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Abschied von der alten Zoosau
Irgendwie sind wir Menschen ja schon bei Zeiten etwas komisch gestrickt: Wir wollen uns zum Beispiel ein neues Auto kaufen, sind uns den Vorzügen der Neuanschaffung völlig bewusst und wägen das Für und Wider dieser Entscheidung sorgfältig ab. Doch wenn wir uns schließlich zu diesem Schritt entschlossen haben und uns vom alten Wagen trennen sollen, werden wir sentimental und lassen uns von Emotionen plagen, die einem fast das Gefühl geben man gibt ein lieb gewonnenes Familienmitglied in fremde Hände, bzw. gibt ihm den Gnadenschuss. Vergessen sind plötzlich die letzten vierstelligen Rechnungen für Verschleißreparaturen; wir haben ein schlechtes Gewissen gegenüber einer Sache und empfinden sogar Trauer. Da hilft einem auch die Erkenntnis, wie unsinnig solche Gefühle sind, nicht wirklich weiter.
Ähnliches habe ich eben beim letzten einloggen in die alte “Zoosau” empfunden. zoosau.de war meine erste, eigene Domain. Ich habe sie seit 2003, also inzwischen über 7 Jahre. Zunächst lief sie ca. 2 oder 3 Jahre auf einem vServer von “Server4You”. Bereits für diesen Server bürgerte sich der Name “die Zoosau” ein. “Ich lad’s dir nachher auf die Zoosau!” – Solche und ähnliche Sätze machten dann im IRC Stammchannel und der Berufsschule die Runde. Dieser Name hat sich inzwischen sogar im professionellen Umfeld meiner Arbeitsstelle etabliert – jeder weiß was gemeint ist und keinem Stößt dieser Name mehr sauer auf. ![]()
Auf diesem vServer stieß ich jedoch sehr schnell an dessen Grenzen. Schließlich konnte man ja nichtmal einen neuen Kernel kompilieren, da dieser mit closed source – Patches versehen war um auf der Virtualisierungsplattform laufen zu können. Sofern man seinen Server ordnungsgemäß gewartet und aktualisiert hat, füllten die Updates auch schnell ca. 1/4 der gesamten Festplattenkapazität, da die zugrunde liegende Virtualisierungsplattform nur “originale” Dateien nicht von dem zur Verfügung stehenden Speicherplatz abgezogen hat. Kaum hat man ein Paket aktualisiert, war dieser Speicherplatz auf einmal “mehr” belegt. Hat ein Paket von 1 MB Größe also ein älteres von 1 MB Größe überschrieben und hatte man zuvor … sagen wir 100 MB frei, so hatte man nach diesem Update nur noch 99 MB frei. Klingt komisch, war aber so!
Seit ca. 2006 bis heute bestand also “die Zoosau” in der aktuellen Form eines Debian 4.0 Servers auf echter (wenn auch alter) Hardware. Was zunächst als reine Homepage-Maschine begonnen hat, hat sich auf diesem System schnell zu einer immer weiter wachsenden Spielwiese entwickelt, auf der ich ungeheuer viel gelernt habe. Jeden Tag kam ein wenig mehr zum Funktionsportfolio hinzu. Zu Mails, die per fetchmail auf den Server von meinen Freemail-Accounts geholt und gesammelt wurden, kamen schnell eigene Mailaccounts auf dem Server, die direkt angesteuert werden konnten. Zum lesen der Mails auf der Shell kamen schnell die Möglichkeiten diese per IMAP und Webmailer zu lesen. Ein Spamfilter, Datenbanken, Backupsysteme (dessen Konzept ich auf der Bacula Konferenz 2009 in Köln sogar als Gastredner präsentieren durfte (Präsentationsunterlagen Bacula Konferenz 2009 von Marc Richter fa. Marketing Factory Consulting GmbH – Punkt “Vorstellung der Lösung für extern gehostete (z.B. vServer) mit FTP – Backupspace”)), Monitoring der Last, Zugriffsstatistiken, etc. sollten folgen. Alle diese Themen konnte ich hier nicht nur nach 0815 – Schema “mal eben installieren” sondern konnte mir stets die Zeit lassen, diese Programme wirklich zu verstehen; sowohl was die Funktion, wie auch was die Bedienung und Implementation angeht.
