Kategorien
Archiv

Der wertvollste Mensch in der öffentlichen Debatte um deutsche Missstände seit Jahren: Dr. Thilo Sarrazin !


Wer hat nicht mitbekommen, dass es da gerade ein neues Buch gibt, welches eine Aufmerksamkeit erregt, wie seit “Harry Potter” kein zweites? Die Rede ist natürlich von “Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen” von Dr. Thilo Sarrazin.

Selbstverständlich sind manche Thesen an den Haaren herbeigezogen. Möglicherweise sogar: Viele. Hierüber werde ich mir erst ein Urteil erlauben, wenn ich das Buch gelesen habe. Ich finde es unfassbar: Es waren zuvor bestenfalls Ausschnitte ohne jeglichen Kontext verfügbar. Viele Thesen stellen lediglich eine Interpretation der Forschungsergebnisse dritter dar. Das Buch ist heute, am 30. August 2010, erst erschienen, aber seit Tagen zerreißen sich in Vorfeld sämtliche selbsternannten Experten das Maul über das Gesamtwerk. Allen vorran mal wieder meine Freunde vom “Zentralrat der Juden“; dem einzigen Zusammenschluss von Menschen, denen jede Aussage, egal wie dumm, beleidigend und im eigenen Ursprung vorverurteilend sie auch sein mag, nachgesehen wird, als habe der Oberrabbi einen “roten Knopf” unter’m Kippa, der beim ersten Stirnrunzeln einen Atomkrieg auslöst:

Ich würde Herrn Sarrazin den Eintritt in die NPD empfehlen, das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD.
– Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden gegenüber Handelsblatt Online
– Quellennachweis: Artikel “NPD lädt Sarrazin ein” vom 25.08.2010 bei RP-Online

Wohlgemerkt: Am 25.08.2010 ! 5 Tage vor der Veröffentlichung des Buches.
Einfach mal einen raushauen und jemandem, der den Mut hat sich öffentlich und, zu einem großen Teil, sachlich mit der Wertung eigener Beobachtungen, gestützt durch statistische Erhebungen, mit einem Tabuthema auseinander zu setzen, rechte Gesinnung vorwerfen. Halte ich persönlich für deutlich unkorrekter als die Niederschrift der eigenen Meinung.

Dennoch: Andere vorab veröffentlichten Aussagen, wie z.B. seine Äußerungen zur genetischen Identität gewisser Menschen- oder gar: Glaubensgruppen gehen selbstverständlich garnicht und sind in der Tat haarsträubend und eindeutig dysphemistisch bis fremdenfeindlich:

Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
– Dr. Thilo Sarrazin, am Wochenende des 28./29.8.2010

Wann genau und wie er das gesagt hat, weiß ich selbstverständlich nicht. Möglich, dass er das genau so gesagt und auch so gemeint hat. Genauso gut möglich jedoch auch, das er lediglich sagte “Es gibt beispielsweise in manchen Studien einen Beleg für …“. Somit hätte er lediglich die Aussage eines Dritten herangezogen.
Das führt mir aber gerade viel zu weit – Werten möchte ich das ganze nicht. Die Kernaussage meines Blogeintrages ist eine ganz andere.

Ich halte jedoch viele von Sarrazins Aussagen für völlig korrekt und es obendrein seit Jahren für absolut unverständlich, das diese Dinge keine andere Person des öffentlichen Lebens bisher ausgesprochen hat. Ich vergöttere oder spreche Herrn Dr. Sarrazin nicht von jeglichen Denkfehlern frei; im Gegenteil! Ich enthalte mich hier bewusst einer Wertung seiner Aussagen, ehe ich das Buch gelesen habe. Was ich jedoch sehr, sehr gut und wertvoll finde (und so ist bitte auch die Überschrift zu verstehen) ist, das selbst wenn nur 5% seiner Aussagen richtig wären: Auf diesem Wege landen die angesprochenen Misstände wenigstens einmal auf einer annähernd vernünftigen Plattform und in der Öffentlichkeit, damit man sich endlich einmal objektiv und jenseits von Scheisshaus-Parolen mit dem Thema auseinander setzen kann!
Völlig ungeachtet des Themas Sarrazin: Äußert man sich heutzutage in irgendeiner Form nicht “erbschuldbewusst” und nennt offensichtliche Misstände beim Namen, landet man nur allzu schnell in der Schublade des rechtsradikalen Nazi-Gesindels. Das finde ich sehr schade!

