Archiv für die Kategorie „Gedanken und Träume“
Der wertvollste Mensch in der öffentlichen Debatte um deutsche Missstände seit Jahren: Dr. Thilo Sarrazin !
Wer hat nicht mitbekommen, dass es da gerade ein neues Buch gibt, welches eine Aufmerksamkeit erregt, wie seit “Harry Potter” kein zweites? Die Rede ist natürlich von “Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen” von Dr. Thilo Sarrazin.
Selbstverständlich sind manche Thesen an den Haaren herbeigezogen. Möglicherweise sogar: Viele. Hierüber werde ich mir erst ein Urteil erlauben, wenn ich das Buch gelesen habe. Ich finde es unfassbar: Es waren zuvor bestenfalls Ausschnitte ohne jeglichen Kontext verfügbar. Viele Thesen stellen lediglich eine Interpretation der Forschungsergebnisse dritter dar. Das Buch ist heute, am 30. August 2010, erst erschienen, aber seit Tagen zerreißen sich in Vorfeld sämtliche selbsternannten Experten das Maul über das Gesamtwerk. Allen vorran mal wieder meine Freunde vom “Zentralrat der Juden“; dem einzigen Zusammenschluss von Menschen, denen jede Aussage, egal wie dumm, beleidigend und im eigenen Ursprung vorverurteilend sie auch sein mag, nachgesehen wird, als habe der Oberrabbi einen “roten Knopf” unter’m Kippa, der beim ersten Stirnrunzeln einen Atomkrieg auslöst:
Ich würde Herrn Sarrazin den Eintritt in die NPD empfehlen, das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD.
– Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden gegenüber Handelsblatt Online
– Quellennachweis: Artikel “NPD lädt Sarrazin ein” vom 25.08.2010 bei RP-Online
Wohlgemerkt: Am 25.08.2010 ! 5 Tage vor der Veröffentlichung des Buches.
Einfach mal einen raushauen und jemandem, der den Mut hat sich öffentlich und, zu einem großen Teil, sachlich mit der Wertung eigener Beobachtungen, gestützt durch statistische Erhebungen, mit einem Tabuthema auseinander zu setzen, rechte Gesinnung vorwerfen. Halte ich persönlich für deutlich unkorrekter als die Niederschrift der eigenen Meinung.
Dennoch: Andere vorab veröffentlichten Aussagen, wie z.B. seine Äußerungen zur genetischen Identität gewisser Menschen- oder gar: Glaubensgruppen gehen selbstverständlich garnicht und sind in der Tat haarsträubend und eindeutig dysphemistisch bis fremdenfeindlich:
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
– Dr. Thilo Sarrazin, am Wochenende des 28./29.8.2010
Wann genau und wie er das gesagt hat, weiß ich selbstverständlich nicht. Möglich, dass er das genau so gesagt und auch so gemeint hat. Genauso gut möglich jedoch auch, das er lediglich sagte “Es gibt beispielsweise in manchen Studien einen Beleg für …“. Somit hätte er lediglich die Aussage eines Dritten herangezogen.
Das führt mir aber gerade viel zu weit – Werten möchte ich das ganze nicht. Die Kernaussage meines Blogeintrages ist eine ganz andere.
Ich halte jedoch viele von Sarrazins Aussagen für völlig korrekt und es obendrein seit Jahren für absolut unverständlich, das diese Dinge keine andere Person des öffentlichen Lebens bisher ausgesprochen hat. Ich vergöttere oder spreche Herrn Dr. Sarrazin nicht von jeglichen Denkfehlern frei; im Gegenteil! Ich enthalte mich hier bewusst einer Wertung seiner Aussagen, ehe ich das Buch gelesen habe. Was ich jedoch sehr, sehr gut und wertvoll finde (und so ist bitte auch die Überschrift zu verstehen) ist, das selbst wenn nur 5% seiner Aussagen richtig wären: Auf diesem Wege landen die angesprochenen Misstände wenigstens einmal auf einer annähernd vernünftigen Plattform und in der Öffentlichkeit, damit man sich endlich einmal objektiv und jenseits von Scheisshaus-Parolen mit dem Thema auseinander setzen kann!
Völlig ungeachtet des Themas Sarrazin: Äußert man sich heutzutage in irgendeiner Form nicht “erbschuldbewusst” und nennt offensichtliche Misstände beim Namen, landet man nur allzu schnell in der Schublade des rechtsradikalen Nazi-Gesindels. Das finde ich sehr schade!