Um es kurz zu machen: In diesem System steckt mein ganzes KnowHow und auch ein Teil Herzblut. Fast alles was ich heute kann, habe ich hier gelernt. Zudem stellt es für mich so eine Art IT-Utopia dar, welches mir stets zum Vorbild und als Maßstab für weitere Systeme gereicht. In den nunmehr über 4 Jahren Dauerbetrieb komme ich (ohne die jüngsten Migrations-Downtimes) auf weniger als 2 Stunden kummulierte Ausfallzeit, trotz stetigem basteln im Hintergrund.
Inzwischen laufen insgesamt 8 produktive Seiten auf diesem Server. Mit allen Metadiensten wie Statistiken, Backups, etc. lief das System jedoch schon lange auf einer durchschnittlichen Load von ca. 0,8 . Zudem boten neue Server-Pakete für denselben Preis schlichtweg inzwischen … mehr: mehr Platz, mehr Inklusivtraffic, mehrere CPU-Kerne, schnellere CPU-Kerne, mehr RAM, etc. Last but not Least ist Debian 4.0 stable ja nun nicht mehr der jüngste Kandidat auf dem Markt, so das ich immer öfter, um an aktuellere Versionen einer Software zu kommen, händisch kompilieren musste. Und mit jedem Paket, welches ich so jenseits des Paketmanagements warten musste, wuchs der Aufwand, da man ja trotzdem auf aktuelle Sicherheitsprobleme Rücksicht nehmen muss (jajaja, man kann ja auch das testing oder unstable – Release nehmen oder gar mischen. Habe ich aber nie gute Erfahrungen mit gemacht).
Als ich mich eben um ca. 19.43 Uhr auf der alten Zoosau eingelogged habe, hatte ich schon ein komisches Gefühl und schlechtes Gewissen, da ich wusste, das ich das System, was mir jahrelang treue Dienste geleistet hat und auf dem ich eine Menge Spaß hatte, gleich binnen Sekunden zerstören werde.
Einmal eingelogged, habe ich zunächst alle persönlichen Daten gelöscht. Anschließend habe ich um 19.47 Uhr folgende “Schleife-of-Death” losgetreten:
while [ 1 -gt 0 ]; do dd if=/dev/urandom of=/dev/hda done
Da bleibt wohl nicht viel über … :’(
Tut mir irgendwie in der Seele weh. Zumal wenn ich sehe, das das ganze inzwischen schon 1 Stunde, 23 Minuten läuft und das System immer noch tapfer auf Pings reagiert.
1: Hier läuft die “Schleife of Death”
2: Hier antwortet das System immer noch tapfer auf Pings
3: Im Schatten der alten Zoosau, steht hier bereits die neue Zoosau Gewehr bei Fuß
Schon blöd – selbst wenn man sich das Auto, was unmittelbar nach dem eigenen vom Band gerollt ist, als Ersatz für das eigene kauft, fühlt man sich dennoch darin fremd und merkt, das es nicht dasselbe ist.
Ich habe jetzt alle Dienste übertragen, alle Dateien kopiert. Ja, sogar funktionieren tut alles. Schneller als vorher. Und dennoch fällt mir der Abschied schwer.
Naja, nun ist’s eh zu spät.
