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Archiv für die Kategorie „Homepage“

Abschied von der alten Zoosau

Irgendwie sind wir Menschen ja schon bei Zeiten etwas komisch gestrickt: Wir wollen uns zum Beispiel ein neues Auto kaufen, sind uns den Vorzügen der Neuanschaffung völlig bewusst und wägen das Für und Wider dieser Entscheidung sorgfältig ab. Doch wenn wir uns schließlich zu diesem Schritt entschlossen haben und uns vom alten Wagen trennen sollen, werden wir sentimental und lassen uns von Emotionen plagen, die einem fast das Gefühl geben man gibt ein lieb gewonnenes Familienmitglied in fremde Hände, bzw. gibt ihm den Gnadenschuss. Vergessen sind plötzlich die letzten vierstelligen Rechnungen für Verschleißreparaturen; wir haben ein schlechtes Gewissen gegenüber einer Sache und empfinden sogar Trauer. Da hilft einem auch die Erkenntnis, wie unsinnig solche Gefühle sind, nicht wirklich weiter.

Ähnliches habe ich eben beim letzten einloggen in die alte “Zoosau” empfunden. zoosau.de war meine erste, eigene Domain. Ich habe sie seit 2003, also inzwischen über 7 Jahre. Zunächst lief sie ca. 2 oder 3 Jahre auf einem vServer von “Server4You”. Bereits für diesen Server bürgerte sich der Name “die Zoosau” ein. “Ich lad’s dir nachher auf die Zoosau!” – Solche und ähnliche Sätze machten dann im IRC Stammchannel und der Berufsschule die Runde. Dieser Name hat sich inzwischen sogar im professionellen Umfeld meiner Arbeitsstelle etabliert – jeder weiß was gemeint ist und keinem Stößt dieser Name mehr sauer auf. ;)
Auf diesem vServer stieß ich jedoch sehr schnell an dessen Grenzen. Schließlich konnte man ja nichtmal einen neuen Kernel kompilieren, da dieser mit closed source – Patches versehen war um auf der Virtualisierungsplattform laufen zu können. Sofern man seinen Server ordnungsgemäß gewartet und aktualisiert hat, füllten die Updates auch schnell ca. 1/4 der gesamten Festplattenkapazität, da die zugrunde liegende Virtualisierungsplattform nur “originale” Dateien nicht von dem zur Verfügung stehenden Speicherplatz abgezogen hat. Kaum hat man ein Paket aktualisiert, war dieser Speicherplatz auf einmal “mehr” belegt. Hat ein Paket von 1 MB Größe also ein älteres von 1 MB Größe überschrieben und hatte man zuvor … sagen wir 100 MB frei, so hatte man nach diesem Update nur noch 99 MB frei. Klingt komisch, war aber so!
Seit ca. 2006 bis heute bestand also “die Zoosau” in der aktuellen Form eines Debian 4.0 Servers auf echter (wenn auch alter) Hardware. Was zunächst als reine Homepage-Maschine begonnen hat, hat sich auf diesem System schnell zu einer immer weiter wachsenden Spielwiese entwickelt, auf der ich ungeheuer viel gelernt habe. Jeden Tag kam ein wenig mehr zum Funktionsportfolio hinzu. Zu Mails, die per fetchmail auf den Server von meinen Freemail-Accounts geholt und gesammelt wurden, kamen schnell eigene Mailaccounts auf dem Server, die direkt angesteuert werden konnten. Zum lesen der Mails auf der Shell kamen schnell die Möglichkeiten diese per IMAP und Webmailer zu lesen. Ein Spamfilter, Datenbanken, Backupsysteme (dessen Konzept ich auf der Bacula Konferenz 2009 in Köln sogar als Gastredner präsentieren durfte (Präsentationsunterlagen Bacula Konferenz 2009 von Marc Richter fa. Marketing Factory Consulting GmbH – Punkt “Vorstellung der Lösung für extern gehostete (z.B. vServer) mit FTP – Backupspace”)), Monitoring der Last, Zugriffsstatistiken, etc. sollten folgen. Alle diese Themen konnte ich hier nicht nur nach 0815 – Schema “mal eben installieren” sondern konnte mir stets die Zeit lassen, diese Programme wirklich zu verstehen; sowohl was die Funktion, wie auch was die Bedienung und Implementation angeht.
Um es kurz zu machen: In diesem System steckt mein ganzes KnowHow und auch ein Teil Herzblut. Fast alles was ich heute kann, habe ich hier gelernt. Zudem stellt es für mich so eine Art IT-Utopia dar, welches mir stets zum Vorbild und als Maßstab für weitere Systeme gereicht. In den nunmehr über 4 Jahren Dauerbetrieb komme ich (ohne die jüngsten Migrations-Downtimes) auf weniger als 2 Stunden kummulierte Ausfallzeit, trotz stetigem basteln im Hintergrund.