Natürlich darf man nicht den Fehler machen, den Migrationsmissständen in Deutschland eine zu weitreichende Rolle beizumessen, wie, das diese die nahezu alleinige Ursache für die anhaltende Staatsverschuldung sind, oder die vielgerühmte Parole “Ausländer nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg!” anstimmen (zumal die aktuelle Arbeitsmarkterhebung in Berlin ja belegt, das gerade mal 60% der in Berlin lebenden Türken arbeiten, wohingegen 84% der dort lebenden Deutschen ebenfalls erwerbstätig sind
).
Jedoch darf man meiner Meinung nach auch die Augen und schon garnicht: Den Mund vor Missständen verschließen: Allzu häufig werden in der öffentlichen Diskussion mangelnde Deutschkenntnisse als größtes Migrationshemmnis genannt. Woran selbstverständlich, trotz kostenloser und dem Gesetz nach verpflichtender Deutschkurse für Ausländer (§ 9 AufenthG), immernoch wir Deutschen schuld sind … klar oder? Gerade dieser soeben benannte § 9 AufenthG wird jedoch heutzutage nahezu nie durchgesetzt. Sehr schön wird dieses Auch in dem Stern-Artikel “Integration von Einwanderern Lange hier und doch nicht da” von Franziska Reich und Özlem Gezer behandelt. Meiner Interpretation nach ist die Schuld auf beiden Seiten zu suchen: Zum einen bei den soeben angesprochenen Ausländern, welche die Deutschkurse nicht wahrnehmen (oder gar beukotieren). Zum anderen bei den Behörden, die bestehende Gesetze schlichtweg nicht beachten und die meisten eigentlich abzulehnenden Anträge durchwinken.
Inzwischen verlangen nicht nur die Stammtische, sondern auch unzählige bestens integrierte Migranten mehr Druck und Konsequenz. Weniger Multikultikuscheln. Härtere Ansagen. Nicht nur von der Justiz, sondern von allen Institutionen der Gesellschaft. Soziologen wie Ralph Ghadban, 1972 aus Beirut nach Deutschland gekommen. Er sagt: “Entweder man lebt hier und hält sich an die Regeln. Oder man geht wieder. Man kann nicht nur das soziale Netz genießen, aber diese Gesellschaft ablehnen.” Rechtsanwältinnen wie Gülsen Celebi, kurdische Wurzeln. Sie sagt: “Die Deutschen haben eine Nazi-Macke. Sie trauen sich nicht, gewalttätige Migranten zu kritisieren, weil sie Angst haben, als rechtsradikal bezeichnet zu werden.” Frauenrechtlerinnen wie die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek. Sie sagt: “Deutsche sind im Zweifelsfalle eher bereit, ihre Verfassung zu ignorieren, als sich Ausländerfeindlichkeit vorwerfen zu lassen. Manche propagieren ein Toleranzverständnis, das einer Selbstaufgabe gleichkommt.”
– Zitiert aus dem Stern-Artikel “Integration von Einwanderern Lange hier und doch nicht da” von Franziska Reich und Özlem Gezer
Beispielsweise benennt laut einem Bericht des Spiegel TV Magazins das Landeskriminalamt die Zahl, das in Berlin bei Jugendgewaltdelikten 71% der männlichen, ermittelten Tatverdächtigen Ausländer sind: Die kriminellen Karrieren junger Ausländer. Ist man nun gleich ein Nazi, weil man sich (wie hier) mit diesen Zahlen auseinander setzt?
Sarrazins Aussage zur Migrationsresistenz (nennen wir es jetzt ungeachtet der Ursachen und Schuldfrage einfach mal so; der Begriff an sich dient schließlich keinerlei Anhaltspunkt zur Ermessung der Schuldfrage) vieler Ausländer ist so verkehrt ja nicht:
Viele Menschen, vorallem mit türkisch- und arabischem Migrationshintergrund sind nicht integriert und wollen keine Integration.