Natürlich darf man nicht den Fehler machen, den Migrationsmissständen in Deutschland eine zu weitreichende Rolle beizumessen, wie, das diese die nahezu alleinige Ursache für die anhaltende Staatsverschuldung sind, oder die vielgerühmte Parole “Ausländer nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg!” anstimmen (zumal die aktuelle Arbeitsmarkterhebung in Berlin ja belegt, das gerade mal 60% der in Berlin lebenden Türken arbeiten, wohingegen 84% der dort lebenden Deutschen ebenfalls erwerbstätig sind ;) ).
Jedoch darf man meiner Meinung nach auch die Augen und schon garnicht: Den Mund vor Missständen verschließen: Allzu häufig werden in der öffentlichen Diskussion mangelnde Deutschkenntnisse als größtes Migrationshemmnis genannt. Woran selbstverständlich, trotz kostenloser und dem Gesetz nach verpflichtender Deutschkurse für Ausländer (§ 9 AufenthG), immernoch wir Deutschen schuld sind … klar oder? Gerade dieser soeben benannte § 9 AufenthG wird jedoch heutzutage nahezu nie durchgesetzt. Sehr schön wird dieses Auch in dem Stern-Artikel “Integration von Einwanderern Lange hier und doch nicht da” von Franziska Reich und Özlem Gezer behandelt. Meiner Interpretation nach ist die Schuld auf beiden Seiten zu suchen: Zum einen bei den soeben angesprochenen Ausländern, welche die Deutschkurse nicht wahrnehmen (oder gar beukotieren). Zum anderen bei den Behörden, die bestehende Gesetze schlichtweg nicht beachten und die meisten eigentlich abzulehnenden Anträge durchwinken.

Inzwischen verlangen nicht nur die Stammtische, sondern auch unzählige bestens integrierte Migranten mehr Druck und Konsequenz. Weniger Multikultikuscheln. Härtere Ansagen. Nicht nur von der Justiz, sondern von allen Institutionen der Gesellschaft. Soziologen wie Ralph Ghadban, 1972 aus Beirut nach Deutschland gekommen. Er sagt: “Entweder man lebt hier und hält sich an die Regeln. Oder man geht wieder. Man kann nicht nur das soziale Netz genießen, aber diese Gesellschaft ablehnen.” Rechtsanwältinnen wie Gülsen Celebi, kurdische Wurzeln. Sie sagt: “Die Deutschen haben eine Nazi-Macke. Sie trauen sich nicht, gewalttätige Migranten zu kritisieren, weil sie Angst haben, als rechtsradikal bezeichnet zu werden.” Frauenrechtlerinnen wie die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek. Sie sagt: “Deutsche sind im Zweifelsfalle eher bereit, ihre Verfassung zu ignorieren, als sich Ausländerfeindlichkeit vorwerfen zu lassen. Manche propagieren ein Toleranzverständnis, das einer Selbstaufgabe gleichkommt.”
– Zitiert aus dem Stern-Artikel “Integration von Einwanderern Lange hier und doch nicht da” von Franziska Reich und Özlem Gezer

Beispielsweise benennt laut einem Bericht des Spiegel TV Magazins das Landeskriminalamt die Zahl, das in Berlin bei Jugendgewaltdelikten 71% der männlichen, ermittelten Tatverdächtigen Ausländer sind: Die kriminellen Karrieren junger Ausländer. Ist man nun gleich ein Nazi, weil man sich (wie hier) mit diesen Zahlen auseinander setzt?