Inzwischen laufen insgesamt 8 produktive Seiten auf diesem Server. Mit allen Metadiensten wie Statistiken, Backups, etc. lief das System jedoch schon lange auf einer durchschnittlichen Load von ca. 0,8 . Zudem boten neue Server-Pakete für denselben Preis schlichtweg inzwischen … mehr: mehr Platz, mehr Inklusivtraffic, mehrere CPU-Kerne, schnellere CPU-Kerne, mehr RAM, etc. Last but not Least ist Debian 4.0 stable ja nun nicht mehr der jüngste Kandidat auf dem Markt, so das ich immer öfter, um an aktuellere Versionen einer Software zu kommen, händisch kompilieren musste. Und mit jedem Paket, welches ich so jenseits des Paketmanagements warten musste, wuchs der Aufwand, da man ja trotzdem auf aktuelle Sicherheitsprobleme Rücksicht nehmen muss (jajaja, man kann ja auch das testing oder unstable – Release nehmen oder gar mischen. Habe ich aber nie gute Erfahrungen mit gemacht).

Als ich mich eben um ca. 19.43 Uhr auf der alten Zoosau eingelogged habe, hatte ich schon ein komisches Gefühl und schlechtes Gewissen, da ich wusste, das ich das System, was mir jahrelang treue Dienste geleistet hat und auf dem ich eine Menge Spaß hatte, gleich binnen Sekunden zerstören werde.
Einmal eingelogged, habe ich zunächst alle persönlichen Daten gelöscht. Anschließend habe ich um 19.47 Uhr folgende “Schleife-of-Death” losgetreten:

while [ 1 -gt 0 ]; do
dd if=/dev/urandom of=/dev/hda
done

Da bleibt wohl nicht viel über … :’(
Tut mir irgendwie in der Seele weh. Zumal wenn ich sehe, das das ganze inzwischen schon 1 Stunde, 23 Minuten läuft und das System immer noch tapfer auf Pings reagiert.

Abschied von der alten Zoosau - h1322702

Abschied von der alten Zoosau - h1322702

1: Hier läuft die “Schleife of Death”
2: Hier antwortet das System immer noch tapfer auf Pings
3: Im Schatten der alten Zoosau, steht hier bereits die neue Zoosau Gewehr bei Fuß

Schon blöd – selbst wenn man sich das Auto, was unmittelbar nach dem eigenen vom Band gerollt ist, als Ersatz für das eigene kauft, fühlt man sich dennoch darin fremd und merkt, das es nicht dasselbe ist.
Ich habe jetzt alle Dienste übertragen, alle Dateien kopiert. Ja, sogar funktionieren tut alles. Schneller als vorher. Und dennoch fällt mir der Abschied schwer.

Naja, nun ist’s eh zu spät.
Auf zum letzten Shutdown – sofern das System den überhaupt noch hinbekommt ;)

Der neue Server

Der Server, auf dem unter vielen anderen Seiten und Diensten, auch dieses Blog hier läuft, wird in den kommenden Tagen umgezogen. Zum einen sagt mir die aktuelle Linux-Distribution nicht mehr zu, zum anderen bietet mein Provider nach über 4 Jahren, in denen dieser Server in der aktuellen Form bereits besteht, für’s gleiche Geld inzwischen Server mit der doppelten Leistung und Ausstattung an. Die Gelegenheit ist also günstig.