– Dr. Thilo Sarrazin
Dieses wird meiner Meinung nach vom ZDF belegt: Der Faktencheck zur Integrationsdebatte
Zwar zieht der Kommentator aufgrund der Statistik, das 39% der Personen mit Migrationshintergrund eine begonnene Hochschulausbildung auch erfolgreich absolvieren (gegenüber 31% der Deutschen) den Schluss “Berlin ziehe auch Bildungseliten an, jedoch sprechen deutlich mehr der Berliner Zahlen für Sarrazins Einschätzung:
- 37% der türkischen Migranten haben keinen Schulabschluss (also nicht einmal einen Hauptschulabschluss!) gegenüber nur 2% der Deutschen
- 17% der türkischen Migranten absolvieren erfolgreich eine begonnene Hochschulausbildung, gegenüber 31% der Deutschen
- 30% aller Migranten und sogar 40% der türkischen Migranten sind arbeitslos, gegenüber nur 16% der Deutschen
Das sind alles zwar keine absoluten und “auf alle Menschen” anwendbaren Vergleichswerte, zumal ja auch hier nach wie vor Fremdenhass oder Bildungsferne des Elternhauses Ursache sein kann. Jedoch ist es allemal ein zu wertender Trend und man kann und darf solche Zahlen auch nicht einfach aus Angst, sich am brenzligen Thema die Finger zu verbrennen, ungeachtet lassen. Irgend etwas läuft schon lange schief in Deutschland. Und da müssen wir ran! Liegt es am Umgang mit der Einführung der Migranten in Deutschland, sollte hier nachgebessert werden. Liegt es jedoch tatsächlich an der “Ach, die füttern mich schon durch diese Idioten” – Mentalität eines Großteiles der türkischstämmigen Bevölkerungsgruppe, sollte Deutschland endlich einmal die innere Größe und das Selbstbewusstsein aufbringen, um hier durchzugreifen.
Man nehme sich ein Beispiel an Australien: Da ist nichts mit staatlich finanzierten Integrations- und Sprachkursen im Nachhinein: Da können die Bewerber um das Visum entweder akurate Englischkenntnisse, sowie eine feste Arbeitsstelle im Vorfeld an die Einwanderungserlaubnis vorweisen, sowie einen Qualifizierungsnachweis für den erlernten Beruf oder sie sehen die lange Nase. Auch über 30 jährige gucken in der Regel in die Röhre. Zudem ist die Einwanderung zahlenmäßig nach oben gedeckelt. Eine Quotierung nach Ländern gibt es nicht, wohl aber nach Berufen und Qualifikationen. Mit anderen Worten: “Du hast überall nur Einser und trotz eines Alters von 25 bereits 26 Jahre Berufsserfahrung? Tja, Pech: Wir haben alles an IT-Spezialisten was wir brauchen.”
Wie auch immer: Ich würde mich freuen wenn dieses Buch, egal ob richtig, rechts, links oder völlig falsch, dazu beitragen würde, endlich eine objektive Diskussion über Kernfragen in Deutschland ermöglichen würde, ohne das, sobald einer diese auch nur anspricht, aus drei anderen politischen Lagern “Hexe, HEXE !!!” geschrieen wird.
Pendlerpauschale beim “Weissen” angekommen :D
HA! Das erste Jahr, wo ich meine Steuererklärung gemacht habe, haut auch gleich gut rein: Habe ich schon Anfang 2008 aus meiner Steuererklärung für 2007 schon rund 806,- € zurückbezahlt bekommen, kamen nun noch einmal 373,27 € für die rückwirkend ausbezahlte Pendlepauschale dazu!
Das ist ja mal stark! Somit haben mir diese 2-3 Stunden Arbeit, die ich in meine erste Steuererklärung gesteckt habe, insgesamt 1.179,60 € gebracht!
Das ist ja mal ein Stundenlohn …
Ich habe ehrlich gesagt gezweifelt, ob das wirklich alles so automatisch, ohne weiteren Schriftverkehr über die Bühne geht, wie in den Medien angekündigt. Und Tatsache: Meine Sorgen waren unbegründet! Ich zumindest, habe keine Anfrage oder ähnliches an das Amt gerichtet und nun, vollkommen automatisch, diese Rückzahlung erhalten: Super! ![]()
Das sich der Staat diesen Verlust nicht an anderer Stelle wiederholt, wurde ja garantiert. Ob das nun vielleicht doch versteckt passiert weiss ich nicht. Dazu habe ich zu wenig Ahnung vom Fluss der Gelder.
Ziel des Staats war es aber ja, durch das Versprechen sich das Geld nicht wiederzuholen, die Konjunktur anzukurbeln. Ich denke, ich nehme die 373,27 € und kaufe mir davon endlich einen guten Wäschetrockner!
Damit die Kohle auch in Deutschland bleibt, habe ich ein Modell von Bauknecht ins Auge gefasst.
Dieser Hinweis kam, meines erachtens nach, in den Medien zu kurz: Damit die Wirtschaft angekurbelt wird, sollte wieder verstärkt in deutsche Marken investiert werden. Sonst landet das Geld wieder nur im Ausland und alles was man fördert, ist die Beschäftigung von Hungerlöhnern im Ausland. In Deutschland gehen die vielen Firmen kaputt und das muss verhindert werden!