Sarrazins Aussage zur Migrationsresistenz (nennen wir es jetzt ungeachtet der Ursachen und Schuldfrage einfach mal so; der Begriff an sich dient schließlich keinerlei Anhaltspunkt zur Ermessung der Schuldfrage) vieler Ausländer ist so verkehrt ja nicht:

Viele Menschen, vorallem mit türkisch- und arabischem Migrationshintergrund sind nicht integriert und wollen keine Integration.
Dr. Thilo Sarrazin

Dieses wird meiner Meinung nach vom ZDF belegt: Der Faktencheck zur Integrationsdebatte

Zwar zieht der Kommentator aufgrund der Statistik, das 39% der Personen mit Migrationshintergrund eine begonnene Hochschulausbildung auch erfolgreich absolvieren (gegenüber 31% der Deutschen) den Schluss “Berlin ziehe auch Bildungseliten an, jedoch sprechen deutlich mehr der Berliner Zahlen für Sarrazins Einschätzung:

  • 37% der türkischen Migranten haben keinen Schulabschluss (also nicht einmal einen Hauptschulabschluss!) gegenüber nur 2% der Deutschen
  • 17% der türkischen Migranten absolvieren erfolgreich eine begonnene Hochschulausbildung, gegenüber 31% der Deutschen
  • 30% aller Migranten und sogar 40% der türkischen Migranten sind arbeitslos, gegenüber nur 16% der Deutschen

Das sind alles zwar keine absoluten und “auf alle Menschen” anwendbaren Vergleichswerte, zumal ja auch hier nach wie vor Fremdenhass oder Bildungsferne des Elternhauses Ursache sein kann. Jedoch ist es allemal ein zu wertender Trend und man kann und darf solche Zahlen auch nicht einfach aus Angst, sich am brenzligen Thema die Finger zu verbrennen, ungeachtet lassen. Irgend etwas läuft schon lange schief in Deutschland. Und da müssen wir ran! Liegt es am Umgang mit der Einführung der Migranten in Deutschland, sollte hier nachgebessert werden. Liegt es jedoch tatsächlich an der “Ach, die füttern mich schon durch diese Idioten” – Mentalität eines Großteiles der türkischstämmigen Bevölkerungsgruppe, sollte Deutschland endlich einmal die innere Größe und das Selbstbewusstsein aufbringen, um hier durchzugreifen.

Man nehme sich ein Beispiel an Australien: Da ist nichts mit staatlich finanzierten Integrations- und Sprachkursen im Nachhinein: Da können die Bewerber um das Visum entweder akurate Englischkenntnisse, sowie eine feste Arbeitsstelle im Vorfeld an die Einwanderungserlaubnis vorweisen, sowie einen Qualifizierungsnachweis für den erlernten Beruf oder sie sehen die lange Nase. Auch über 30 jährige gucken in der Regel in die Röhre. Zudem ist die Einwanderung zahlenmäßig nach oben gedeckelt. Eine Quotierung nach Ländern gibt es nicht, wohl aber nach Berufen und Qualifikationen. Mit anderen Worten: “Du hast überall nur Einser und trotz eines Alters von 25 bereits 26 Jahre Berufsserfahrung? Tja, Pech: Wir haben alles an IT-Spezialisten was wir brauchen.”

Wie auch immer: Ich würde mich freuen wenn dieses Buch, egal ob richtig, rechts, links oder völlig falsch, dazu beitragen würde, endlich eine objektive Diskussion über Kernfragen in Deutschland ermöglichen würde, ohne das, sobald einer diese auch nur anspricht, aus drei anderen politischen Lagern “Hexe, HEXE !!!” geschrieen wird.

Abschied von der alten Zoosau

Irgendwie sind wir Menschen ja schon bei Zeiten etwas komisch gestrickt: Wir wollen uns zum Beispiel ein neues Auto kaufen, sind uns den Vorzügen der Neuanschaffung völlig bewusst und wägen das Für und Wider dieser Entscheidung sorgfältig ab. Doch wenn wir uns schließlich zu diesem Schritt entschlossen haben und uns vom alten Wagen trennen sollen, werden wir sentimental und lassen uns von Emotionen plagen, die einem fast das Gefühl geben man gibt ein lieb gewonnenes Familienmitglied in fremde Hände, bzw. gibt ihm den Gnadenschuss. Vergessen sind plötzlich die letzten vierstelligen Rechnungen für Verschleißreparaturen; wir haben ein schlechtes Gewissen gegenüber einer Sache und empfinden sogar Trauer. Da hilft einem auch die Erkenntnis, wie unsinnig solche Gefühle sind, nicht wirklich weiter.