Aktuell bereite ich im Hintergrund bereits das neue System vor. Wenn dieses soweit finalisiert wurde, wird es eine mehr oder weniger kurze Downtime geben, in der die Seiten umziehen. Entgegen dem professionellen Seitenhosting kann ich mir auf diesen Privatseiten ja bequem den Luxus gönnen und sagen: “It’s done, when it’s done!;)

Ich weiß, das diese Seite mal nicht erreichbar sein könnte, trifft tausende da draußen schwer. .. , aber die Berufsehre gebietet es mir irgendwie diese erste Downtime über mehr als 5 Minuten überhaupt nach über 4 Jahren als geplant anzukündigen ;)

Neues Handy :D

Heute, ein Tag wie jeder andere. Zumindest bis mein Chef ankam ;)
Ich ahnte nichts, aber nachdem er mir, wie alle anderen Kollegen übrigens auch, zum Geburtstag gratulierte, meinte er nur “Ich hab’ sogar ‘nen Geschenk für Dich! Komm mal mit…“. … OK: Es kommt kein Schweinkram ;D : Er überreichte mir ganz beiläufig sein “altes” Motorola Milestone als Diensthandy! Er hatte das zwar schonmal angekündigt, aber ich dachte eigentlich, das sei ein Scherz.

Motorola Milestone

Motorola Milestone

Ich bin jetzt natürlich seelig und freue/fürchte mich vor den nächsten Wochen, wo ich wie ein genickstarrer Zombie diese für mich neue Plattform bis ins letzte Detail erkunden kann ;D

Stilgerecht ist dieser Betrag natürlich umgehend mit der WordPress App entstanden ;)

Unser ISP Umzug

Ich wollte nur mal schnell wieder ein Zeichen geben, das dieser Blog noch lebt :)

Unser Rechenzentrum zieht derzeit komplett um! Das bedeutet natürlich für mich und mein Team sehr viele Überstunden. Ich will mich aber nicht beschweren. Erstens habe ich das so mitentschieden und zweitens ist das sehr interessant! Zudem gefällt mir sehr gut, das das ganze Team geschlossen an einem Strang zieht und jeder sein möglichstes gibt.

Dadurch kommt jedoch dieses Blog derzeit etwas zu kurz. Ich kann meinen Besuchern aber versprechen, das ich eine Reihe interessanter Beiträge auf der Warteliste habe, die nur darauf warten, das ich mal wieder etwas Zeit habe, diese hier zu verewigen.

Bleibt dran! :)

Bis dahin ein lustiger Screenshot über den erbärmlichen Versuch von LSI (ehem. 3ware) ihre Homepage zu internationalisieren (“Stützbetriebsmittel” soll übrigens der Supportbereich sein ;) ).

LSI / 3ware Internationalisierte Homepage

LSI / 3ware Internationalisierte Homepage

kruta.de – Wie kommen die auf so einen Scheiss??

Ich habe die Tage einen Kommentar/Pingback zu meinem Artikel “Zwischenbericht meiner Diät” vom 10. Mai 2010 bekommen. Von der Seite blog.kruta.de, einer Art Blog, die offenbar möglichst viele nahezu unrecherchierter Artikel erstellt und dabei Schlagworte wie “Beyoncé”, “Oprah Winfrey” und “Naomi Campbell” verwendet, um möglichst viele Besucher anzulocken, damit eine einmal – Page-Impression die Werbung aufruft. (…. und ich helfe dabei auch noch mit? D’oh! ;D )

Auf jeden Fall ist mein Artikel nur ein völlig Inhaltsloser Beitrag, der meinen aktuellen Diät-Stand mit meinem Gewicht publiziert. Super uninteressant für jeden außer den Leuten, mit dem ich gewettet habe.

kruta.de - Artikel zu Diät und meinem Artikel

kruta.de - Artikel zu Diät und meinem Artikel

Dieser Blog unter blug.kruta.de verweist jedoch trotzdem darauf und behauptet hier “mehr zum Thema” erfahren zu können. Welcher hirnlose Redakteur verlinkt denn auf einer angeblich professionellen Seite auf ein Privatblog (das auch noch unter “www.zoosau.de” zu erreichen ist!) mit einem Artikel, in dem unter’m Strich nur steht “ich wiege so und so viel”??