Auf zum letzten Shutdown – sofern das System den überhaupt noch hinbekommt
WordPress und Plugins automatisch aktualisieren ohne den FTP-Dialog
Ich dachte lange Zeit das Verhalten von WordPress, nach einem Klick auf “automatisch aktualisieren” (Siehe Bild 1 – “automatisch aktualisieren ohne korrekte Rechte“) einen Dialog einzublenden, in dem man FTP-Zugangsdaten eingeben muss um das zuvor am PC heruntergeladene ZIP-Archiv mit der neuen Pluginversion auf seinen Server hochzuladen (Siehe Bild 2 – “FTP-Abfragemaske”), seie der Standard und die einzige Methode, die diese Funktion anbietet, um ein Plugin auf eine neue Version zu aktualisieren. War für mich natürlich extrem blöd, da ich gar keinen FTP Dienst hier auf meinem Server benötige. Was ich hoch- und herunterladen möchte, transferiere ich per SCP. Ein Einfallstor weniger, deutlich sicherer da von Haus aus verschlüsselt und solche Features wie Up-/Downloadquota benötige ich ohnehin nicht.
Das dieses die einzige Methode ist ist jedoch garnicht der Fall! Ja, nicht einmal um die Standardvariante handelt es sich; das ganze ist schon eine Fallback-Funktion. Hat man sein WordPress richtig konfiguriert, wird man garnicht nach FTP Zugangsdaten gefragt, sondern WordPress läd die Datei selbstständig von der WordPress-Seite des Plugins herunter, deaktiviert es, überschreibt die alte Version mit der neuen und aktiviert diese anschließend wieder. Es hält sich somit an seine eigenen Empfehlungen und könnte komfortabler nicht sein.
Warum klappt es jedoch bei so vielen nicht und wieso können einem auf Nachfrage die meisten Experten nichtmal sagen warum beim einen das Autoupdate und beim anderen die FTP-Datenabfrage kommt? Die Antwort auf die zweite Frage habe ich selber nicht parat, aber die Antwort auf die erste versuche ich im folgendem zu geben und versuche das ganze so leicht verständlich wie möglich zu halten.
Der Webserver ist an sich auch nur ein Programm, welches als ein bestimmter User läuft. Der Webserver darf also auch immer nur auf genau die Ressourcen zugreifen (und mit den entsprechenden Rechten), wie es ein User auf der Shell, der als dieser User angemeldet ist, auch dürfte. Als welcher User/Gruppe der Webserver laufen soll, legt man beispielsweise beim Apache mit den Optionen “User” und “Group” fest. Im folgenden gehe ich exemplarisch davon aus, das es sich hierbei bei beidem um “apache2″ handelt.
Dementsprechend muss ein Verzeichnis in dem der Webserver Dateien ablegen, verändern oder entfernen soll, auch mit den entsprechenden Rechten für diesen User versehen werden. Für WordPress’ Plugins wäre dieses das Verzeichnis “wp-content/plugins/“. Selbstverständlich muss der User apache2 in diesem, sowie dessen Unterverzeichnisse für Dateien mindestens 644 und für Verzeichnisse mindestens 755 Rechte haben. Selbiges gilt jedoch natürlich für alle anderen Verzeichnisse, in denen der Webserver Daten ändern können muss, wie “wp-content/themes” oder “wp-content/uploads” gleichermaßen.
Jedoch war dieses immer schon so bei mir, und dennoch habe ich den zuvor genannten FTP-Datenabfrage – Dialog erhalten.
Der Knackpunkt ist, das die Datei “wp-admin/update.php” dem User gehören muss, als der der Webserver läuft. Es genügt nicht das dieser User einfach sämtliche benötigten Rechte auf diese Datei haben muss, sie muss ihm tatsächlich gehören! Einen durch Berechtigungen gerechtfertigten Grund hierfür gibt es nicht, die Routine ist schlichtweg so programmiert. Selbstverständlich könnte man dieses Stück Code verändern, nur muss man das dann nach jedem Core – Update wiederholen. Grundsätzlich lässt man von sowas die Finger!
Ist also beides gegeben, passende lese-/schreibrechte in den genannten Verzeichnissen, sowie das Eigentumsrecht auf die Datei “wp-admin/update.php“, funktioniert es auch mit dem auto-Update!