Ähnliches habe ich eben beim letzten einloggen in die alte “Zoosau” empfunden. zoosau.de war meine erste, eigene Domain. Ich habe sie seit 2003, also inzwischen über 7 Jahre. Zunächst lief sie ca. 2 oder 3 Jahre auf einem vServer von “Server4You”. Bereits für diesen Server bürgerte sich der Name “die Zoosau” ein. “Ich lad’s dir nachher auf die Zoosau!” – Solche und ähnliche Sätze machten dann im IRC Stammchannel und der Berufsschule die Runde. Dieser Name hat sich inzwischen sogar im professionellen Umfeld meiner Arbeitsstelle etabliert – jeder weiß was gemeint ist und keinem Stößt dieser Name mehr sauer auf. ;)
Auf diesem vServer stieß ich jedoch sehr schnell an dessen Grenzen. Schließlich konnte man ja nichtmal einen neuen Kernel kompilieren, da dieser mit closed source – Patches versehen war um auf der Virtualisierungsplattform laufen zu können. Sofern man seinen Server ordnungsgemäß gewartet und aktualisiert hat, füllten die Updates auch schnell ca. 1/4 der gesamten Festplattenkapazität, da die zugrunde liegende Virtualisierungsplattform nur “originale” Dateien nicht von dem zur Verfügung stehenden Speicherplatz abgezogen hat. Kaum hat man ein Paket aktualisiert, war dieser Speicherplatz auf einmal “mehr” belegt. Hat ein Paket von 1 MB Größe also ein älteres von 1 MB Größe überschrieben und hatte man zuvor … sagen wir 100 MB frei, so hatte man nach diesem Update nur noch 99 MB frei. Klingt komisch, war aber so!
Seit ca. 2006 bis heute bestand also “die Zoosau” in der aktuellen Form eines Debian 4.0 Servers auf echter (wenn auch alter) Hardware. Was zunächst als reine Homepage-Maschine begonnen hat, hat sich auf diesem System schnell zu einer immer weiter wachsenden Spielwiese entwickelt, auf der ich ungeheuer viel gelernt habe. Jeden Tag kam ein wenig mehr zum Funktionsportfolio hinzu. Zu Mails, die per fetchmail auf den Server von meinen Freemail-Accounts geholt und gesammelt wurden, kamen schnell eigene Mailaccounts auf dem Server, die direkt angesteuert werden konnten. Zum lesen der Mails auf der Shell kamen schnell die Möglichkeiten diese per IMAP und Webmailer zu lesen. Ein Spamfilter, Datenbanken, Backupsysteme (dessen Konzept ich auf der Bacula Konferenz 2009 in Köln sogar als Gastredner präsentieren durfte (Präsentationsunterlagen Bacula Konferenz 2009 von Marc Richter fa. Marketing Factory Consulting GmbH – Punkt “Vorstellung der Lösung für extern gehostete (z.B. vServer) mit FTP – Backupspace”)), Monitoring der Last, Zugriffsstatistiken, etc. sollten folgen. Alle diese Themen konnte ich hier nicht nur nach 0815 – Schema “mal eben installieren” sondern konnte mir stets die Zeit lassen, diese Programme wirklich zu verstehen; sowohl was die Funktion, wie auch was die Bedienung und Implementation angeht.
Um es kurz zu machen: In diesem System steckt mein ganzes KnowHow und auch ein Teil Herzblut. Fast alles was ich heute kann, habe ich hier gelernt. Zudem stellt es für mich so eine Art IT-Utopia dar, welches mir stets zum Vorbild und als Maßstab für weitere Systeme gereicht. In den nunmehr über 4 Jahren Dauerbetrieb komme ich (ohne die jüngsten Migrations-Downtimes) auf weniger als 2 Stunden kummulierte Ausfallzeit, trotz stetigem basteln im Hintergrund.

Inzwischen laufen insgesamt 8 produktive Seiten auf diesem Server. Mit allen Metadiensten wie Statistiken, Backups, etc. lief das System jedoch schon lange auf einer durchschnittlichen Load von ca. 0,8 . Zudem boten neue Server-Pakete für denselben Preis schlichtweg inzwischen … mehr: mehr Platz, mehr Inklusivtraffic, mehrere CPU-Kerne, schnellere CPU-Kerne, mehr RAM, etc. Last but not Least ist Debian 4.0 stable ja nun nicht mehr der jüngste Kandidat auf dem Markt, so das ich immer öfter, um an aktuellere Versionen einer Software zu kommen, händisch kompilieren musste. Und mit jedem Paket, welches ich so jenseits des Paketmanagements warten musste, wuchs der Aufwand, da man ja trotzdem auf aktuelle Sicherheitsprobleme Rücksicht nehmen muss (jajaja, man kann ja auch das testing oder unstable – Release nehmen oder gar mischen. Habe ich aber nie gute Erfahrungen mit gemacht).