Gaaaaaaanz schwach – aber witzig ;D

Einschalten eines korrekten Seitenverhältnisses für Bilder in WordPress

Mich hat es immer schon gestört, das WordPress die Thumbnails (Vorschaubilder) für Bilder aus der Mediathek immer quadratisch erzeugt, völlig unabhängig vom Seitenverhältnis der hochgeladenen Grafik. Das sieht dann immer in etwa so aus:

Beauty and the Beast Tour 2009

Beispiel für abgeschnittene Seiten beim proportionalem Seitenverhältnis: Banner der "Beauty and the Beast Tour 2009"

Wenn ihr auf das Bild klickt, öffnet es sich in groß und mit einem rechteckigen Seitenverhältnis. Das Vorschaubild ist jedoch an den Seiten abgeschnitten mit den Maßen 150×150 Pixeln.

Das finde ich sehr ärgerlich!
Doch jetzt habe ich endlich herausgefunden, wie man das ändert! :D

  1. Klickt im WordPress Backend auf Einstellungen (bzw. Settings, wenn ihr ein englisches Backend habt).
  2. Dort öffnet sich dann eine Liste mit WordPress-internen Standardmenüpunkten, sowie weiterer Menüpunkte, die ggf. durch installierte Plugins dort eingefügt wurden. Klickt dann auf Mediathek (media settings im englischen).
  3. Hier findet ihr nun eine Selectbox mit der Beschriftung Beschneide die Thumbnails in die richtige Größe (Thumbnails sind normalerweise proportional) (bzw. Crop thumbnail to exact dimensions (normally thumbnails are proportional) im englischen). Deaktiviert sie, damit zukünftig erstellte Thumbnails mit einem korrektem Seitenverhältnis erzeugt werden.

    Option um in WordPress das festgelegte, proportionale Seitenverhältnis abzustellen

    Option um in WordPress das festgelegte, proportionale Seitenverhältnis abzustellen

Ein Hinweis noch: Nicht wundern, wenn die alten Thumbnails nun noch alle proportional, also: quadratisch sind. Thumbnails werden einmalig beim hochladen eines Bildes erzeugt und werden dann gespeichert. Um also alle Thumbnails zu korrigieren wäre es nötig alle Bilder aus der Mediathek noch einmal zu löschen, erneut hochzuladen und alle bisherigen Artikel zu überarbeiten (außer, es gibt ein Plugin, welches ich noch nicht kenne)!
Aus genau diesem Grund habe ich mich auch dagegen entschieden und belasse die alten Beiträge so wie sie sind.

Woopra taugt nichts

Ich interessiere mich ja auch, nicht gerade zuletzt des Berufes wegen, auch für Statistiken und andere Hilfsmittel zur Analyse von Webseiten. Neben den Google-Adsense Bannern, mit denen ich hoffe irgendwann man wenigstens ein wenig Geld durch diese Homepage hereinzubekommen, laufen auf diesem Blog einige JavaScripte, die mir statistische Daten meiner Besucher sammeln. Bei wem JavaScript aktiviert und in seinen Rechten nicht sonderlich eingeschränkt ist (ich rede immernoch vom JavaScript ;) ),  von dem erhalte ich einen Einblick in z.B. ob Flash, Java, etc. vorhanden ist, welche Bildschirmauflösung benutzt wird, und so weiter.
Außerdem wird ein weiteres JavaScript von Google Analytics ausgeführt, das ähnliche Daten erhebt und mir statistisch auswertet.

Ich bin vor ein paar Wochen über den noch in der Vorbereitung befindlichen Dienst “Woopra” gestolpert. Die Screenshots sahen gut aus. Ein WordPress Plugin hat es mir leicht gemacht diesen Dienst zu testen. Nachdem ich nun ein paar Wochen lang immer mal wieder versucht habe, auch nur annähernd einen Nutzen aus diesem Dienst zu ziehen, gebe ich nun auf. Mein Feedback ist ernüchternd: Das JavaScript, welches zum ansehen der Auswertungen ausgeführt werden muss, funktionierte bei mir unter kaum einem Browser. Lediglich der Internet Explorer konnte wenigstens einige der Seiten aufrufen. Diese bieten jedoch viel weniger Informationen als ein simples, frei verfügbares AWstats. Es mag sein, das die kostenpflichtige Version (die trotz der haarsträubenden, dilettantischen technischen Umsetzung der Seite bereits verfügbar ist) hier mehr bietet. Dieses kann und will ich jedoch garnicht erst beurteilen, da die freie Version eines solchen Dienstes in meinen Augen Aushängeschild für die Qualität des ganzen sein sollte, da man sonst die Katze im Sack kauft und erst hinterher erfahren kann, das das ein Griff ins Klo war.