Vielen Dank an dieser Stelle an Stefan David, der auf seinem Blog-Beitrag nach Monaten als einziger in der Lage war, dieses Phänomen mal aufzudröseln!
Heartbeat und das Ressource-Script “Filesystem” (FATAL: Module scsi_hostadapter not found.)
ALTA !!!
Der neue Server ist up und ich entjungfere ihn mal direkt mit einem “LECK MICH AM ARSCH – WARUM???” – Blogeintrag.
Ich sitze auf der Arbeit, richte, wie ich es sicher schon dutzende Male gemacht habe, ein Heartbeat mit DRBD ein und sehe (erstmals unter Lucid Lynx) folgendes beim starten einer Filesystem-Ressource im Log:
…
ResourceManager[8524]: 2010/08/11_20:39:08 info: Running /etc/ha.d/resource.d/Filesystem /dev/drbd1 /server/data/nfs reiserfs defaults,acl,rw start
Filesystem[8840]: 2010/08/11_20:39:08 INFO: Running start for /dev/drbd1 on /server/data/nfs
FATAL: Module scsi_hostadapter not found.
…
Worauf lässt es sich zurückführen? Man lese und staune:
Zitat aus Datei “/usr/lib/ocf/resource.d/heartbeat/Filesystem”, Zeilen 404 bis 408:
if [ "X${HOSTOS}" != "XOpenBSD" ];then
# Insert SCSI module
# TODO: This probably should go away. Why should the filesystem
# RA magically load a kernel module?
$MODPROBE scsi_hostadapter >/dev/null
So, Masterfrage: Was passiert, wenn ein Kernel das Modul scsi_hostadapter nicht oder nicht als Modul kompiliert hat (so wie es, nebenbei bemerkt, beim Standardkernel von Lucid Lynx (2.6.32-24-server) der Fall ist)? Riiiiiiiiiiiiichtig: Hier wird ein Exitcode ungleich 0 generiert, und Heartbeat denkt die ganze Aktion ist fehlgeschlagen.
Das ganze lässt sich also durch auskommentieren der Zeile 408 (“$MODPROBE scsi_hostadapter >/dev/null”) beheben.
12.08.2010 – UPDATE: Scheinbar hatte ich das gestern fehlinterpretiert. Es wird zwar die “FATAL: Module scsi_hostadapter not found.” – Meldung ausgegeben, jedoch hat dieses doch keine Auswirkungen auf den Errorcode des gesamten Scriptes. Dann lag das gestern an was anderes … gnaaaahr
Der Krieg beginnt … hoffentlich!
Endlich ist es soweit und ich halte mein vorbestelltes “StarCraft 2 – Wings of Liberty” in den Händen!
… moment mal: was freue ich mich eigentlich so? Kann ich es spielen? NEIN! Warum? Blizzard geht, wie so viele andere Spielehersteller in letzter Zeit, ebenfalls den Weg der Onlinepflicht. Und zwar nicht nur für die Kämpfe gegen andere Spieler über’s Internet, ja, nichtmal nur ausgedehnt auf den Soloplayermodus: Nichtmal installieren kann man das ganze ohne Verbindung zum Battle.net!
Ansich auch gerade noch zu verschmerzen. Aber was denken die sich tolles aus?? “Hey, schicken wir die Spiele doch schonmal raus, aber die Server fahren wir erst heute nacht um 0:01 Uhr hoch!“.
Ich werd’ wahnsinnig!! Was soll der Scheiß??
Wenn’s genauso reibungslos läuft wie beim Start von Assassins Creed 2, sind die Server um 0:10 Uhr auch gleich wieder off, “weil mit _SO_ einem Andrang ja keiner rechnen konnte“. … ne, wieso auch verkaufte Spiele in Summe zu Vorbestellungen in Zusammenhang mit Spielern, die sich zum Server verbinden könnten setzen?