Als ich mich eben um ca. 19.43 Uhr auf der alten Zoosau eingelogged habe, hatte ich schon ein komisches Gefühl und schlechtes Gewissen, da ich wusste, das ich das System, was mir jahrelang treue Dienste geleistet hat und auf dem ich eine Menge Spaß hatte, gleich binnen Sekunden zerstören werde.
Einmal eingelogged, habe ich zunächst alle persönlichen Daten gelöscht. Anschließend habe ich um 19.47 Uhr folgende “Schleife-of-Death” losgetreten:

while [ 1 -gt 0 ]; do
dd if=/dev/urandom of=/dev/hda
done

Da bleibt wohl nicht viel über … :’(
Tut mir irgendwie in der Seele weh. Zumal wenn ich sehe, das das ganze inzwischen schon 1 Stunde, 23 Minuten läuft und das System immer noch tapfer auf Pings reagiert.

Abschied von der alten Zoosau - h1322702

Abschied von der alten Zoosau - h1322702

1: Hier läuft die “Schleife of Death”
2: Hier antwortet das System immer noch tapfer auf Pings
3: Im Schatten der alten Zoosau, steht hier bereits die neue Zoosau Gewehr bei Fuß

Schon blöd – selbst wenn man sich das Auto, was unmittelbar nach dem eigenen vom Band gerollt ist, als Ersatz für das eigene kauft, fühlt man sich dennoch darin fremd und merkt, das es nicht dasselbe ist.
Ich habe jetzt alle Dienste übertragen, alle Dateien kopiert. Ja, sogar funktionieren tut alles. Schneller als vorher. Und dennoch fällt mir der Abschied schwer.

Naja, nun ist’s eh zu spät.
Auf zum letzten Shutdown – sofern das System den überhaupt noch hinbekommt ;)

WordPress und Plugins automatisch aktualisieren ohne den FTP-Dialog

Ich dachte lange Zeit das Verhalten von WordPress, nach einem Klick auf “automatisch aktualisieren” (Siehe Bild 1 – “automatisch aktualisieren ohne korrekte Rechte“) einen Dialog einzublenden, in dem man FTP-Zugangsdaten eingeben muss um das zuvor am PC heruntergeladene ZIP-Archiv mit der neuen Pluginversion auf seinen Server hochzuladen (Siehe Bild 2 – “FTP-Abfragemaske”), seie der Standard und die einzige Methode, die diese Funktion anbietet, um ein Plugin auf eine neue Version zu aktualisieren. War für mich natürlich extrem blöd, da ich gar keinen FTP Dienst hier auf meinem Server benötige. Was ich hoch- und herunterladen möchte, transferiere ich per SCP. Ein Einfallstor weniger, deutlich sicherer da von Haus aus verschlüsselt und solche Features wie Up-/Downloadquota benötige ich ohnehin nicht.

automatisch aktualisieren ohne korrekte Rechte

automatisch aktualisieren ohne korrekte Rechte

FTP-Abfragemaske

FTP-Abfragemaske

Das dieses die einzige Methode ist ist jedoch garnicht der Fall! Ja, nicht einmal um die Standardvariante handelt es sich; das ganze ist schon eine Fallback-Funktion. Hat man sein WordPress richtig konfiguriert, wird man garnicht nach FTP Zugangsdaten gefragt, sondern WordPress läd die Datei selbstständig von der WordPress-Seite des Plugins herunter, deaktiviert es, überschreibt die alte Version mit der neuen und aktiviert diese anschließend wieder. Es hält sich somit an seine eigenen Empfehlungen und könnte komfortabler nicht sein.