Mein Tipp: Finger weg und spart Euch die Zeit.

Abschaffung des Memberbereiches

Ab sofort wird der Memberbereich auf diesem Blog abgestellt.

Hierfür gibt es mehrere Gründe:
Ohne tiefergehende Veränderungen an WordPress und des eigentlichen Verwendungszweckes des Blogs, war das WordPress Plugin “Allow Categories” noch die beste Wahl um einen solchen Memberbereich zu realisieren. Die Umsetzung hiermit war aber stets mehr eine Notlösung als ein echtes Feature. Das Vorhandensein des Memberbereichs glich mehr einer Machbarkeitsstudie für die ich viel zu wenig Zeit hatte als einem echten Mehrwert für das Blog.
Zudem gibt es bisher erst einen einzigen “Hidden” Artikel, den es dort mehr zu sehen gibt als normal. Ich denke auch nicht, das ich irgendwann einmal einen Artikel schreiben werde, der nicht öffentlich sein soll, da dieses der Natur einer Internetseite grundlegend widerspricht.

Die Verwendung dieses Plugins als Memberbereich-Verwaltungstool war in sofern problematisch da sich die User zunächst auf dem Blog registrieren mussten, und erst dann einen nicht weiter gekennzeichneten Artikel einsehen konnten, der ggf. bereits Blog – typisch mehrere Monate in der History vergraben liegt.
Wer registriert sich schon freiwillig für ein privates Blog, nur um auf verdacht nach versteckten Artikeln zu sehen?

Ich brauch das Feature nicht und daher kommt es weg! :)

Der ganz normale SSL – Wahnsinn

Hallo zusammen!

Heute möchte ich etwas über die Gelddruckerei SSL – Zertifikate schreiben.

SSL ist eine Methode zur Verschlüsselung der Übertragung beim Aufruf einer Internetseite. Stark vereinfacht funktioniert das Verfahren wie folgt:
Eine im Betriebssystem / im Browser hinterlegte SSL – Zertifizierungsstelle signiert ein digitales Zertifikat eines Antragsstellers mit der eigenen Signatur, nachdem diese die Identität und die Berechtigung des Antragsstellers, für eine bestimmte Internetadresse ein SSL Zertifikate anfordern zu dürfen, überprüft hat. Somit soll zum einen die Verbindung verschlüsselt werden und zum anderen sichergestellt werden, das nicht jeder Kinz und Kunz sein eigenes Zertifikat für eine bestimmte Domain einfach so auf einem eigenem Webserver installiert und somit, nach erfolgreichem Hijacking einer Domain, dem Besucher vorgaukeln zu können er könne seine privaten Daten ungefährdet in jedes Formular dort eingeben.

Solche Zertifizierungsstellen nehmen richtig viel Geld dafür, eine ca. 300 – 1000 KB große Datei minimal zu verändern; der Zeitaufwand hierfür beträgt ca. 5 Sekunden. Was man so teuer bezahlt (das günstigste mir bekannte Zertifikat kostet mit 1 Jahr Gültigkeit 190 €!!) ist der administrative Aufwand, wirklich zu prüfen, um wen es sich beim Antragssteller handelt. Bei den teureren Zertifikaten (ab ca. 350 €) beschränkt sich diese Prüfung darauf, den beim Antrag angegebenen Namen mit dem Namen aus der *NIC – Whois Datenbank zu vergleichen (z.B. für Deutschland/.de – Domains: DeNIC) und das Zertifikat nur an eMailadressen die auf @beantragterDomain.de enden zuzustellen.

Das ist nicht gerade ein Aufwand, der in meinen Augen den Preis von 350 € rechtfertigt! Das ganze läßt sich dann auch noch weiterspinnen; bei GeoTrust bezahlt man für das Rundum-Valide-Sorglos – Paket pro Jahr 995€! … spinnen die?