Und wenn die “offizielle” Version genauso lange installiert wie die Beta-Version, muss ich um 6 dann eh los zur Arbeit. …
Naja, ich werde berichten
Der neue Server
Der Server, auf dem unter vielen anderen Seiten und Diensten, auch dieses Blog hier läuft, wird in den kommenden Tagen umgezogen. Zum einen sagt mir die aktuelle Linux-Distribution nicht mehr zu, zum anderen bietet mein Provider nach über 4 Jahren, in denen dieser Server in der aktuellen Form bereits besteht, für’s gleiche Geld inzwischen Server mit der doppelten Leistung und Ausstattung an. Die Gelegenheit ist also günstig.
Aktuell bereite ich im Hintergrund bereits das neue System vor. Wenn dieses soweit finalisiert wurde, wird es eine mehr oder weniger kurze Downtime geben, in der die Seiten umziehen. Entgegen dem professionellen Seitenhosting kann ich mir auf diesen Privatseiten ja bequem den Luxus gönnen und sagen: “It’s done, when it’s done!”
Ich weiß, das diese Seite mal nicht erreichbar sein könnte, trifft tausende da draußen schwer. .. , aber die Berufsehre gebietet es mir irgendwie diese erste Downtime über mehr als 5 Minuten überhaupt nach über 4 Jahren als geplant anzukündigen
Neues Handy :D
Heute, ein Tag wie jeder andere. Zumindest bis mein Chef ankam ![]()
Ich ahnte nichts, aber nachdem er mir, wie alle anderen Kollegen übrigens auch, zum Geburtstag gratulierte, meinte er nur “Ich hab’ sogar ‘nen Geschenk für Dich! Komm mal mit…“. … OK: Es kommt kein Schweinkram ;D : Er überreichte mir ganz beiläufig sein “altes” Motorola Milestone als Diensthandy! Er hatte das zwar schonmal angekündigt, aber ich dachte eigentlich, das sei ein Scherz.
Ich bin jetzt natürlich seelig und freue/fürchte mich vor den nächsten Wochen, wo ich wie ein genickstarrer Zombie diese für mich neue Plattform bis ins letzte Detail erkunden kann ;D
Stilgerecht ist dieser Betrag natürlich umgehend mit der WordPress App entstanden
Deutsche Rechtschreibprüfung für Thunderbird 3.0.*
HA! Endlich was cooles herausgefunden!
Seit langem ärgere ich mich, das die deutsche Rechtschreibprüfung für den Thunderbird Mailclient nur für Versionen bis 2.0.0.* funktioniert, obwohl der Thunderbird 3.0 ja nun schon Monatelang veröffentlicht ist. Heute habe ich durch diesen Eintrag eine Lösung hierzu gefunden!
Diese *.xpi – Pakte sind simple, umbenannte ZIP – Archive. Sie lassen sich einfach entpacken. Anschließend kann man einfach mit einem Texteditor die Tags “<em:maxVersion>2.0.0.*</em:maxVersion>” in der Datei install.rdf in 3.0.* abändern. Anschließend erstellt man nur wieder ein ZIP Archiv aus den Daten die vorher auch in dem Archiv gewesen sind und benennt es wieder in *.xpi um.
Fertig!
Hinweis: Da Thunderbird und Firefox dummerweise dieselbe Dateierweiterung für Ihre Extensions nutzen, versucht der Firefox die Rechtschreib-Extension bei einem Linksklick auf den obigen Link zu installieren. Bitte klickt daher mit rechts darauf und wählt “Ziel speichern unter …“. Anschließend könnt ihr die Extension dann im Thunderbird wie gehabt installieren.
