um die zugesicherte Beteiligung an den Kosten für meine Fußböden nach dem Einzug ging. Soweit ich informiert war, ist es unzulässig eine Wohnung ohne irgend eine Form von wohnbarem Boden zu vermieten. Sprich: Reiner Estricht. Genau das wurde jedoch gemacht. Als ich erstmals telefonisch auf das Thema zu sprechen kam, wurde erstmal generell verneint. Es würden keine Kosten übernommen. Als ich durch die Erwähnung der o.g. mir bekannten Rechtslage zu sprechen kam, wurde jedoch ziemlich schnell eingelenkt: Mir wurde eine Beteiligung i.H.v. 5,- € pro m² zugesagt. Ob das der richtige Satz ist weiß ich nicht. Ich war damit aber einverstanden und wollte nur nicht auf allen Kosten alleine sitzen bleiben und nahm an.
Nachdem ich mehrere Wochen telefonisch vertröstet wurde, begann ich Briefe zu schreiben. Als hierauf überhaupt nicht reagiert wurde, wurden es Einschreiben. Man soll es nicht glauben, doch auch hierauf wurde zunächst kaum reagiert! Zumindest nicht ohne telefonisch noch einmal auf das Schreiben hinzuweisen und auch nicht ohne die Ankündigung, die bestehende Einzugsermächtigung für die Miete zu kündigen und die Ausstehende Zahlung von der Miete abzuziehen.
Neben der Kostenübername für die Böden habe ich damals (im juni/Juli!) darauf hingewiesen, das nach wie vor meine Wohnungstür nicht, wie vor dem Einzug abgesprochen, erneuert wurde. Sie wurde bereits vor meiner Zeit einmal aufgebrochen (Spuren sind deutlich sichtbar). Außerdem ist sie total verzogen und kein bisschen isoliert. Es liegt direkt Holztür auf Holzrahmen auf. Kein Dichtungsgummi oder ähnliches ist vorhanden. Es zieht und ich höre jeden Laut aus dem Treppenhaus.
Daher habe ich in demselben Schreiben, in dem ich die Kostenbeteiligung für die Böden eingefordert habe, bereits damals angedroht, das sofern dieser Mangel (neben weiteren Kleinigkeiten) nicht bis "zu den kalten Monaten" (die wir im November zweifelsfrei haben) behoben sein sollte, ich endgültig die Einzugsermächtigung kündigen und eine Mietminderung wegen der erhöhten Heizkosten und der kalten Zugluft ansetzen werde.

Bis heute wurde hierzu weder eine Aussage getroffen, noch reagiert.
Daher habe ich die sanften Wege dieses Mal direkt ausgelassen und direkt per Einschreiben angekündigt, das wenn das nicht bis Ende Dezember erledigt ist, ich die Miete dauerhaft mindern werde, bis alle ausstehenden Mängel beseitigt worden sind.

Was mich so sauer macht ist, das ich bis heute nicht ein einziges Schriftstück hierzu erhalten habe. Die GAGFAH macht sich ja nichtmal die Mühe der Forderung zu wiedersprechen; sie wird einfach ignoriert. Das finde ich unglaublich!

Die GAGFAH stand ja schon öfter negativ in der Presse. Daher und aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen bisher fahre ich dieses Mal direkt mit Einschreiben und Mietminderungsankündigung auf.
Ich würde mir das gerne ersparen, da ich eigentlich für 450,- € pro Monat erwarten kann, das die Wohnung instand gehalten wird. Ich will ja nicht gerade goldene Wasserhähne oder so. Aber das über ein halbes Jahr nach dem Einzug die zugesicherten Arbeiten nicht mal terminiert oder erwähnt wurden, muss ich mir glaube ich spätestens nicht mehr gefallen lassen.

Für mich ist es auch deswegen schwer nachzuvollziehen, da alle ausstehenden Arbeiten nicht für mich direkt und exklusiv sind, sondern grundlegende Voraussetzungen sind um den Wert ihres Eigentums zu erhalten.

Neben Opel und den Banken mal wieder ein wunderbares Beispiel dafür, wieso ausländische Firmen in Deutschland ansässige Firmen nicht erwerben dürfen sollten. Die werden in Krisenzeiten doch nur zum ausschlachten genommen und wer darf's ausbaden? Steuerzahler und scheinbar auch die Mieter ...

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