Als Privatanwender, der einfach so mal seine private, nicht kommerzielle Webseite absichern will, ist das natürlich alles andere als vertretbar. Somit hat man eigentlich nur die Möglichkeit auf eine Absicherung durch SSL zu verzichten, oder sein eigenes Zertifikat zu erstellen. Letzteres wird aber in der Regel von allen Browsern als ungültig eingestuft, da der öffentliche Schlüssel dieser eigenen Zertifizierungsstelle natürlich ebenso erstmal als nicht vertrauenswürdig eingestuft wird.

Seit kurzem gibt es auch Business – taugliche Alternativen zu den … ich nenne sie mal “großen”, TrustCenter und GeoTrust: Comodo! Die PSW Group verkauft seit einiger Zeit Zertifikate von Comodo, die an sich dasselbe leisten wie die teureren Alternativen, jedoch zu einem Bruchteil der Preise! Ein Standard 1-Jahres-SSL Zertifikat kostet derzeit z.B. 15,- € . Ein 3-Jahres-Zertifikat 39,- € und ein 3-Jahres-Wildcard SSL Zertifikat “nur” 549,- €. Zum Vergleich:

GeoTrust Thawte VeriSign PSW Group
1 Jahr Standardzertifikat 189,- €

(QuickSSL®)

101,30 € (SSL123) 349,- € (Secure Site) 15,- € (Lite)
3 Jahre Wildcard Zertifikat 2488,- €
(True BusinessID Wildcard)
- Nur auf Anfrage - - Nicht verfügbar- 549,- € (Wildcard Lite)
Alle Preise wurden der Einfachheit halber in € umgerechnet. Stand dieser Informationen ist der 11.10.2009 – 16:50 Uhr.

Ich arbeite nun schon länger mit den PSW Zertifikaten und konnte bisher noch keinerlei Probleme damit feststellen. Wie auch – die anderen Aussteller kochen auch nur mit Wasser und erfinden die SSL Technik nicht neu. Im Gegenteil: Meine Erfahrung ist die, das GeoTrust und VeriSign unheimlich unflexibel und Kundenunfreundlich sind. Mehrere Bestellungen musste ich wieder stornieren, weil diese Anbieter sich als unfähig erwiesen haben, trotz eindeutiger Identitäts- und Vollmachtsnachweisen so etwas simples wie die Empfängermailadresse für das Zertifikat anzupassen.

Über den Kundenservice von PSW kann ich bisher nur gutes berichten. Der Support ist lösungsorientiert und freundlich, und bisher konnten alle Fragen die ich stellte nach kürzester Zeit beantwortet werden.

Doch auch 15,- € sind für viele Privatleute (mich eingeschlossen) zu teuer. Schließlich will ich damit kein Geld machen und einen Shop oder ähnliches absichern, sondern lediglich den Backendzugang zu meinem CMS und den Zugang zu einer handvoll Webapplikationen wie einem WebMailer und einer Kalenderapplikation.

Seit kurzem gibt es auch hierfür eine super Alternative! Wie diesem Heise – Artikel zu entnehmen ist, gibt es schon seit längerem mehrere SSL Anbieter, die kostenlose Standard-SSL Zertifikate ausstellen. Bisher war das jedoch nicht wirklich eine Alternative, da die Integration dieser Zertifikate an der verbohrten Rückständigkeit des Internet Explorers gescheitert wäre, der bisher diesen Anbieter nicht als vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle in seinen Listen hatte. Doch nun ist es mit dem neuen IE8 möglich ein solches Zertifikat zu verwenden und somit auch für privatleute interessant.

Unter http://www.startssl.com kann sich nun jeder anmelden und die kostenlosen “StartSSL Free” Zertifikate beantragen.

Ich verwende es für die oben genannten Dienste und es funktioniert problemlos; im Firefox schon lange, doch im IE8 nun (endlich) auch ;)

Mit dem vim eine farbige motd erstellen

Hallo zusammen!