CeBit 2010
Ich war auf der CeBit! Das ganze wurde inklusive Fahrt und Verpflegung von meiner Firma bezahlt. Um es kurz zu machen: Wenn die irgendwann einmal irgendwo … sagen wir: In Duisburg oder Bochum, also: in der Nähe, stattfinden sollte und ich gerade rein GARNICHTS anderes vorhaben sollte, würde ich in Erwägung ziehen diese Messe noch einmal zu besuchen. Aber Hannover? No Way – Die Messe ist Mega langweilig. Neben zig No-Name China-Ständen stehen da nur noch langweilige 0815 – Stände. Keinerlei Innovationen, ja: Nichtmal echter Herstellerkontakt ist dort möglich.
Ich interessiere mich zum Beispiel für vertikal montierbare PDUs für unsere Server-Racks. Klingt komisch, ist aber so!
Die Leute von APC, die da vor Ort waren konnten mir die simpelsten Fragen nicht beantworten. Aber OK: Sie haben mir angeboten diese Fragen gezielt weiterzuleiten (an der Hotline waren sie ebenfalls überfragt) und sich bei mir zu melden. Ähnliches habe ich auch mit anderen Herstellern gemacht – das wird hier keinesfalls ein APC – Exklusives negativ-Ranking. Und ein paar Tage nach Messeende bekommt man nur eine Standard-Spammail “Sie haben uns auf der CeBit besucht – schön! Besuchen Sie doch mal unsere Homepage. ….”
Ich brauch da nie wieder hin. Weder privat noch geschäftlich. Außer Spesen nichts gewesen …
MySQL Fehler unter Ubuntu “‘Can’t create table ‘/tmp/#sql7c49_2f_0′ (errno: -1)’ on query.”
Ich hatte heute auf einem MySQL Slave Server den folgenden Fehler bei der Replikation von einem Master MySQL Server:
mysql> show slave status\G;
*************************** 1. row ***************************
Slave_IO_State: Waiting for master to send event
Master_Host: www.xxx.yyy.zzz
Master_User: replication
Master_Port: 3306
Connect_Retry: 60
Master_Log_File: db.002174
Read_Master_Log_Pos: 342719703
Relay_Log_File: mysqld-relay-bin.000003
Relay_Log_Pos: 6458545
Relay_Master_Log_File: db.002170
Slave_IO_Running: Yes
Slave_SQL_Running: No
Replicate_Do_DB:
Replicate_Ignore_DB:
Replicate_Do_Table:
Replicate_Ignore_Table:
Replicate_Wild_Do_Table:
Replicate_Wild_Ignore_Table:
Last_Errno: 1005
Last_Error: Error ‘Can’t create table ‘/tmp/#sql7c49_2f_0′ (errno: -1)’ on query. Default database: ‘live’. Query: ‘create temporary table tmp_gen_table like tmp_to_gen_neu’
Skip_Counter: 0
Exec_Master_Log_Pos: 620120976
Relay_Log_Space: 4109869668
Until_Condition: None
Until_Log_File:
Until_Log_Pos: 0
Master_SSL_Allowed: No
Master_SSL_CA_File:
Master_SSL_CA_Path:
Master_SSL_Cert:
Master_SSL_Cipher:
Master_SSL_Key:
Seconds_Behind_Master: NULL
1 row in set (0.09 sec)
Ich musste recht lange suchen. Die o.g. Datei (/tmp/#sql7c49_2f_0.ibd) wurde zwar von mysql:mysql angelegt, jedoch war sie 0 byte groß. Im MySQL – Log fand ich nur den o.g. Fehler wieder. Also schaute ich im syslog und wurde fündig:
Jan 28 12:55:22 db kernel: [495131.291630] audit(1264679722.493:141): type=1503 operation=”file_lock” requested_mask=”wk::” denied_mask=”k::” name=”/tmp/#sql7c49_2f_0.ibd” pid=7924 profile=”/usr/sbin/mysqld” namespace=”default”
Das kenne ich inzwischen: Eine Zeile mit so komischen “requested_mask=”wk::”” – Rechten kommt meistens, wenn eine Applikation an apparmor scheitert. Ich habe also der Datei /etc/apparmor.d/usr.sbin.mysqld die folgenden Zeilen hinzugefügt:
/usr/sbin/mysqld {
…
/tmp/ r,
/tmp/** rwk,
}
Schon geht’s!
Ich fand es sehr überraschend, das das /tmp – Verzeichnis (in meinem Oldschool-Linux-Hinterkopf immer als das “jeder darf – Verzeichnis” abgelegt) ebenfalls einer eigenen Zeile in der apparmor-Konfiguration bedarf. Noch verwunderlicher finde ich, das dieses unter Ubuntu (8.04 – Hardy Heron) nicht standardmäßig dort aufgenommen wurde. Immerhin ist tmpdir=/tmp die Standardeinstellung unter dieser Ubuntu-Version.
Spielebewertung für “A Vampyre Story”
Ich möchte heute meine Beurteilung des Adventures “A Vampyre Story” loswerden. Ich habe es gestern durchgespielt und wollte ohnehin mal öfter Rezensionen zu Büchern, Spielen, was auch immer verfassen. Und heute fange ich an:

Titelbild des Spiels "A Vampyre Story"
Der Hauptcharakter des Spiels befindet sich mit ihrem kleinen Fledermauskumpel Froderick in einem Pferdestall. Außerdem befindet sich ein sehr dämlich dreinblickendes Pferd in diesem Stall. Gesichert ist das Vieh mit einer Parkkralle. An der Scheunenwand befinden sich diverse Nummernschilder mit Phantasiegebilden wie “Vampire Suck” oder ähnlichem. Untersucht man eines mit der Aufschrift “NCC 1701″ (Registriernummer des Raumschiffes Enterprise von James Tiberius Kirk aus der Fernsehserie Raumschiff Enterprise), kommt von Froderick ein Spruch wie etwa “Das verstehen nur Leute die dick, pickelig und über 30 sind und immernoch bei ihrer Mutter wohnen.“.
Viele Leute beschweren sich in diversen Foren und Seiten über solche an den Haaren herbeigezogenen Kalauer. Auf manche “Gags” mag das auch mit Sicherheit zutreffen. Meine Meinung dazu ist dennoch die, das wer sich ein “Monkey Island – like” Spiel installiert genauso wenig intellektuellen Humor erwarten darf wie Realismus in Superman Filmen. (Einschub: Sind meine absoluten Lieblings-Cineasten: Sitzen in ‘nem Superman Film, Superman zieht gerade fliegend ein Kreuzfahrtschiff hinter sich her und die sagen “Das sieht ja voll unecht aus da mit den Wellen …” ;D ). Das Spielt folgt, was den Humor angeht, einer langen Reihe von klassischen Adventures wie z.B. soeben erwähntem Monkey Island. Die Hintergründe der Schauplätze in “A Vampyre Story” wurden ebenfalls von den Monkey Island – Zeichnern angefertigt.
Die Story des Spiels, die Charektere an sich und die grundliegende Optik sind super. Zwar etwas altbacken, aber liebevoll umgesetzt.
Was unglaublich und erschreckend schlecht umgesetzt worden ist, ist die technische Seite des Spiels. Mona (Hauptcharakter) ist beispielsweise mit einem schwarzem Umhang bekleidet. Dieser weht regelmäßig durch ihre Fersen hindurch oder ein Ellenbogen taucht auf der anderen Seite des Umhangs hindurch auf. In einer anderen Szene steht ein Holzkarren im Weg, was sie jedoch nicht daran hindert sich irgendwo zwischen der Vorder- und Hinterachse des Teils aufzustellen. Manche Dialoge sind nicht auf Deutsch vertont, so das Mona auf einmal Englisch spricht. Die Videosequenzen sind sehr abgehakt, vieeel zu hell und mit denselben Grafikfehlern wie im Spiel übersät.
Noch nerviger als die technischen Fehler sind Rätsel, in denen man meistens nicht weiß, was man tun soll, bzw. wie, so das man nahezu jede Kombination aus Gegenständen in jedem Bildschirm durchprobieren muss. Sehr hilfreich wären hier nicht nur blöde Sprüche, sondern Hinweise statt nur “das geht nicht” oder “ich brauche das nicht”. Man denkt sich dabei oft nur “Super: Das Spielzeuggewehr brauchst Du nicht, aber Diätcola nimmst Du mit, was???”.
Außerdem fehlt mir ein Button zur HotSpot – Anzeige wie bei “Black Mirror II”. Ansonsten wandert man erstmal im 5-Pixel-Raster mit der Maus durch jeden Bildschirm, um überhaupt seine Möglichkeiten zu erfassen. Die wenigsten bringen eine “Feuerstelle” unmittelbar mit “Dämonenrotze” in Verbindung …
Der Umfang des Spiels ist eine absoute Frechheit: Schaut euch mal die Komplettlösung hier an (ggf. Werbung wegklicken). Es kommt nichts mehr dazu – keine Zwischenschritte oder Minigames. Das ist in der Tat alles.
Da der Chefentwickler “dermaßen viele Ideen hatte und das alles nicht ein einziges Spiel QUETSCHEN wollte”, endet das Spiel völlig abprupt nach der zuvor erwähnten, viel zu kurzen Spielzeit. Also mutet man den Kunden nicht nur zu ein derart unfertiges Spiel spielen zu müssen, sondern mutet ihnen zudem zu dieses Produkt ohne jegliche Garantie auf eine Fortsetzung zu kaufen.
Das ganze erinnert sehr stark an “mal eben schnelle Kohle machen”, ohne jegliches Maß dafür qualitativ hochwertige Software zu produzieren. Da kann das Konzept und die Story noch so gut sein.
Mein Fazit lautet also: Ich muß mal lernen Demos zu vertrauen. Ich habe das Demo gespielt und fand das Thema, leicht der Norm wiedersprechenden Vampiren und einer Dracula – Parodie ansprechend und die Hintergründe schön. Die technischen Mängel waren auch dort schon offensichtlich, ich dachte nur “och, ggf. war das ja noch keine finale Version oder es kommt bald ein Patch”. Wieso sollte es? Ein Demo ist Werbung – Natürlich stellt das die finale Version dar! Ich finde das so ein Spiel nicht als Endprodukt in den Handel gebracht werden darf. Daher fühle ich mich durch den Kauf dieses Spiels total verarscht.
Sofern der zweite Teil noch erscheinen sollte (was ich alleine bei der Homepage eines der Verleger für sehr fraglich halte – Siehe Screenshot hier im Beitrag) denke ich, werde ich es mir nicht kaufen, sondern irgendwo borgen oder so, da ich es gerne als Schadensersatz für diesen verkorksten ersten Teil unentgeldlich spielen würde. Wie der Distributor dann mit der Entscheidung für einen dritten Teil umgehen würde, wenn das alle machen würden, weiss ich nicht. Vielleicht sollte man aber mal nicht nur nach Verkaufszahlen und Zahlen für gespartes Geld gehen, sondern Gründe für niedrige und schwindende Verkaufszahlen zuerst beim Produkt selbst suchen. Zu Deutsch: Wer ein schlechtes Produkt anbietet, kann kein gutes Geld erwarten. Erst recht nicht, das ein Kunde denselben Fehler 2x macht.
Distributoren und Softwareschmieden wie Blizzard machen es richtig: Seit jeher lassen die sich von keinem unter Druck setzen, sondern entwickeln so lange daran herum, bis es in ihren Augen fertig und marktreif ist. Siehe Starcraft 2, das dieses Jahr bei den Vaporware Awards “Duke Nukem Forever” abgelöst hat. Trotzdem wird das Spiel kommen, wenn es fertig ist, basta!
Und als Kunde kann man sich dann auch darauf verlassen, das die Qualität stimmen wird.