Warum klappt es jedoch bei so vielen nicht und wieso können einem auf Nachfrage die meisten Experten nichtmal sagen warum beim einen das Autoupdate und beim anderen die FTP-Datenabfrage kommt? Die Antwort auf die zweite Frage habe ich selber nicht parat, aber die Antwort auf die erste versuche ich im folgendem zu geben und versuche das ganze so leicht verständlich wie möglich zu halten.

Der Webserver ist an sich auch nur ein Programm, welches als ein bestimmter User läuft. Der Webserver darf also auch immer nur auf genau die Ressourcen zugreifen (und mit den entsprechenden Rechten), wie es ein User auf der Shell, der als dieser User angemeldet ist, auch dürfte. Als welcher User/Gruppe der Webserver laufen soll, legt man beispielsweise beim Apache mit den Optionen “User” und “Group” fest. Im folgenden gehe ich exemplarisch davon aus, das es sich hierbei bei beidem um “apache2″ handelt.
Dementsprechend muss ein Verzeichnis in dem der Webserver Dateien ablegen, verändern oder entfernen soll, auch mit den entsprechenden Rechten für diesen User versehen werden. Für WordPress’ Plugins wäre dieses das Verzeichnis “wp-content/plugins/“. Selbstverständlich muss der User apache2 in diesem, sowie dessen Unterverzeichnisse für Dateien mindestens 644 und für Verzeichnisse mindestens 755 Rechte haben. Selbiges gilt jedoch natürlich für alle anderen Verzeichnisse, in denen der Webserver Daten ändern können muss, wie “wp-content/themes” oder “wp-content/uploads” gleichermaßen.
Jedoch war dieses immer schon so bei mir, und dennoch habe ich den zuvor genannten FTP-Datenabfrage – Dialog erhalten.

Der Knackpunkt ist, das die Datei “wp-admin/update.php” dem User gehören muss, als der der Webserver läuft. Es genügt nicht das dieser User einfach sämtliche benötigten Rechte auf diese Datei haben muss, sie muss ihm tatsächlich gehören! Einen durch Berechtigungen gerechtfertigten Grund hierfür gibt es nicht, die Routine ist schlichtweg so programmiert. Selbstverständlich könnte man dieses Stück Code verändern, nur muss man das dann nach jedem Core – Update wiederholen. Grundsätzlich lässt man von sowas die Finger!

Ist also beides gegeben, passende lese-/schreibrechte in den genannten Verzeichnissen, sowie das Eigentumsrecht auf die Datei “wp-admin/update.php“, funktioniert es auch mit dem auto-Update!

Funktionierendes WordPress Plugin-Auto-Update

Funktionierendes WordPress Plugin-Auto-Update

Vielen Dank an dieser Stelle an Stefan David, der auf seinem Blog-Beitrag nach Monaten als einziger in der Lage war, dieses Phänomen mal aufzudröseln! :)

Erster Eindruck vom Summer Breeze

Ich schreibe nur kurz, da ich noch recht im Eimer bin (nur ein Bier!!). Es war eine super anstrengende Fahrt – mal eben so 480 km abzureißen ist schon ‘ne Hausnummer. Ich war auf jeden Fall ziemlich im Eimer. War waren etwa um 20 Uhr fertig mit unserem Zeltaufbau. Diese stehen hier übrigens dicht an dicht (siehe Bild).
Der letzte Shuttlebus ins Dorf fuhr um 20 Uhr, so das wir nur noch mit einem teuren Taxi zurück gekommen wären. Einkaufen war also nicht, da die Pkw den Platz nur zur an- und abreise verlassen dürfen. So haben wir gestern nur noch Rage gesehen (muss sein!!!) und sind wie die alten Leute so um 0 Uhr in den Zelten verschwunden. Peavy meinte “boah, seid Ihr höflich! Da können wir im Ruhrgebiet uns ‘ne Scheibe von abschneiden!” ;) Soso. .. ;)
Was mich ziemlich ärgert ist, das hier sehr viele Asis sind. Metalfans waren immer ein nettes Völkchen, wo es so gut wie nie Stress gab, alle waren nett und man hatte meistens reife, vernünftige Leute, die sich trotz des regen Alkoholkonsumes weiestgehend unter Kontrolle hatten.
Nicht nur das hier super viele unbeaufsichtigte Kinder (15/16!) rumrennen, nein: Die erwachsenen können sich auch zum Großteil nicht benehmen. Pissen hinter’s eigene Auto, statt die 50 zum Zaun zu gehen, pogen um jeden Preis ohne Rücksicht auf irgendetwas, etc.
Was mich auch aufregt sind die Bierpreise. Die Karten sind schon echt nicht gerade günstig. Da wirkt auf mich ein 0,4er Bier mit 3 Euro wie arge Geldmacherei.

Wie auch immer, wir fahren jetzt gleich erstmal ins Dorf und kaufen ein.

image

Auf zum Summer Breeze!

Ja, gesagt getan! Ich mache Urlaub, die Zoosau nicht. Ich werde versuchen die Erlebnisse der kommenden Tage fleißig zu Bloggen. Wenn möglich auch Bilder zu reichen. Ggf. Werden diese, wie Videos, jedoch auch erst später folgen. Kommt drauf an, ob ich Bock haben werde da im Getümmel mit dem Handy solche Datenmengen zu schaufeln und wie gut mich dieser mobile Android-Client dabei unterstützt. Ebenso bitte ich um Verständnis, da die Beiträge nicht so gut Layoutet, ausführlich und nichtmal durchgängig in rein deutscher Sprache verfasst sein werden: Ich bin halt unterwegs und habe Alkohol dabei ;)

Unter www.summer-breeze.de soll es sogar einen Live-Stream geben. Könnt ja mal schauen, ob ihr mich findet :)

image

Heartbeat und das Ressource-Script “Filesystem” (FATAL: Module scsi_hostadapter not found.)

ALTA !!!

Der neue Server ist up und ich entjungfere ihn mal direkt mit einem “LECK MICH AM ARSCH – WARUM???” – Blogeintrag.

Ich sitze auf der Arbeit, richte, wie ich es sicher schon dutzende Male gemacht habe, ein Heartbeat mit DRBD ein und sehe (erstmals unter Lucid Lynx) folgendes beim starten einer Filesystem-Ressource im Log:


ResourceManager[8524]:  2010/08/11_20:39:08 info: Running /etc/ha.d/resource.d/Filesystem /dev/drbd1 /server/data/nfs reiserfs defaults,acl,rw start
Filesystem[8840]:       2010/08/11_20:39:08 INFO: Running start for /dev/drbd1 on /server/data/nfs
FATAL: Module scsi_hostadapter not found.

Worauf lässt es sich zurückführen? Man lese und staune:

Zitat aus Datei “/usr/lib/ocf/resource.d/heartbeat/Filesystem”, Zeilen 404 bis 408:

if [ "X${HOSTOS}" != "XOpenBSD" ];then
# Insert SCSI module
# TODO: This probably should go away. Why should the filesystem
# RA magically load a kernel module?
$MODPROBE scsi_hostadapter >/dev/null

So, Masterfrage: Was passiert, wenn ein Kernel das Modul scsi_hostadapter nicht oder nicht als Modul kompiliert hat (so wie es, nebenbei bemerkt, beim Standardkernel von Lucid Lynx (2.6.32-24-server) der Fall ist)? Riiiiiiiiiiiiichtig: Hier wird ein Exitcode ungleich 0 generiert, und Heartbeat denkt die ganze Aktion ist fehlgeschlagen.

Das ganze lässt sich also durch auskommentieren der Zeile 408 (“$MODPROBE scsi_hostadapter >/dev/null”) beheben.

12.08.2010 – UPDATE: Scheinbar hatte ich das gestern fehlinterpretiert. Es wird zwar die “FATAL: Module scsi_hostadapter not found.” – Meldung ausgegeben, jedoch hat dieses doch keine Auswirkungen auf den Errorcode des gesamten Scriptes. Dann lag das gestern an was anderes … gnaaaahr :D

BRB …

So, bald ist es soweit. Der neue Server, auf dem unter anderem diese Homepage zukünftig laufen wird, ist weitestgehend fertig. Die Datenbanken sind schon umgezogen. Was nun noch fehlt ist das Mailsystem und die Webseiten.

Sollte diese Seite also im Verlauf der kommenden Woche einmal nicht erreichbar sein, liegt’s daran :)

brb ...

brb ...

OK: Krieeeeeeeeeg!!!

OK, die “Ihr könnt erst installieren, wenn unsere Server up sind, ätsch!!” Aktion finde ich immernoch blöd. Aber ich muss den Blizzard-Jungs echt lassen, das der Start sauber war! Kein Serverausfall, den man bemerkt hätte, keine anderweitigen Probleme bisher. Lüppt! :)

Meine Installation startete pünktlich um 0:01 Uhr; wie ich heute in den News gelesen habe, waren die die Server schon um 22:15 Uhr online … OK – war mir halt zu blöd alle paar Minuten vor der offiziellen Zeit Testzu”pingen”, ob die Installation anläuft oder nicht.

Hier eine kurze Bilderstrecke meiner Installation:

Installation möglich! Wohin bitte?

Installation möglich! Wohin bitte? Natürlich PÜNKTLICH um 0:01 Uhr :)

Bitte aber auch im Battle.net registrieren .. für eingefleischte Blizzarder nicht der Erwähnung wert ;)

Bitte aber auch im Battle.net registrieren .. für eingefleischte Blizzarder nicht der Erwähnung wert ;)

Nach nur 17 Minuten ist die Installation durch

Nach nur 17 Minuten ist die Installation durch

Aber wen wundert's? Zunächst muss, trotz releasetermin am selben Tag, erstmal gepatched werden.

Aber wen wundert's? Zunächst muss, trotz Releasetermin am selben Tag, erstmal gepatched werden.

Nach 23 Minuten Installation ist auch der Patch installiert - Auf in den Krieg um 0:28 Uhr ;) "Hell, it's about time!!"

Nach 23 Minuten Installation ist auch der Patch installiert - Auf in den Krieg um 0:28 Uhr ;) "Hell, it's about time!!"

Tja, Ihr armen Irren: Mein Battle.net Nick ist WhitewolfFox. Immer ran … holt Euch Eure Ladung ab ;)

“SILENCE!!! I KILL YOU!!!” ;)

Der Krieg beginnt … hoffentlich!

Endlich ist es soweit und ich halte mein vorbestelltes “StarCraft 2 – Wings of Liberty” in den Händen!

Mein frisch ausgepacktes StarCraft 2

Mein frisch ausgepacktes StarCraft 2

… moment mal: was freue ich mich eigentlich so? Kann ich es spielen? NEIN! Warum? Blizzard geht, wie so viele andere Spielehersteller in letzter Zeit, ebenfalls den Weg der Onlinepflicht. Und zwar nicht nur für die Kämpfe gegen andere Spieler über’s Internet, ja, nichtmal nur ausgedehnt auf den Soloplayermodus: Nichtmal installieren kann man das ganze ohne Verbindung zum Battle.net!
Ansich auch gerade noch zu verschmerzen. Aber was denken die sich tolles aus?? “Hey, schicken wir die Spiele doch schonmal raus, aber die Server fahren wir erst heute nacht um 0:01 Uhr hoch!“.

StarCraft2 - Noch nicht ...

StarCraft2 - Noch nicht ...

Ich werd’ wahnsinnig!! Was soll der Scheiß??
Wenn’s genauso reibungslos läuft wie beim Start von Assassins Creed 2, sind die Server um 0:10 Uhr auch gleich wieder off, “weil mit _SO_ einem Andrang ja keiner rechnen konnte“. … ne, wieso auch verkaufte Spiele in Summe zu Vorbestellungen in Zusammenhang mit Spielern, die sich zum Server verbinden könnten setzen?

Und wenn die “offizielle” Version genauso lange installiert wie die Beta-Version, muss ich um 6 dann eh los zur Arbeit. …

Naja, ich werde berichten :-)

Ist das warm!!!

Mannomann, kommt mir das nur so vor, oder ist diese Sommer der heftigste seit langem? Ich sitze nur noch im Keller, weil ich in der Wohnung kaputt gehe. Fahrrad fahren kann man bei den Temperaturen ja auch nicht wirklich; das ist ja weder gesund noch macht das Spaß.
Die einzige Möglichkeit heißt da ja schon fasst: Schwimmen gehen! Davon mache ich im grünen See auch gerade rege gebrauch.

Naja, so wird wenigstens der neue Server schneller fertig und ich übe Gitarre ;) Für beides ist mein Keller ja wie gemacht.