ENDLICH! Endlich habe ich den Kniff wieder gefunden!
Ich habe auf diesem Server, auf dem auch diese Homepage gehostet ist, eine farbige motd Datei angelegt. Hierin werden neben der IP und einem kleinen ASCII – Bildchen die auf diesem Server konfigurierten Domains aufgelistet.
Damals habe ich mir nicht weiter aufgeschrieben wie das geht, hatte ich das doch nach 1-2 Minuten googlen direkt gefunden.

Screenshot der MOTD von zoosau.de

Screenshot der MOTD von zoosau.de

Heute laufen auf demselben Server, auf dem früher nur diese eine Domain, zoosau.de, lief schon 6.
Natürlich wollte ich die neuen 5 Domains immer auch gerne in diese Datei eintragen, jedoch fand ich auf Teufel komm raus den Kniff nicht mehr, wie das geht mit farbigem Text!
Heute bin ich der Sache endlich deutlich näher gekommen. Damit ich das nächste Mal nicht wieder umsonst Ewigkeiten suche, beschreibe ich das Vorgehen hier.

Zunächst öffnet man eine Datei, oder legt halt mit dem vim eine neue an. Will man nun … sagen wir: Rot, blinkend und auf grünem Hintergrund schreiben, dann begibt man sich zunächst in den Insert – Modus (i) und drückt dann STRG+v , gefolgt von der “Pfeiltaste-nach-rechts”-Taste. Man sieht nun folgendes erscheinen: “^[OC ” , wobei der Teil “^[” blau dargestellt wird (sofern Konsole und vim auf farbige Darstellung konfiguriert sind). Die letzten beiden Zeichen, das “OC” löscht man nun wieder – es geht um darum, das man die Escape-Character “^[” erzeugt hat. Warum man nicht einfach “^[” eintippt? Nun: Testet meine Methode und vergleicht das Ergebnis mit dem Vorgehen “^[” nur einzutippen ;) Es wird dann halt als die Zeichen “^[” eingefügt, nicht aber als die Kontrollzeichen. Diese werden nur als blaue “^[” angezeigt; eigentlich stecken da ganz andere Codes hinter. Schwer zu erklären, einfach mal nach “escape sequences” googlen.

So, damit wird die Sequenz eingeleitet. Nun müssen wir eingeben, was wir darstellen wollen. Ein Blick in die Manpage von “dir_colors” gibt uns hier ein paar Möglichkeiten an die Hand. Man kann hier verschiedene Werte übergeben, welche durch ein “;” getrennt und durch ein weiteres “[” initialisiert werden. Für unser “Rote, blinkende Schrift auf grünem Grund” – Beispiel nehmen wir also “05;31;42″ (05 = blinkender Text; 31 = rote Schrift im Vordergrund und 42 = Hintergrundfarbe grün). Anschließend wird ein “m” angehangen, um die Kontrollstruktur zu beenden und zu signalisieren “Jetzt kommt mein Text!”. Bisher haben wir also: “^[[05;31;42m”

Als kleines Beispiel schreibe ich nun einfach “Ich bin haesslicher, blinkender Text auf einem unmoeglichen Hintergrund!” direkt hinter das “m”. Dieser Text soll also gleich in unserer sehr eigenwilligen Farbkonstellation ausgegeben werden.

Genau wie die Escapesequenz eingeleitet und aktiviert wurde, muss sie nun auch wieder beendet werden um normalen Text schreiben zu können. Sonst hätte man am Ende ja nur eine große, blinkende, häßliche Textdatei, und das wollen wir wohl nicht ;)
Hierzu bedienen wir uns wieder der Tastenkombination STRG-v, “Pfeiltaste-nach-rechts” – Taste und dem löschen der Zeichen “OC”. Als nächstes folgt noch ein “[0m”. Die 0 setzt den Text wieder auf seine Standardeigenschaften zurück.
Zur Überprüfung schreibe ich in diesem Beispiel noch den Text “Puh, endlich ist der Albtraum vorbei!” dahinter.

So, dann bewundern wir mal unser Werk: Abspeichern, vim verlassen und “cat Dateiname” eingeben.

Ich bin mir seeeeeehr sicher, das dieses HowTo vor inhaltlichen und fachlichen Ungenauigkeiten nur so strotzt. Ich habe jedoch bisher keine bessere Anleitung gefunden. Wer Fehler findet, kann mich gerne durch einen Kommentar korrigieren :)