Naja, wie auch immer: Ich habe bereits meine Steuererklärung für 2008 abgeschickt! Bin mal gespannt wieviel es diesmal wird …
“Bullen sind Schweine und Kurupt”
Ja, doch: Ich kann schreiben!
Das las ich eben im Bus, gekrikelt in Druckbuchstaben und mit Kuli an eines der Plastikteile.
Warum ist es immer derselbe (dumme) Schlag “Mensch”, die meinen ihre Meinung auf Klotüren und Busplastikteilen interessiert irgendwen?
Bwaaaah … es müsste einen Virus geben, der “aussiebt” und solche Leute einfach in die Pfütze Schleim zersetzt, die sie in meinen Augen sind …
Vom Zerlauf der Freundschaften
Vor ca. zwei Jahren wechselte sich ziemlich radikal mein Freundeskreis. Dadurch, das ich mit meiner Freundin zusammenkam und Ihre Leute kennen lernte, wurde auch ich selbst schnell in diesen Kreis mit aufgenommen und gemocht.
Zu diesem Zeitpunkt spielten aus dieser im Kern ca. 20 Mann bestehenden Truppe nur ca. 3 halbwegs regelmäßig das MMORPG World of Warcraft. Es wurde vom nicht-spielenden Rest verteufelt. Alle waren sich einig, das es massivst Zeit fressen würde, das es zu teuer ist, das es suuuper nervt, das die Leute (nicht zuletzt aus dem Grund, das sie halt nichts anderes mehr erleben) nur noch zu einem Gespräch rund um dieses Spiel bereit sind, das man sie zu kaum einer normalen Freizeitbeschäftigung bewegen kann, weil ja immer irgendwelche super wichtigen Aufgaben in dieser Spielwelt auf sie warten, etc.
Kurzum: Mit diesen Leuten liess sich quasi nichts mehr anfangen.
Also ist der deutlich größere Rest halt regelmäßig ins Kino gegangen, hat Videoabende gemacht, hat LARP gespielt, Pen&Paper, oder was weiss der Geier. Wir hatten immer super viel Spass und es war nie langweilig. Ich war sehr froh so einen schönen Freundeskreis aufgetan zu haben und da so positiv aufgenommen worden zu sein.
ca. ein halbes Jahr später, breitete sich dieses Spiel jedoch derart unter den Leuten aus, das heute bis auf mich selbst höchstens noch 2 andere dieses Spiel nicht spielen. Ich habe es mal getestet und es gibt mir nichts. Es ist ein Spiel, OK. Aber nichts, wofür ich neben dem Kaufpreis des Spiels selbst, noch zusätzlich 8 oder 9 € jeden Monat hinlegen würde, damit ich es spielen darf. Auch noch komplett unabhängig davon, ob ich in dieser Zeit spiele oder nicht. So ist es kein Spiel mehr, sondern nur eine kostenspielige, Zeit fressende Verpflichtung. Und das macht mir kein Spass.
Was mich sehr traurig macht ist, das diese Leute süchtig sind. Vollkommen! Sie haben ihr komplettes Leben umgestellt, spielen jeden einzigen Tag mehrere Stunden, vernachlässigen Ihre Partner, was zu diversen Trennungen geführt hat und reden seitdem (seit nunmehr gut einem Jahr) über nichts anderes mehr. Einer hat jetzt sogar seine Ausbildungsstelle verloren, da er nicht mehr auf der Arbeit erschienen ist.
Ich gerate dadurch immer mehr zum Aussenseiter. Schliesslich kann man aus DEREN Sicht heraus ja nicht mehr mit mir sprechen. Und auch keinen Spass haben. Aber wie auch? Wer kann schon zum Party-Helden werden, wenn er zum Hauptthema nichts zu sagen hat?
Stattdessen werden jetzt Leute, die sich hoffnungslos mit den Menschen in diesem Freundeskreis überworfen haben, die immer völlig verdient als die Ärsche der Nation gehandhabt wurden, wieder integriert, weil die ja sehr erfolgreich spielen und die Leute im Spiel nach vorne bringen.
Ich sehe die meisten nicht mehr als Freunde an. Es sind größtenteils nur noch Fähnchen, die sich sehr extrem dem Wind beugen. Je nachdem aus welcher Richtung es gerade am meisten bläst.
Das alles bedrückt mich schon sehr lange.
Auslöser für diesen Artikel ist ein Heiseartikel den ich gerade gelesen habe. Er bestätigt deckungsgleich meine Erfahrungen. Das leugnen der Personen in meinem Umfeld passt soweit ich informiert bin auch nahtlos ins Bild eines Abhängigen.
Wer sich für dieses Thema interessiert sollte sich diesen Artikel mal zu Gemüte führen: